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Startups

Hoher Freiheitsgrad trifft auf Großkonzern

Die DB setzt auf die Dynamik junger Unternehmen und Startups

In den Innovationslaboren der DB entstehen neue Geschäftsmodelle und Produkte für die Zukunft. Nach bislang vier Förderrunden im unternehmenseigenen Startup-Förderprogramm mit Fokus auf Qualitätsverbesserungen im Kerngeschäft, der Eisenbahn, besteht bereits Kontakt zu über 400 Startups. Mit etwa 20 Startups werden zurzeit konkrete Produkte eingeführt oder zur Markt-  oder Serienreife entwickelt.

Einige Beispiele:

Smarte Weichen

Mit seiner intelligenten Wartungslösung war KONUX im Jahr 2015 eines der ersten Startups der DB. Sensoren sollen zukünftig die Einsenkung der Schwellen in den Schotter an den Hochgeschwindigkeitsweichen überwachen und Unregelmäßigkeiten online melden. Das Münchner Startup wurde 2014 gegründet und hat seine Wurzeln in den Laboren der TU München. Gemeinsam mit den Partnern von der DB arbeitet KONUX an einem serienreifen Messsystems zur Analyse der Weichenschwellenhohllage im Hochgeschwindigkeitsverkehr.

Dynamic Components bietet den DB-Wartungstechnikern eine Komplettlösung an, um sensible Sensoren einfach an Weichen oder Signale anzuschließen. Erfasst werden Daten von mechanischen Komponenten und Umwelteinflüsse. Ein Minicomputer sendet die Messwerte zur Weiterverarbeitung an Clouds oder Server. Der Zeitpunkt für die nächste Wartung kann besser abgeschätzt und Störungen so verhindert werden. Eine „vorausschauende Instandhaltung“, auch von Aufzügen und Rolltreppen, wird dadurch möglich.

Das 2015 gegründete und im EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg beheimatete Startup eMio bietet Deutschlands erstes Sharing-Angebot für Elektroroller an, derzeit mit 150 Rollern im Verleih-Service und bereits rund 13.000 Kunden in Berlin. Die innerhalb des Berliner S-Bahnringes verteilten,  nicht an Abstellstationen gebundenen Scooter (Free-Floating-Prinzip) werden über die eMio-App lokalisiert, gefunden und angemietet.  Das Startup nahm 2015/2016 am DB Accelerator-Programm teil und prüfte Kooperationsmöglichkeiten mit DB Fuhrpark. Ab 2017 sind die Roller über die App von Flinkster buchbar. 

Die Kooperation mit JobUFO gehört zur digitalen Recruiting-Strategie der DB. Über die JobUFO-App kann man sich mit einem selbstgedrehten, maximal 30 Sekunden langen Smartphone-Video vom Sofa aus um einen Job bewerben. Das Startup ging aus dem Spin-Lab Accelerator der Handelshochschule Leipzig und des Microsoft Accelerators in Berlin hervor. Seit August  2016 arbeitet die DB mit „JobUFO“ zusammen. 

Neuron stattet Fahrtreppen in Bahnhöfen mit Mikrofonen aus und analysiert den Schall des Antriebsmotors.  Die Servicetechniker erkennen in den Ton-Aufzeichnungen etwaige Abweichungen vom normalen Betriebsgeräusch, die auf eine Störung der Fahrtreppe schließen lassen. Die Reparatur wird exakt auf das Störmuster abgestimmt. Um einem möglichen Ausfall vorzubeugen, veranlassen die Techniker, dass die Fahrtreppe vorausschauend instandgesetzt wird. Der Kunde findet so stets funktionierende Rolltreppen vor.

Ausflüge und Urlaub ohne Auto planen war noch nie so einfach. Startort eingeben, wann es los gehen und wie lange die Fahrt maximal dauern soll. Auswählen, auf was man Lust hat: Im See baden, lecker essen oder in einem Wellness-Tempel entspannen. Es werden nur Freizeit-Tipps angezeigt, die vom Startort, vom gewünschten Beginn an mit Bahn, Bus oder Rad in der ausgesuchten Reisezeit – inklusive Fußwege – zu erreichen sind.

Naturtrip.org besteht aus einer Kombination von Routing mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflugstipps. Zusammen mit Fahrtziel Natur und DB Vertrieb wurde als Modellregion die Sächsische Schweiz ausgewählt. Das Tool wird bereits am Bahnhof Berlin Südkreuz für das Touchscreen-Terminal der neuen DB Information getestet.

Mit Lichtfasern wird der Beton des Startups SIUT zum Wegweiser oder Warnhinweis. Durch die direkte Illumination der Betonoberfläche können sich Reisende besser in Bahnhöfen orientieren. Die Firma entwickelt Fertigteile aus Beton mit punktuell leuchtenden Oberflächen. Es können nach Kundenwunsch Linien, Symbole, Schrift oder Logos angeordnet werden. Seit 2012  forschten die Gründer und heutigen Geschäftsführer zu den Komponenten Beton und Licht und kooperierten mit der TU Berlin. 2015 wurde das Berliner Startup SIUT Lichtfaserbeton gegründet und nahm 2016 am DB Accelerator-Programm teil. Die ersten Betonwände kommen am Berliner Anhalter Bahnhof zum Einsatz.

City Trees sind keine normalen Bäume, sondern freistehende, vier Meter hohe, 60 cm dicke Wände, die mit 1600 speziellen Moos-Pflänzchen begrünt werden. Ein eingebauter Tank sorgt für Wasser, eine Solaranlage liefert Strom. Sensoren überwachen die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Die Moose filtern aufgrund ihrer großen Oberfläche effizient Abgase und Feinstaub aus der Luft. Ein City Tree kann so viel Kohlendioxid binden wie 275 Bäume und kostet mit 25.000 € nur einen Bruchteil davon. Um die City-Möbel zu refinanzieren, können Werbetafeln, WLAN-Hotspots, E-Bike-Ladestationen oder Bildschirme eingebaut werden.