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Arbeitviernull

Arbeitswelt der Zukunft

Digitalisierung verändert die Art des Arbeitens und Bewerbens

Die Digitalisierung verändert auch die Arbeitswelt rasant und umfassend. Berufe verändern sich, einige Tätigkeiten fallen über die Jahre weg, andere kommen hinzu. Individuellere und flexiblere Arbeitszeiten sind wichtiger als früher, es wird in agileren Teams gearbeitet, mobiles Arbeiten wird mehr. Deshalb bereitet sich die Deutsche Bahn frühzeitig auf die Arbeitswelten 4.0 vor und gestaltet aktiv. DB und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben sich im Dezember 2016 auf einen neuartigen Tarifvertrag (Tarifvertrag Arbeit 4.0) geeinigt. Erstmals können Arbeitgeber, Gewerkschaft und Betriebsräte die Auswirkungen von Digitalisierung vorausschauend gestalten. So haben DB-Mitarbeiter etwa einen Anspruch auf Qualifizierungsmaßnahmen, wenn Berufsbilder und Tätigkeiten sich verändern.

Virtual Reality und Augmented Education

Die Deutsche Bahn will Virtual und Augmented Reality für die Ausbildung ihrer Mitarbeiter nutzen. Bahnberufe erfordern im digitalen Zeitalter zunehmend spezifisches Fachwissen. Bahnanlagen werden ständig weiterentwickelt. Neue Technologien müssen rasch erlernt werden. Genauso wie neue Züge, etwa der ICE 4, der ab Dezember 2017 im Regelbetrieb auf dem deutschen Schienennetz rollt. Die DB setzt dafür künftig sowohl im Projekt Engaging Virtual Education (EVE) auf eine selbst entwickelte VR-Anwendung zur Qualifikation ihrer Lokführer und Bordpersonale, als auch auf die Lösung des Münchner Start-ups VISCOPIC, das im DB Accelerator eine Mixed-Reality-App zur Schulung von  Wartungstechnikern entwickelt hat. Auf der re:publica 2017 wurden sowohl EVE als auch die Augmented Reality-Anwendung von VISCOPIC vorgestellt.

Wie Lokführer per Tablet den ICE 4 kennenlernen

Mit einer mobilen 3-D-Simulation können Lokführer künftig auf ihrem Tablet virtuell in den Führerstand eines neuen ICE 4 einsteigen. Sie lernen, wie sich beim ICE 4 Bugklappen öffnen, Bremsen von Hand lösen lassen oder wie die Luftfedern im Fall einer Störung abgesenkt werden. Weitere Lerninhalte zum ICE 4 wurden zusätzlich im Projekt Engaging Virtual Education (EVE) für eine VR-Umgebung adaptiert. Mit EVE können Mitarbeiter im Bordservice künftig den neuen Zug virtuell betreten und die Arbeitsumgebung sowie neue Ausstattungsdetails über natürliche Bewegungen testen. Funktionen werden regelrecht greifbar, wodurch das Lernen intensiviert wird.

Arbeitswelten 4.0

Außerdem hat die DB bereits 2015 die Initiative „Arbeitswelten 4.0“ ins Leben gerufen. Rund 80 Experten – Eisenbahner, Betriebsräte, Wissenschaftler und Unternehmer – entwickeln dort Prototypen und neue Ansätze. Ein Prototyp beschäftigt sich zum Beispiel mit dem Reiseerlebnis der Kunden in den Zügen: Welches neue Serviceverständnis ist von den Mitarbeitern in den Zügen gefragt, wenn zum Beispiel die Fahrscheinkontrolle durch Self Check-Ins wegfällt? Ein anderer Prototyp beschäftigt sich mit dem hierarchiefreien Arbeiten, hier gibt es erfolgreiche erste Beispiele bei der Südostbayernbahn oder bei DB Vertrieb.

Mitarbeitern und ihren Fähigkeiten kommt eine neue, veränderte Rolle zu, da sich die Arbeitswelt durch die Digitalisierung rasant weiterentwickelt. Das hat Auswirkungen auf die Zusammenarbeit und Kommunikation, auf Entscheidungsprozesse und Hierarchien, Schichtpläne und Präsenzzeiten. Die Deutsche Bahn gestaltet diese Veränderung aktiv und hat mit der Gewerkschaft EVG gerade einen Tarifvertrag „Arbeit 4.0“ abgeschlossen.

Recruiting per Video – Bewerbungskanäle für Digital Natives

Die Kooperation mit JobUFO gehört zur digitalen Recruiting-Strategie der DB. Dabei stellt sich das Unternehmen auf den Zeitgeist der jungen Zielgruppe ein. Wie bei Snapchat präsentieren sich Bewerber über die App JobUFO per Video vom Sofa aus. Das macht die Bewerbung zum Erlebnis und bietet eine Alternative zu oftmals starren Anschreiben. „Der zusätzliche Kanal der Personalgewinnung eignet sich bestens, um junge Talente in ihrer Lebenswelt abzuholen. Ich kann unsere Bewerber nur ermuntern, sich per Video für einen der bundesweit 3.300 Ausbildungsplätze vorzustellen“ so Steven Sprengel, DB Recruiter für Schüler und Fachkräfte.

Als eines der ersten Unternehmen nutzt die DB Virtual Reality

Das Personalmarketing begeistert damit vor allem junge Bewerber. Per Virtual-Reality-Brille und 360°-Video können Bewerber in den Alltag verschiedener Ausbildungsberufe eintauchen. Bewerber lernen die Bahn als modernes Unternehmen mit vielfältigen Berufsbildern kennen. Oft probieren sie die Technologie bei Recruiting-Events erstmalig aus und sind fasziniert von den Möglichkeiten. Diese Faszination verlängert die DB in die sozialen Netzwerke und setzt dabei auf aktuelle Trends, wie mit dem Video „Bewerbungsfails“, das in Kooperation mit den YouTube-Stars „Die Lochis“ entstand.