Deutsche Bahn
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Neuer Lebensraum für Bienen

Die DB stellt gut 50 Hektar stillgelegtes Gelände kostenlos zur Verfügung. 1.100 Hobby-Imker haben bereits Interesse gemeldet.

Seit Ende Oktober 2016 bietet die Deutsche Bahn bundesweit gut 500.000 m² Fläche (50 ha – größer als der Vatikan!) für die Bienenzucht auf nicht mehr benötigtem Betriebs-Gelände an. Bis heute wurden den Hobby-Imkern rund 420 geeignete DB-Flächen zur Verfügung gestellt. Über 1.100 Hobby-Imker haben sich bei der DB beworben.

„Als das grüne Mobilitätsunternehmen leisten wir unseren Beitrag zur Artenvielfalt in Deutschland. Wir wollen mithelfen, dass neue Lebensräume für Bienen entstehen. Deshalb stellen wir kostenlos Flächen für engagierte Imker zur Verfügung. Die große Nachfrage zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen haben.“ sagte Andreas Gehlhaar, Leiter des Umweltbereiches im Konzern und Mitinitiator des Projektes „Bienen bei der Bahn“.

Anlässlich des „Internationalen Tages zur Erhaltung der Artenvielfalt“ besuchten er und Bärbel Höhn, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Bundestag, am 22. Mai in Berlin-Schöneberg Hobby-Imker Karsten Schischke, der mit seinen 65.000 Großstadt-Bienen zu den ersten Nutzern der besonderen Artenschutz-Aktion gehört.

Hobby-Imker Karsten Schischke aus Berlin-Schöneberg

 Bärbel Höhn würdigte die Aktion: „Das, was die Deutsche Bahn auf die Beine gestellt hat, ist eine sehr schöne Sache. Insbesondere die Imker in der Stadt profitieren davon. Oftmals geht es den Bienen hier besser als auf dem Land. Sie produzieren deutlich mehr Honig, weil das Blütenangebot durch die vielen Parks und Gärten deutlich größer und kontinuierlicher ist.“

Das Gemeinschaftsprojekt von DB Netz, dem Immobilienbereich der DB sowie DB Umwelt wurde erstmals Ende Oktober 2016 auf der 3. Bienenkonferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“ in Nürnberg vorgestellt und ist eine von über 1.800 Maßnahmen der Deutschen Bahn zur Förderung des Artenschutzes. Die DB engagiert sich außerdem für Zauneidechsen, Schlingnattern, Fledermäuse, Schmetterlinge, Kraniche und Wildpferde.