Deutsche Bahn
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Berlin–München unter vier Stunden

In einem halben Jahr startet die Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld. Derzeit läuft der Testbetrieb, am 16. Juni war Premierenfahrt.

Exakt ein halbes Jahr vor der Eröffnung der Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld hat Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, die Premierenfahrt unternommen. Ein ICE T passierte auf der 107 Kilometer langen Strecke durch den Thüringer Wald 22 Tunnel und 29 Talbrücken. Die Fahrt bedurfte zu diesem Zeitpunkt noch einer behördlichen Sondergenehmigung.  

Premierenfahrt im Testbetrieb

Dr. Richard Lutz: „Bei dieser Strecke komme ich ins Schwärmen. So schnell und komfortabel kommt man künftig nur mit dem Zug von Berlin nach München, und zwar im ICE-Sprinter von City zu City unter vier Stunden. Rund 17 Millionen Einwohner und damit potentielle Kunden werden direkt oder indirekt von diesem Projekt der Superlative profitieren. Das ist die größte Angebotsverbesserung in der Geschichte der Deutschen Bahn. Und wir zeigen: Wir können Großprojekte. Der 10-Milliarden-Euro-Bau liegt exakt im Zeit- und Kostenrahmen!“

Verkürzung der Reisezeiten ab Fahrplanwechsel

 

ICE- und IC-Linien ab 10. Dezember 2017

Bereits 2006 ging die Ausbaustrecke Berlin–Halle/Leipzig für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h in Betrieb. 2015 kam die Neubaustrecke Halle/Leipzig–Erfurt dazu, auf der Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h möglich sind. Parallel zum Bau der VDE 8-Strecke (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8) werden die Eisenbahnknoten Halle, Leipzig und Erfurt umfangreich ausgebaut.

VDE 8

Auf der Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld läuft derzeit der Testbetrieb. Dazu gehören auch die Anpassungen von Infrastruktur und Zügen an das hochmoderne europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System).