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Silicon Valley meets Bad Birnbach

Ein autonom fahrender Bus als Shuttle im Nahverkehr - das könnte bald Realität sein. Im bayrischen Bad Birnbach hat die DB jetzt ein solches Fahrzeug vorgestellt.

Ein fahrerloser Bus im regulären Passagierbetrieb - das ist Ziel eines Projekts von Deutscher Bahn und Regionalbus Ostbayern mit dem Landkreis Rottal-Inn und der Marktgemeinde Bad Birnbach. Hier kann eine Zukunftsvision des Öffentlichen Personennahverkehrs Realität werden. Am 29. April hatten Medien, Einwohner und Gäste in Bad Birnbach Gelegenheit sich das Fahrzeug anzuschauen und an einer Probefahrt teilzunehmen.

„Wir schlagen hier in Bad Birnbach ein neues Kapitel Nahverkehrs auf“, sagt Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Bayern.Der große Vorteil von autonom fahrenden Bus-Shuttles sei, dass Kunden öffentliche Mobilität individuell und bedarfsgerecht in Anspruch nehmen könnten. Daher sei autonomes Fahren nicht nur für Großstädte sondern gerade im ländlichen Raum ein wichtiges Zukunftsfeld, in dem die DB große Potentiale sehe. „Das Angebot, das wir gemeinsam mit dem Landkreis Rottal-Inn und der Gemeinde Bad Birnbach schaffen, ist absolut kundenorientiert, im Betrieb effizient, äußerst umweltfreundlich und markiert einen Meilenstein in der Entwicklung neuer Mobilitätsformen im Zuge der Digitalisierung“, so Josel. 

Die DB ist der erste Anbieter und Betreiber autonom fahrender Busse in Deutschland. Nach ersten erfolgreichen Tests in Berlin und Leipzig soll mit dem Start des Betriebs im vierten Quartal dieses Jahres in Bad Birnbach der erste Pilotbetrieb im öffentlichen Straßenraum folgen.  

Der autonome Bus fährt rein elektrisch und ist rundum mit Laser-Sensoren und Kameras ausgestattet. Durch Kombination der Daten aus verschiedenen Systemen findet das Fahrzeug seinen Weg. Befindet sich ein Hindernis in seinem Weg oder läuft ein Mensch auf die Fahrbahn, greift das Sicherheitssystem und das Fahrzeug bremst sofort und bleibt stehen.