Zur Startseite

Zukunft Bahn

Kunde und Qualität im digitalen Zeitalter

Digitalisierung als Katalysator für mehr Qualität und Kundenservice

Mit dem mehrjährigen Qualitätssteigerungsprogramm Zukunft Bahn hat sich die Deutsche Bahn zum Ziel gesetzt, das Kerngeschäft, den Schienenverkehr, nachhaltig attraktiver und wettbewerbsfähiger zu machen. Qualität ist der Schlüssel zum Kunden. Deshalb orientieren sich sämtliche Aktivitäten in den Eisenbahngeschäftsfeldern daran, das Kundenerlebnis rund ums Bahnfahren kontinuierlich weiter zu verbessern. Der Einsatz digitaler Technologien spielt dabei eine Schlüsselrolle. Schon heute macht die Angebote an Bord reicht bis hin zu den Serviceleistungen in den Bahnhöfen. Digitale Technologien helfen Kunden noch besser zu informieren und dynamisch auf  der Reise zu begleiten. Viele digitale Anwendungen spürt der Kunde direkt, zum Beispiel über die Apps wie den DB Navigator oder das ICE-Portal. Aber genauso viel passiert im Hintergrund. Immer mehr Sensoren, Scanner und Kameras sammeln Daten an Bahnanlagen und Zügen. Algorithmen ermöglichen die vorausschauende Instandhaltung von Gleisen, Weichen, Fahrstühlen oder Fahrtreppen in Bahnhöfen. So werden Prozesse digitalisiert, von denen der Kunden auch indirekt profitiert – weil Züge pünktlicher unterwegs sind und Bahnanlagen zunehmend störungsfrei funktionieren. Bereits von 2015 auf 2016 hat die DB im Fernverkehr die durchschnittliche Jahrespünktlichkeit von 74,4 Prozent auf 78,9 Prozent deutlich erhöht. Bis 2020 sollen 85 Prozent erreicht werden. Im Nahverkehr soll die durchschnittliche Pünktlichkeit bis 2020 mindestens 95 Prozent betragen. Damit wird die Anschluss-Sicherheit für die Kunden auf weit über 90 Prozent verbessert. Neue digitale Technologien bieten große und vielfältige Chancen, diese und weitere Ziele von ZukunftBahn zu erreichen. Deshalb wird die DB die Digitalisierung im Schienenverkehr weiter intensivieren. Für mehr Qualität und mehr Kundenservice.

Gemeinsam mit dem Bund und der Bahnindustrie in Deutschland verfolgt die DB die Digitalisierung im Schienenverkehr als treibende Kraft im Bahnsektor in fünf konkreten Handlungsfeldern, in denen ein schnellst- und größtmöglicher Nutzen für die Kunden erzielt werden soll. Die Handlungsfelder folgen der gemeinsamen „5-Punkte-Strategie Schiene Digital“, die das Bundesverkehrsministerium, die Deutsche Bahn AG und der Verband der Bahnindustrie am 22. Juni 2016 auf dem „Zukunftsforum Schiene Digital" unterzeichnet haben.  

Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister: „Wir schmieden ein Zukunftsbündnis für die digitale Mobilitätsrevolution auf der Schiene. Die Bahn kann so das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden – neben Arbeitsplatz und Wohnung ein zusätzlicher Ort zum Arbeiten und zur Kommunikation.“ 

Die Bundesmittel aus dem Investitionshochlauf steigen auf Rekordniveau – bis 2020 auf jährlich mehr als 5 Milliarden Euro. Damit werden Modernisierung und Digitalisierung der Schiene vorangetrieben, insbesondere die europäische Leit- und Sicherungstechnik ETCS und elektronische Stellwerke. Bei der ETCS-Ausstattung, dem European Train Control System, will die DB Deutschland zur Vorreiterregion in Europa machen. ETCS wird bereits auf der neugebauten Schnellfahrstrecke zwischen Leipzig/Halle und Erfurt angewendet.

Der Bund hat die Telekommunikationsunternehmen bei der Frequenzversteigerung 2015 („Digitale Dividende II“) verpflichtet, eine flächendeckende Anbindung aller ICE-Strecken an mobiles Breitband sicherzustellen. Zu Beginn dieses Jahres wurde der kostenfreie Internetzugang über WLAN in allen ICE-Zügen, auch in der 2. Klasse geschaffen. Gemeinsam mit den Mobilfunknetzbetreibern soll künftig dafür gesorgt werden, dass Reisende und weitere Nutzer der Schiene überall und jederzeit Zugang zum mobilen Breitband haben. Erste Piloten laufen daher auch im Schienenpersonennahverkehr. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Aufgabenträgern. Ziel der Deutschen Bahn ist es, ein „WLAN@DB“ zu installieren. Ein einheitliches Netz in Zügen, Bahnhöfen, DB Lounges, um vom Beginn bis zum Ende der Bahnreise nahtlos surfen zu können.

Der Bund investiert 75 Millionen Euro in die Entwicklung digitaler Anwendungen zur Kapazitätssteigerung auf der Schiene. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat mit der mCLOUD ein offenes Datenportal gestartet, auf dem Entwicklern und Startups Millionen an Mobilitäts-, Geo- und Wetterdaten zur Verfügung gestellt werden. Mit dem mFUND werden zudem 100 Millionen Euro in die frühe Entwicklung digitaler Innovationen investiert. Beim Thema „open data“ gehen Bund und DB Hand in Hand. Entwickler können offene DB-Daten und die Daten des BMVI gesamthaft nutzen. Beide Häuser stellen somit eine äußerst attraktive Datenschatzkiste bereit. Die Deutsche Bahn ist das erste Unternehmen, das sich mit seiner OpenData-Plattform mit der mCLOUD des BMVI vernetzt hat.

Der Bund schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen für das automatisierte und vernetzte Fahren auf der Schiene. Gemeinsam mit der DB und der Bahnindustrie werden Pilotprojekte unter Realbedingungen gestartet, um innovative Konzepte zu bündeln und international sichtbar zu machen. Mit der sukzessiven Automatisierung wird das System Schiene noch flexibler, energieeffizienter und zukunftsfähiger. Ziel ist, Deutschland zum internationalen Technologieführer zu machen.

Das digitale Planen und Bauen wird bis 2020 zum Standard bei allen öffentlichen Verkehrsinfrastrukturprojekten. Das BMVI hat dafür einen Stufenplan entwickelt und zusammen mit der Deutschen Bahn Pilotprojekte gestartet.

Das Building Information Modeling – kurz BIM – wurde bereits erfolgreich angewendet, unter anderem beim Bau des Rastatter Eisenbahntunnels in Baden-Württemberg. Mit BIM setzt der Schienensektor zurzeit neue Maßstäbe im Bauwesen. Gemeinsam sind wir Vorreiter für die Baustelle der Zukunft – nach dem Grundsatz: erst digital, dann real bauen.