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Qualitätssicherung beim ICE 4

3D-Simulation für reibungsloses Zusammenspiel aller Teile

Im Virtual Reality-Labor von Siemens wird geprüft, ob die Konstruktionsdaten der am Bau beteiligten Unternehmen zusammenpassen.

Die 3D-Simulation im Virtual Reality-Labor im Werk Krefeld-Uerdingen der Siemens AG ist vereinfacht gesagt ein Kino für Ingenieure. Dieses Instrument begleitet den gesamten Prozess der Fahrzeugentwicklung bis hin zur Fertigung.

Das Prinzip funktioniert so: In einer 3D-Simulation werden die Daten von einzelnen Baugruppen, die zu einem ganzen Systemteil des Zuges zusammengebaut werden sollen, im CAD Format (Computer Aided Design) zusammengefügt. Technische Details, die noch einmal präzise angeschaut werden sollten, erhalten durch das System automatisch eine farbige Markierung. Besonders in der Entwicklungsphase eines neuen Zuges ist das hilfreich, denn mit dem Instrument der 3D-Simulation vermeidet man technische Probleme, die dann später in der Fertigung auftreten können.

So wurden in der Designphase beim ICE 4 Simulationen zum Beispiel für die Sitzanordnungen im Fahrgastraum durchgeführt. Ebenso fanden Simulationen für die Montage von Bauteilen für die Zugfertigung statt. Hier wurde geprüft, ob die Konstruktionsdaten der am Bau des Zuges beteiligten Unternehmen und Lieferanten perfekt zueinander passen. 

Ebenso können sich die Ingenieure dank der 3D-Simulationen anschauen, ob Komponenten oder Bauteile im Rahmen der Instandhaltung durch die Werksmitarbeiter möglichst unkompliziert und schnell erreicht werden können. 

Und auch in der Fertigung kommt 3D beim ICE 4 zum Einsatz. So nutzen Elektrotechniker mobile Laptops, auf denen die relevanten Baugruppen des Zuges in 3D angezeigt werden, in denen sie Kabel verlegen sollen. Auch auf diese Weise werden Fehlerquellen vermieden.