Deutsche Bahn
zurück zur Übersicht

Hier werden Züge bis auf die Haut ausgezogen

125-jähriges Jubiläum: Im Instandhaltungswerk Krefeld-Oppum halten rund 1.000 Mitarbeiter ICEs und Züge des Nahverkehrs technisch fit.

Als „Königliche Eisenbahn-Hauptreparaturwerkstatt zu Oppum“ startete das Werk im Jahr 1892. Heute ist das Instandhaltungswerk in Krefeld-Oppum ein High-Tech-Standort der Deutschen Bahn. Bis auf die Haut zieht die DB hier regelmäßig ihre elektrischen Triebzüge aus. „Schwere Instandhaltung“ heißt das im Fachjargon. „Vor allem bei der Instandhaltung der ICE-Züge sind wir überregional führend. Die Vielfalt der Gewerke ist unsere Stärke genau wie das Know-how, das hier am Standort über Jahrzehnte gewachsen ist“, erläutert Werkleiter Raphael Bayer.

Vor historischer Fassade warten Achsen auf ihren Einsatz

Rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 86 Auszubildende sind hier tätig. Gearbeitet wird teilweise im Drei-Schichtbetrieb jeweils von Sonntagabend bis Samstagmittag.

Lagerhalle

Besonderes Augenmerk liegt neben der ICE-Instandhaltung auf der Drehgestell- und der Stoßdämpferwerkstatt sowie der sogenannten Ganzzugsbehandlung für Züge des Nahverkehrs. Hier bekommen Züge teilweise die tonnenschweren neuen Drehgestelle oder Radsätze, neue Motoren und elektrische Leitungen eingebaut. 

Neue Drehgestelle für den Regionalzug

Moderne Technik sorgt dafür, dass die schweren Lasten nicht zur Belastung für die Mitarbeiter werden. So etwa in der Stoßdämpferwerkstatt, wo ein Manipulator große Bauteile hebt und in die Prüfmaschine einschwingt.

Ein Regionalzug auf der Arbeitsbühne

Neben der reinen Instandsetzung übernehmen die Krefelder auch die Neufertigung von Komponenten und das Redesign der Elektrotriebzüge und ICE-Baureihen. Die Kunden kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die S-Bahn München beispielsweise hat unlängst die Modernisierung ihrer Züge im Oppumer Werk in Auftrag gegeben.