Deutsche Bahn
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Digitaler Bahnhof

Mehr Service, bessere Orientierung, weniger Störungen

Immer mehr digitale Anwendungen helfen der Deutschen Bahn auf ihren Bahnhöfen, den Service für Kunden auszubauen, die Orientierung zu verbessern und über vorausschauende Wartung Störungen erst gar nicht auftreten zu lassen.

Bundesweit 2.000 Multizuganzeigen

Die Deutsche Bahn hat 2016 bundesweit über 2.000 Zugzielanzeiger an 150 Bahnhöfen auf mehrzeilige Multizuganzeigen umgestellt. Mit den Multizuganzeigen erhalten Reisende Informationen über die nächsten drei Abfahrten am Bahnsteig sowie über Gleisverlegungen. Laut Kundenbefragung an umgerüsteten Bahnhöfen bevorzugen 83 Prozent der Befragten die neuen Anzeigen.

„DB Bahnhof live“

Die App ermöglicht den schnellen Zugang zu 5.400 Bahnhöfen in Deutschland. Auf „DB Bahnhof live“ erhalten Sie Informationen zu Ankunfts- und Abfahrtszeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie- und Dienstleistungsangeboten, Wagenreihung, Schließfächern, Toiletten, WLAN und Carsharing. Außerdem gibt es Informationen für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen und Lagepläne der Bahnhöfe.

ADAM - Aufzüge und Fahrtreppen melden Störungen selbst

Die DB stattete 2016 innerhalb des Programms „Ausbau Digitalisierung im Anlagenmanagement“ (ADAM) ihre rund 3.000 Aufzüge und Fahrtreppen mit einem Kommunikationsbaustein zur Fernüberwachung aus. Er erfasst den Anlagenzustand permanent und übermittelt die Daten an die Betriebszentrale. So können Mitarbeiter im Störfall die Reparatur unverzüglich beauftragen und Ausfälle schneller behoben werden. Das führt dazu, dass die DB die Verfügbarkeit der Anlagen auf 97 Prozent in den Ballungszentren und auf 95 Prozent in der Fläche steigern konnte.

3.100 Aufzüge und Fahrtreppen werden permanent überwacht

Mit dem Start-up Dynamic Components wird an einer Komplettlösung gearbeitet, um alle wartungsrelevanten Bahnhofseinrichtungen miteinander zu vernetzen und vorausschauend zu warten.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Was 2.100 Aufzüge und 1.000 Fahrtreppen bereits können, ihren Status in Echtzeit melden, lernen bei der Deutschen Bahn nun auch die Bahnhofsuhren. Melden, wenn die Uhr nicht mehr richtig tickt, ist das neueste Projekt im Anlagenmanagement. Rund 12.000 Bahnhofsuhren sind in ganz Deutschland im Betrieb, was sie zum interessanten Anwendungsgebiet für den Einsatz von Internet of Things (IoT)-Technologien macht. Zukünftig könnten Sensoren jederzeit den Zustand aller Uhren erfassen und melden: Bewegen sich die Zeiger korrekt? Ist Feuchtigkeit in die Uhr eingetreten? Gab es einen Glasbruch? Das IoT-Vorhaben ist der nächste Schritt auf dem Weg zum digitalen Bahnhof. Ziel ist es, mit  Hilfe der LoRAWANTM Technologie zu erreichen, die Kosten für den Betrieb der Uhrensysteme zu senken und gleichzeitig defekte Uhren zu vermeiden. Fehler werden früher erkannt und Reparaturen schneller veranlasst.