Deutsche Bahn
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Ersatzteile auf Knopfdruck

3-D-Drucker ermöglichen die Produktion von Kleinteilen schnell und kostengünstig.

Es klingt nach Zukunftsmusik, und doch ist es bei der DB in einzelnen Bereichen bereits Realität: Kleine Bauteile können schon heute mit Hilfe von 3-D-Druckern produziert werden. Bei der sogenannten additiven Fertigung kommen meist formlose Metall- oder Kunststoffwerkstoffe zum Einsatz, die schichtweise zu einem Bauteil aufgebaut und verfestigt werden. Als Grundlage dienen digitale Konstruktionsdaten.

So sieht der 3-D-Drucker aus:


Schnell und in kleinen Mengen

Der 3-D-Druck hat immense Vorzüge. So sind etwa Einsatzgebiete mit direkter Auswirkung auf den Kunden wie etwa Kleiderhaken im Zug möglich. Auch fehlende Ersatzteile können kurzfristig und in kleinsten Mengen hergestellt werden. Ein Beispiel: Fehlt bei einem Gleisarbeitsfahrzeug die Staubschutzkappe aus dem Bremssystem – sie ist Teil des Kupplungskopfs von Bremsleitungen und als einzelnes Ersatzteil nicht erhältlich – so kann das fehlende Teil kurzfristig hergestellt werden. Die bisher anfallenden Kosten für einen komplett neuen Kupplungskopf entfallen, und das Fahrzeug ist schneller wieder betriebsbereit.

Weitere Einsatzfelder werden ausgelotet

40 DB-Kollegen arbeiten derzeit konzernweit zusammen, um diese noch junge Technologie voranzutreiben. 170 Bauteile, die für den 3-D-Druck geeignet sind, wurden bereits identifiziert, 1.000 sollen es bis Ende des Jahres werden. Mit „Mobility goes Additive“ baut die DB derzeit ein branchenweites Expertennetzwerk auf, in dem Vertreter aus Industrie, Forschung und Entwicklung zusammenkommen.