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DB Schenker und MAN vertiefen Partnerschaft zum Autonomen Fahren

Erstmals testet DB Schenker Lkw-Kolonnen im Regelbetrieb über mehrere Monate im realen Straßenverkehr.

Hightech-Trucks auf dem Highway: Mit DB Schenker und MAN arbeiten erstmals ein Logistikkonzern und ein Fahrzeughersteller gemeinsam an der Entwicklung vernetzter Lkw-Kolonnen für den Einsatz in der Logistik. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag für die auch als Platooning bekannte Technik haben beide Unternehmen am 11. Mai im Rahmen der „transport logistic“ in München unterzeichnet. Beim Platooning fahren mindestens zwei Lkw auf der Autobahn mit Hilfe von technischen Systemen in geringem Abstand hintereinander und sind durch eine elektronische Deichsel mittels Car-to-Car-Kommunikation verbunden. Durch das so erzeugte Windschatten-Fahren wird der Kraftstoffverbrauch und somit der CO2-Ausstoß reduziert.

Reale Tests auf der A 9

Ab Frühjahr 2018 testet DB Schenker erstmals Lkw-Kolonnen im Regelbetrieb über mehrere Monate im realen Straßenverkehr auf der A 9 zwischen den DB Schenker-Niederlassungen München und Nürnberg. Und ebenfalls zum ersten Mal werden dabei keine Testfahrer sondern Berufskraftfahrer am Steuer sitzen. Die Platoons bestehen aus jeweils zwei Lkw. Zu Beginn verkehren die Lkw noch ohne Ladung, um die Fahrbedingungen im alltäglichen Verkehrsfluss zu untersuchen und die am Projekt beteiligten Fahrer in der Bedienung der Fahrzeuge und den fahrtechnischen Besonderheiten zu schulen. Es folgen wöchentliche und anschließend tägliche Testfahrten. Diese werden im Laufe des Jahres 2018 zu Linienfahrten mit realen Ladungen ausgebaut. Bis zu dreimal täglich werden dann die Platoons zwischen den DB Schenker-Logistikzentren in München und Nürnberg eingesetzt.