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DieTechnikwelt des ICE 4

Hohe Gewichtseinsparung durch neue leichte Laufdrehgestelle

Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist der ICE 4 ein wahres Leichtgewicht: Neu konstruierte Laufdrehgestelle und Wagenkästen senken den Energieverbrauch je Sitzplatz um 22 Prozent gegenüber einem redesignten ICE 1.

Eine technische Innovation, die für den Fahrgast von außen nicht erkennbar ist: Bombardier Transportation (BT) hat seine Laufdrehgestelle für den Hochgeschwindigkeitsverkehr weiterentwickelt, die jetzt beim Fernverkehr der Bahn zum Einsatz kommen.

Das Neuartige bei den Laufdrehgestellen ist ihre Innenlagerung. Das heißt, die Achslager und Rahmenteile befinden sich innerhalb der Radscheiben der Radsätze. Durch diese Konstruktion konnte eine Gewichtseinsparung von etwa einem Drittel gegenüber den bisherigen außengelagerten Drehgestellen erreicht werden. Zudem sind die Komponenten auch schmaler geworden. Ein Vorteil, der sich bei der Aerodynamik des Zuges auswirkt. Die Laufdrehgestelle der Endwagen, die nicht angetrieben werden, lassen sich aerodynamisch verkleiden. Der Luftwiderstand verringert sich deutlich.

Bei den Wagenkästen kommt erstmals im Stahl-Schienenfahrzeugbau die hochmoderne Laserschweißtechnologie zum Einsatz. Durch die Lasertechnologie wird ebenfalls eine deutliche Gewichtsreduzierung erreicht. Die bei konventioneller Schweißung erforderlichen Winkel und Überlappungen beim Schweißen von Einzelsegmenten entfallen. Im Vergleich zum redesignten ICE 1 ist das Leergewicht des ICE um rund 120 Tonnen niedriger.