. .

Viergleisiger Streckenausbau

Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel

Die Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel besitzt aufgrund ihrer Lage eine herausragende Stellung sowohl für den überregionalen als auch für den internationalen Verkehr. Sie ist das Herzstück des wichtigsten europäischen Güterkorridors Rotterdam-Genua.

Der vor mehr als 150 Jahren gebaute Streckenabschnitt Karlsruhe – Basel ist mit täglich mehr als 250 Zügen des Nah-, Fern- und Güterverkehrs bereits heute bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet. Angesichts der bestehenden Engpässe und der damit einhergehenden Qualitätsbeschränkungen ist die Anpassung der Strecke an die aktuellen und künftigen Verkehre dringend erforderlich.

Verkürzung von Reise- und Transportzeiten

Mit dem Ausbau und teilweisen Neubau, der bereits in der Bundesverkehrswegeplanung von 1985 und 1992 enthalten war, sollen die Streckenkapazität deutlich erhöht und die Reise- und Transportzeiten verkürzt werden. Denn die nach dem Ausbau durchgehend viergleisige Strecke ermöglicht das Entmischen der Verkehre: Die langsameren Güter- und Nahverkehrszüge nutzen die beiden vorhandenen Gleise; die beiden neuen Gleise, die höhere Spitzengeschwindigkeiten erlauben, sind dem schnelleren Fernverkehr und nachts dem Güterverkehr vorbehalten. Dadurch verkürzt sich nicht nur die Fahrzeit zwischen Karlsruhe und Basel um rund eine halbe Stunde auf dann 69 Minuten, sondern es ergeben sich auch größere Gestaltungsmöglichkeiten bei den Fahrplänen.

Das Südportal des Katzenbergtunnels mit Baustelleneinrichtungsfläche

Arbeiten an den Streckenabschnitten laufen auf Hochtouren 

Der Streckenabschnitt Raststatt – Süd – Offenburg wurde bereits im Dezember 2004 in Betrieb genommen. In weiteren Abschnitten laufen die Arbeiten auf Hochtouren, beispielsweise beim Katzenbergtunnel zwischen Schliengen und Eimeldingen und in Weil am Rhein/Haltingen. Für die südlichen Abschnitte zwischen Offenburg und Auggen hat das Eisenbahn-Bundesamt alle Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Das größte Einzelbauwerk der ABS Karlsruhe–Basel

Der knapp 9,4 Kilometer lange Katzenbergtunnel ist das größte Einzelbauwerk der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel und zugleich das derzeit größte Tunnelprojekt Deutschlands. Er führt in nord-südlicher Richtung durch den Randbereich des Markgräfler Hügellandes. Aufgrund der direkten und geradlinigen Trassenführung durch den Berg erwartet den Reisenden in Zukunft eine wesentlich kürzere Reisezeit.

Oberleitung mit Stützpunkt und Abspannvorrichtung im Tunnel

Neueste Technologie und Sicherheitsstandards

Bei der Konzeption des Katzenbergtunnels wurden neueste Technologien und Sicherheitsstandards berücksichtigt. So wird er gemäß einer neuen Richtlinie zum Brand- und Katastrophenschutz als Zweiröhrentunnel mit insgesamt 19 Verbindungsbauwerken gebaut. Das heißt, es verlaufen zwei eingleisige Tunnelröhren parallel zueinander durch den Berg, die in Abständen von 500 Metern miteinander verbunden sind. Der Einbau der sogenannten Festen Fahrbahn erlaubt Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde und bietet zugleich einen hohen Reisekomfort. Mehr Informationen finden sie auf der Projekt-Homepage.

Letzte Aktualisierung: 27.02.2012

Zum Seitenanfang