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Das Stationspreissystem - transparent, übersichtlich und stabil

Die Einteilung sämtlicher rund 5.400 Bahnhöfe in sieben Kategorien ist die Grundlage für das Preissystem „SPS 11“. Jeder Bahnhof wird nach bundesweit einheitlichen Kriterien einer Kategorie zugeordnet.

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Für einen reibungslosen Betrieb

Das Stationspreissystem - transparent, übersichtlich und stabil

Die Einteilung sämtlicher rund 5.400 Bahnhöfe in sieben Kategorien ist die Grundlage für das Preissystem „SPS 11“. Jeder Bahnhof wird nach bundesweit einheitlichen Kriterien einer Kategorie zugeordnet.

Das Preissystem für die Nutzung der Personenbahnhöfe der DB Station&Service AG beinhaltet einen Preiskatalog mit sieben aufgabenträgerspezifischen Kategoriepreisen. Durch das Kategoriepreismodell sollen Preisschwankungen und Preisspitzen vermieden und somit eine hohe Planungssicherheit für unsere Kunden gewährleistet werden. Jeder Bahnhof wird nach bundesweit einheitlichen Merkmalen einer Kategorie zugeordnet, wobei Bahnhöfe der oberen Kategorien (Kat. 1 und 2) grundsätzlich vor allem große Knotenbahnhöfe darstellen, während von den unteren Kategorien (Kat. 5 und 6) in der Regel eher Bahnhöfe mit geringerer verkehrlicher Bedeutung bzw. Infrastruktur oder in der Kategorie 7 einfache Haltepunkte erfasst werden. Nähere Erläuterungen zu den Bahnhofskategorien erhalten Sie unter www.deutschebahn.com/bahnhofskategorien.

Zur Veranschaulichung der nun folgenden Erläuterungen finden Sie im Downloadbereich auf der rechten Seite eine Präsentation zum SPS 11 einschließlich der Änderung zum Verkehrsleistungsfaktor ab 01.01.2013.

Die Zuordnung der Stationen in die Kategorien erfolgt auf Basis der Segmente Infrastruktur, verkehrliche Bedeutung und Ausstattung mit jeweils zwei Elementen anhand eines mathematischen Modells. Die Summierung der entstandenen Werte aller Elemente ergibt die Grundkategorisierungszahl für eine Station. Anhand definierter Schwellenwerte erfolgt letztendlich die Zuordnung einer Station zu einer der sieben Kategorien (siehe Chart 7). Insgesamt folgt die Kategorienzuordnung der Bahnhöfe einheitlichen, objektivierbaren und transparenten Maßstäben.

Der zweite Schritt des Stationspreissystems, die Preisbildung, zeichnet sich vor allem durch den regionalen Bezug zu einem SPNV-Aufgabenträger und damit einer höheren Marktnähe aus (siehe Chart 8). Es gibt 196 Stationspreise (7 Kategorien x 28 Aufgabenträger) (siehe Chart 9).

Jeder der 196 aufgabenträger- und kategoriespezifischen Preise basiert auf einem reinen Kostenbezug zuzüglich eines prozentual einheitlichen Deckungsbeitrags (Prinzip der einheitlichen Kostendeckung). Damit wurde den Vorgaben der Regulierungsbehörde zur Preisbildung Rechnung getragen. Aufgrund der abweichenden Kostensituation oder Unterschieden in der Auslastung kann es zu Preisunterschieden bei Stationen gleicher Kategoriezugehörigkeit zwischen den Gebieten der Aufgabenträger kommen. Aus dem gleichen Grund ist eine zu den höheren Bahnhofskategorien hin aufsteigende Preistreppe nicht in jedem Fall gewährleistet.

Zum 01.01.2013 wurde der Zuglängenfaktor im Stationspreissystem durch einen Verkehrsleistungsfaktor ersetzt. Für Verkehrsleistungen im Nahverkehr wird seitdem ausschließlich der jeweilige veröffentlichte Stationspreis erhoben, während Halte im Fernverkehr mit einem Faktor in Höhe von 2,4 auf den Stationspreis versehen werden. Da der Faktor folglich für alle Halte des SPNV entfällt, steht im Rahmen der Entgeltkalkulation eine erheblich geringere Anzahl an rechnerischen („gewichteten“) Zughalten zur Verfügung, was automatisch mit einem Anstieg der Grundpreise einhergeht. Es ist daher zu berücksichtigen, dass die Einzelentgelte ab 2013 aufgrund der geänderten Preissystematik nicht mit jenen des Jahres 2012 zu vergleichen sind.

Im Download-Dokument finden Sie weitere Erläuterungen zur Preisbildung im Rahmen des Stationspreissystems „SPS 11“.

Voraussetzung für die Nutzung ist ein gültiger Stationsnutzungsvertrag, mit dem die DB Station&Service AG den Eisenbahnverkehrsunternehmen ein Nutzungsrecht für die Infrastruktur der Bahnhöfe einräumt.

Einzelheiten zur Anmeldung der Stationsnutzung und zum Abschluss von Stationsnutzungsverträgen enthalten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (www.deutschebahn.com/inbp-personenbahnhoefe). Wir weisen darauf hin, dass Anmeldungen im Gelegenheitsverkehr regelmäßig 18 Werktage vor dem geplanten Verkehrstag bei der DB Station&Service AG schriftlich vorliegen sollen.

Hinweis:

Neue Entgeltregelungen ab 2018 aufgrund des ERegG

Zum 02.09.2016 trat das Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG) in Kraft. Das ERegG enthält u.a. neue Entgeltregelungen, die erstmals ab der Stationspreisliste 2018 anzuwenden sind. Daher fand eine Überarbeitung der in den Infrastrukturnutzungsbedingungen Personenbahnhöfe der DB Station&Service AG (INBP) geregelten Entgeltgrundsätze statt.

Die Überarbeitung der Entgeltgrundsätze betrifft den Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) und den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Noch vor Inkrafttreten des ERegG hatte sich die DB Station&Service AG gegenüber der Bundesnetzagentur (BNetzA) in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag verpflichtet, das Belastungsverhältnis zwischen SPFV und SPNV rechnerisch neu herzuleiten. Das Belastungsverhältnis wird im derzeit gültigen Stationspreissystem durch den Verkehrsleistungsfaktor mit der Höhe 2,4 für SPFV und 1,0 für SPNV abgebildet. Da durch das ERegG nunmehr eine umfassendere Überarbeitung des Preissystems erforderlich ist, als ursprünglich durch den öffentlich-rechtlichen Vertrag vorgesehen war, haben die BNetzA und die DB Station&Service AG den öffentlich-rechtlichen Vertrag einvernehmlich aufgehoben.

Die geänderten Entgeltgrundsätze für den SPFV und SPNV wurden der BNetzA Mitte April 2017 zur Prüfung übermittelt.

Nach Abschluss des Prüfverfahrens werden die geänderten INBP unter dem üblichen Internetlink (www.deutschebahn.com/inbp-personenbahnhoefe) veröffentlicht.