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Autonomes Fahren

Mobilität im Wandel

Mit fahrerlosen Fahrzeugen bequemer, individueller, effizienter und ökologischer

Autonom fahrende Fahrzeuge könnten schon bald Realität auf unseren Straßen sein. Die Mobilität auf der Straße wird so bequemer, individueller, effizienter und ökologischer. Fahrzeit wird zur gut genutzten Zeit, weil sie frei verfügbar ist.

Auch die Logistikbranche wird durch fahrerlose Fahrzeuge profitieren: eine höhere Auslastung, automatisierte Flottensteuerung und mehr Flexibilität auf Kunden- und Spediteursseite sind möglich. Zudem werden die Straßen sicherer, denn die meisten Unfälle entstehen heute durch menschliches Versagen.

Die DB setzt sich aktiv mit der Frage auseinander, wie sich autonome Fahrzeuge künftig für ihre Kunden im Bereich Mobilität und Logistik nutzen lassen. Es geht nicht mehr nur darum, Fahrgäste von einem Bahnhof zum anderen zu bringen. Vielmehr können durch autonomes Fahren die Tür-zu-Tür Mobilität verbessert und nahtlose Reise- und Transportketten verwirklicht werden.

Auf einem Forschungscampus in Berlin-Schönberg ist der selbstfahrende Bus des amerikanischen Herstellers Local Motors Ende 2016 erfolgreich getestet worden. Das Fahrzeug, das zu 20 Prozent aus dem 3D-Drucker stammt, sammelt und verarbeitet mithilfe von 30 Sensoren, Kameras und Laser permanent Daten und lernt mit jeder Fahrt dank künstlicher Intelligenz und IBM Watson-Technologie selbst hinzu. Fußgänger, Radfahrer, Lieferverkehr und auf dem Gelände verkehrende PKW müssen jederzeit erkannt werden. Ähnlich komplexe Anforderungen werden an den autonom fahrenden Bus des französischen Startups easymile gestellt, das ebenfalls Ende 2016 seinen Test auf dem Gelände des DB Schenker-Werks in Leipzig erfolgreich absolviert hat.

Autonomer Bus startet Ende 2017 in bayerischem Kurort

Im vierten Quartal 2017 soll mit dem Start des Betriebs im bayerischen Kurort Bad Birnbach der erste Pilotbetrieb im öffentlichen Straßenraum folgen.  

Deutsche Bahn, Regionalbus Ostbayern, der Landkreis Rottal-Inn und die Marktgemeinde Bad Birnbach kooperieren bei dem Projekt. Der Autonome Bus wird das Ortszentrum von Bad Birnbach mit dem Artrium, den Rottal-Termen und dem Bahnhof verbinden. 

Ziel ist, dass ein autonom fahrendes Fahrzeug im regulären Passagierbetrieb eingesetzt wird. Das Projekt passt zum Entwicklungskonzept des Kurorts, in dessen Kapitel „Das ökologische Bad“ das Thema e-Mobilität ein wichtiger Baustein ist. 

Im ländlichen Raum, wo viele Menschen bislang noch immer auf das Auto angewiesen sind, können innovative Technologien und Verkehrskonzepte den Grundstein für eine neue, umweltfreundliche Mobilität der Zukunft legen.

Der autonome Bus fährt rein elektrisch und ist rundum mit Laser-Sensoren und Kameras ausgestattet. Durch Kombination der Daten aus verschiedenen Systemen findet das Fahrzeug seinen Weg. Befindet sich ein Hindernis in seinem Weg oder läuft ein Mensch auf die Fahrbahn, greift das Sicherheitssystem und das Fahrzeug bremst sofort und bleibt stehen. 

Platooning-Test ab 2018 auf der A 9

DB Schenker und MAN arbeiten gemeinsam an der Entwicklung vernetzter Lkw-Kolonnen für den Einsatz in der Logistik.  Erstmals werden Lkw-Kolonnen im Regelbetrieb von DB Schenker über mehrere Monate von Berufskraftfahren im realen Straßenverkehr getestet. In der im Frühjahr 2018 beginnenden Testphase werden DB Schenker- und MAN-Platoons auf dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ auf der A 9 zwischen den DB Schenker-Niederlassungen München und Nürnberg eingesetzt.

Die Platoons bestehen aus jeweils zwei Lkw. Zu Beginn verkehren die Lkw noch ohne Ladung, um die Fahrbedingungen im alltäglichen Verkehrsfluss zu untersuchen und die am Projekt beteiligten Fahrer in der Bedienung der Fahrzeuge und den fahrtechnischen Besonderheiten zu schulen. Es folgen wöchentliche und anschließend tägliche Testfahrten. Diese werden im Laufe des Jahres 2018 durch Linienfahrten mit realen Ladungen abgelöst. Bis zu dreimal täglich werden die Platoons dann zwischen den DB Schenker-Logistikzentren in München und Nürnberg eingesetzt.

Unter Platooning versteht man ein Fahrzeug-System für den Straßenverkehr, bei dem mindestens zwei Lkw auf der Autobahn mit Hilfe von technischen Systemen in geringem Abstand hintereinander fahren können. Das führende Fahrzeug gibt Geschwindigkeit und Richtung vor. Der Abstand zwischen den einzelnen Trucks beträgt ca. zehn Meter. Das Ziel ist, durch das Windschattenfahren eine Kraftstoff-Einsparung von bis zu zehn Prozent für den gesamten Platoon zu erreichen und die CO2-Emissionen zu reduzieren.