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Komfortoffensive

Mehr Platz, mehr Reisespaß, mehr Informationen: Redesig für den ICE 3

Die Deutsche Bahn schickt ihre ICE 3- Hochgeschwindigkeitszüge zur Frischekur und sorgt so für deutlich mehr Kundenkomfort und eine höhere Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Die 66 Züge bekommen nach 15 Jahren Betriebseinsatz im Werk Nürnberg ein sogenanntes Redesign. Zudem werden alle Züge mit dem Europäischen Zugkontrollsystem ETCS ausgerüstet und sind damit flexibler auf den Strecken im Hochgeschwindigkeitsnetz einsetzbar.
„Mit neuer Innenausstattung und modernster Technik an Bord ist der Zug dann gut gerüstet, ab Dezember auf der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München beide Metropolen in weniger als vier Stunden miteinander zu verbinden“, so Berthold Huber, Vorstand Verkehr und Transport.
In die Modernisierung ihrer ICE 3-Flotte investiert die DB rund 210 Millionen Euro. Der letzte modernisierte ICE 3 soll das DB-Werk Nürnberg Ende 2020 verlassen. Bis Jahresende werden die Züge auf allen Strecken eingesetzt, auf denen der ICE 3 heute bereits unterwegs ist, so zum Beispiel zwischen München und dem Ruhrgebiet. Da die ICE-3-Flotte nun auch mit dem Europäischen Zugkontrollsystem ETCS ausgerüstet wird, verkehren die Züge ab Ende 2017 dann zusätzlich auf der neuen Schnellfahrstrecke Berlin–München.

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7 Neuheiten, die die Reise komfortabler und einfacher machen:

Für Gepäck, Kinderwagen und Rollstühle gibt es mehr Platz. Die neuen Gepäckregale sind im Großraumbereich der Wagen untergebracht – damit haben Fahrgäste ihre Koffer und Taschen jetzt besser im Blick. 

Die bisherigen Sitze werden komplett gegen modernere ausgetauscht. Der Clou: Beim Verstellen in die Ruheposition wird die Rückenlehne nicht mehr nach hinten gestellt, sondern innerhalb der Sitzschale nach vorn gezogen - damit wird der hintere Sitznachbar nicht mehr beeinträchtigt. Neu sind auch der integrierte Haltegriff und die Reservierungsanzeige am Durchgang. Mit der Modernisierung werden auch zusätzliche Sitzplätze geschaffen - insgesamt 1.280 Stück. 

Die unterschiedlichen Bereiche des Zuges sind jetzt innen und außen deutlich besser gekennzeichnet. Neue Banderolen und Piktogramme machen die Orientierung deutlich einfacher.

Informationen zum Reiseverlauf und zu Anschlusszügen finden Reisende auf neuen, größeren Monitoren und vor allem: in Echtzeit. Damit gehört die Frage „Erreiche ich meinen Anschlusszug noch?“ der Vergangenheit an. Die Reservierungsanzeigen und Sitzplatznummern sind jetzt an den Kopfstützen der Sitze und damit besser zu erkennen als vor dem Redesign, als sie noch an der Gepäckablage waren. 

Die Bordgastronomie im ICE 3 war mit wenigen Sitzgelegenheiten bislang eher bescheiden. Mit dem Redesign erhalten die Züge ein neues, elegantes Bordrestaurant mit 20 Sitzplätzen.

Das Kleinkindabteil ist neu und bunt gestaltet – hier können die jüngsten Reisenden auf noch mehr Platz richtig toben. 

Rollstuhlfahrern stehen jetzt pro Zug zwei Plätze mit höhenverstellbaren Tischen zur Verfügung – vor dem Redesign gab es nur einen Platz. Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen finden sich mit dem neuen taktilen Wegeleitsystem besser im Zug zurecht.

Komfortoffensive: ICE 3 bekommt Frischekur