Deutsche Bahn

Fotos

Fotografien aus den Presse- und Dokumentationsstellen

Bei den Vorgängerorganisationen der Deutschen Bahn wurden Fotos nie systematisch gesammelt. Doch aus den Überlieferungen der Pressestellen, der Bauabteilungen und der Werke ist eine Sammlung entstanden, die die Geschichte der Eisenbahn in Bildern erzählt.

Erst mit Einrichtung der Historischen Sammlung der Bahn in Berlin und der Übernahme der Eisenbahnabteilung des ehemaligen Verkehrsmuseums in Nürnberg – das heutige DB Museum – wurden die vorhandenen Fotosammlungen zusammengeführt. Sammelmappen, Filmschachteln, Phototaschen, Hängeordner, Fächerschränke, Filmtaschen, Fotoalben und Diabehälter wurden gesichtet, um das Bildgedächtnis der Bahn zu erschließen.

Die Fotosammlungen des DB Museums in Nürnberg und der Historischen Sammlung in Berlin verfügen über eine Million Einzelstücke – Originalfotos, Negative, Glasdias und –negative sowie Farbdias. Der größte Teil der Fotos stammt aus den ehemaligen Pressestellen der Reichsbahn vor und nach 1945 sowie der Deutschen Bundesbahn. Dabei handelt es sich vor allem um die Fotos der aufgelösten Bild- und Pressestellen aus Frankfurt, Berlin, Kassel, Nürnberg, Regensburg, Mainz, Dresden und Halle. Ein kleiner Teil der Sammlungen reicht in das 19. Jahrhundert zurück. Die umfangreichen Fotobestände sind für die Dokumentation der Unternehmensgeschichte der Deutschen Bahn AG von zentraler Bedeutung.

Da sowohl die Sammlung in Berlin als auch in Nürnberg mit Hilfe eines gemeinsamen EDV-Systems verzeichnet werden, ist es inzwischen schnell möglich, Bild-Anfragen aus dem In- und Ausland nach Bildern zu beantworten. Sie stehen sowohl für bahninterne als auch für externe Publikationen zur Verfügung.

Viele der heute Bahn-Geschichte erzählenden Fotos hatten für die Reichsbahn dokumentarischen Charakter. Unter diesen Fotos finden sich auch einige Serien bekannter Fotografen. So ist kaum bekannt, dass Max Krajewsky (1892-1972), einen umfangreichen Bildbestand in den Bauakten der ehemaligen Reichsbahndirektion Berlin hinterließ. Krajewsky, der sich als Architekturfotograf der Bauwerke des "Neuen Bauens" von Bruno Taut und Erich Mendelsohn einen Namen machte, vernichtete nach der Schließung seines Ateliers 1966 bis auf wenige Ausnahmen sein Archiv. Auch deshalb ist die Überlieferung seiner Fotos der Nord-Süd-S-Bahn wertvoll. Die Strecke wurde zwischen 1934 und 1939 gebaut. Seine Fotos befinden sich heute in der Historischen Sammlung der Deutschen Bahn in Berlin.