Deutsche Bahn
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Frühjahrsputz bei DB Regio

Mit XXL-Bürste und Laser-Vermessung werden die Züge wieder auf Hochglanz gebracht.

Die roten DB Regio-Züge und die S-Bahnen können nun wieder richtig glänzen, sie durchlaufen derzeit den Frühjahrsputz. Denn erst ab ordentlichen Plustemperaturen entfalten die Reinigungsmittel in den Waschstraßen ihre volle Kraft. „Natürlich legen wir 365 Tage im Jahr größten Wert auf Sauberkeit", sagt Ronald Klemke, zuständig für Reinigung bei DB Regio, „aber im Frühjahr, ab plus sieben Grad Außentemperatur, lässt sich der Schmutz leichter entfernen.“

DB Regio-Reinigungsfachmann Ronald Klemke im Werk Berlin-Lichtenberg

Züge und S-Bahnen mit einer Gesamtlänge von gut 7.200 Kilometern werden jedes Jahr gewaschen, das entspricht der Strecke Kairo – Kapstadt, ein ganzer Kontinent liegt zwischen diesen Städten. Die gesamte Zugfläche, die von den XXL-Bürsten geschrubbt wird, beträgt 2,3 Millionen Quadratmeter. Vor allem nachts herrscht in den 53 DB Regio-Waschanlagen bundesweit Hochbetrieb – wenn die Züge nicht unterwegs sind. Im Schnitt alle ein bis zwei Wochen wird jeder der 3000 Züge einmal gewaschen. Laser messen die Zuglängen, und wie in den Anlagen für Autos programmieren Mitarbeiter das passende Waschprogramm. Graffiti an den Zügen beseitigen die Mitarbeiter weiterhin mühsam per Hand und nur in speziell ausgestatteten Werkstätten. „Je frischer die Farbe, desto schneller geht sie ab“, erklärt Ronald Klemke.

Modernisierung der RE-Flotte in Aachen (Dezember 2016), inklusive intensiver Außenreinigung per Hand.

Die Innenreinigung findet täglich – beziehungsweise jede Nacht – statt. Dann werden unter anderem Tische, Fenster und Griffe abgewischt. Auf vielen Strecken sind auch schon tagsüber Mitarbeiter in den Zügen unterwegs, entfernen Abfall, reinigen Toiletten. Die Reinigung der Fußböden und Scheiben erfolgt zwei Mal pro Woche. Die große Grundreinigung steht alle sechs bis acht Wochen auf dem Plan – dann ist unter anderem zusätzlich eine Hochleistungs-Bodenreinigungsmaschine im Einsatz.

Herausforderung: Züge sind im ganzen Land verteilt

Eine große Herausforderung ist, dass die Züge abends nicht alle ins Depot zurückkommen, sondern auf Abstellanlagen im ganzen Land verteilt stehen. Immerhin sind das rund 3000 Züge. Das heißt, die Koordination ist sehr aufwändig, etwa was die fachgerechte Müllentsorgung an den vielen unterschiedlichen Standorten angeht. Herausforderungen sind auch Großveranstaltungen: Manchmal reicht eine ganze Nacht nicht aus, um das Fahrzeug wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Zum Beispiel, wenn große Bierlachen und ganze Müllberge beseitigt werden müssen. Und was Vandalismus angeht – der sorgt nicht nur für Schäden, sondern auch für einen hohen Reinigungsaufwand. 

Zwei Drittel des Waschwassers werden wiederverwertet

Pro Meter Zug werden ca. 40 Liter Wasser verbraucht. Unsere Waschanlagen haben überwiegend ein Kreislaufsystem für das Waschwasser, so dass bis zu zwei Drittel wieder verwendet werden können. Der Rest wird in einer Abwasserbehandlungsanlage so aufbereitet, dass er bedenkenlos in die Kanalisation eingeleitet werden kann.