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Baubeginn für ein Milliardenprojekt

In München wird mit der 2. Stammstrecke ein Nadelöhr beseitigt.

Für die Münchner war es ein lange ersehnter Termin: Am 5. April war der offizielle Baubeginn der 2. Stammstrecke. Mit ihr wird ein Nadelöhr für den Schienenverkehr in der Innenstadt und damit einer der größten Engpässe im Netz bundesweit beseitigt. Zur Eröffnung war viel Prominenz vor Ort: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla gaben den Startschuss. Anschließend startete die Deutsche Bahn ein zweitägiges Bürgerfest am 5. und 6. April. Neben Live-Acts gibt es zahlreiche Informationsmöglichkeiten rund um die 2. Stammstrecke und den ÖPNV in der Region. Auch das zentrale Infozentrum mit einer multimedialen Ausstellung zu dem Großprojekt wurde zum Bürgerfest eröffnet.Die rund elf Kilometer lange 2. Stammstrecke führt durch die Münchner Innenstadt von Laim im Westen bis zur Station Leuchtenbergring im Osten. Auf rund sieben Kilometern verläuft die Strecke im Tunnel. Die Stationen Laim und Leuchtenbergring werden als Verknüpfungsbahnhöfe zwischen der bestehenden und der zweiten Stammstrecke umgebaut. Unter dem Hauptbahnhof, dem Marienhof und dem Orleansplatz am Ostbahnhof entstehen neue Stationen. Zum Projekt 2. Stammstrecke gehören zudem sieben „netzergänzende Maßnahmen“ zur Ertüchtigung des S-Bahn-Netzes.

Die 2. Stammstrecke ist Kernstück des von der Bayerischen Staatsregierung vorgesehenen Bahnausbaus in der Region München. Mit dem Bau der 2. Stammstrecke werden die dringend erforderlichen zusätzlichen Kapazitäten im Kernbereich des Münchner S-Bahn-Systems geschaffen. Sie entlastet die bestehende Stammstrecke - das derzeitige Nadelöhr im System der Münchner S-Bahn. Im Falle einer Störung gibt es künftig eine Ausweichmöglichkeit.

Zudem ist die 2. Stammstrecke Voraussetzung für eine bessere Anbindung der gesamten Metropolregion an die Münchner Innenstadt sowie für eine schnellere Verbindung zum Flughafen München. So kann die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Entwicklung der Metropolregion Schritt halten.

DB

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Im Dezember 2016 hatten sich Bund, Freistaat, Landeshauptstadt und Deutsche Bahn auf die Finanzierung des Projektes verständigt. Bund und Freistaat Bayern tragen im Wesentlichen gemeinsam die Kosten der 2. Stammstrecke in Höhe von 3,849 Milliarden Euro (inklusive Risikopuffer). Zudem beteiligen sich die Landeshauptstadt München und die Deutsche Bahn an der Finanzierung.