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Das ist doch Ehrensache

Der Internationale Tag des Ehrenamts am 5. Dezember würdigt all diejenigen, die sich für die gute Sache einsetzen – darunter auch zahlreiche DB-Mitarbeiter.

Der weltweite Aktionstag würdigt das soziale Engagement all derer, die sich in ihrer Freizeit für eine gute Sache einsetzen. Darunter sind auch viele Kolleginnen und Kollegen der DB. Die Deutsche Bahn Stiftung fördert mit dem Programm „Ehrensache“ gemeinnützige Organisationen, in denen sich DB-Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Einzelvorhaben werden mit bis zu 500 Euro gefördert, Teamvorhaben mit bis zu 1.500 Euro. Hier erzählen einige Kollegen, wo sie sich engagieren – und warum ihre Organisation die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen kann.

Kerstin Oldenburg (Dortmund): Gasthaus statt Bank – Essen für Bedürftige

Ehrenamt

Sonntagmorgen, kurz vor 8 Uhr. Vor der Tür warten bereits die ersten Gäste. Wie an jedem Sonntag ist Kerstin Oldenburg auch heute seit 6 Uhr da, um Tische einzudecken und Servierwagen mit Lebensmitteln zu bestücken. Der Gastraum ist mittlerweile bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Laufe des Vormittags werden hier bis zu 300 Gäste essen. „Zu uns kann jeder kommen, der bedürftig ist“, so die 53-Jährige. Sie hatte sich bereits 2016 bei Ehrensache beworben und erhielt für ihre Einreichung eine Förderung: „Wir haben uns sehr über die Unterstützung gefreut. So konnten wir gut wärmende Bundeswehrschlafsäcke erwerben und im Winter an Bedürftige ausgeben. Obwohl regelmäßig Lebensmittelspenden eingehen, fehlt oft einiges. Dank Ehrensache können wir bei Bedarf nun auch Butter, Käse, Wurst oder Obst dazukaufen.“ Die 19-jährige Annika leitet das Team der Ehrenamtlichen: „Wenn man hört: ‚Das Frühstück hat wieder super geschmeckt‘ oder ‚Vielen Dank, dass es euch gibt’ – natürlich geht es einem dann besser.“

Danny Christoph (Leipzig): Sportpädagogik fördern

Ehrenamt

Bei DB Fernverkehr arbeitet der Schienenfahrzeugelektriker im Werk Leipzig. Danny Christoph (42) hält die Elektrik, Elektronik und für die Sicherheit relevante Teile in den ICE und IC 2-Zügen instand. Im SV Liebertwolkwitz leitet er die Fußballabteilung. Besonderes Augenmerk richtet er auf die Qualifizierung der Trainer: „Nicht nur der sportliche Umgang mit unseren Kindern und Jugendlichen zählt. Wichtig ist die richtige pädagogische Herangehensweise. Ich selbst habe die B-Lizenz erworben und versuche mein Wissen ständig weiterzugeben, also im sächsischen Fußballverband die Leute auszubilden.“ Verletzungsbedingt kann Danny Christoph nicht mehr aktiv Fußball spielen, trainiert jedoch im SV den Jahrgang U11. Mit dem „Ehrensache“-Fördergeld konnte 2016/17 zwei Trainern die Grundausbildung finanziert werden. Sie haben nun die Basisqualifikation, um mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Anna Bertram (Hannover): Deutschunterricht für Flüchtlinge

Ehrenamt

Die 23-Jährige arbeitet als Projektmanagerin im Vertrieb der DB Cargo. Als vor zwei Jahren Flüchtlinge unterschiedlichen Alters nach Hannover kamen, entschloss sich Anna Bertram, bei der Integration zu helfen. „Die meisten Flüchtlinge sprachen kein Deutsch. Das war für mich der Ansatzpunkt, um etwas zu tun – ich wollte mithelfen.“ Inzwischen ist Anna Bertram festes Vereinsmitglied im Nachbarschaftskreis Hannover Mitte und gibt an jedem Dienstagabend Deutschunterricht in einer Flüchtlingsunterkunft. Von dem Ehrensache-Fördergeld werden neue Bücher und Lernhefte angeschafft.

Andreas Jung (Saarbrücken): Ferien im Zeltlager

Ehrenamt

Andreas Jung lässt sich bei der DB Engineering & Consulting zum Abnahmeprüfer für Leit- und Sicherungstechnik ausbilden. Seit über 20 Jahren betreibt er aktiv Judo und trainiert inzwischen auch eine Kinder- und Jugendmannschaft in Grügelborn. Der 27-Jährige engagiert sich zudem im Vorstand des Judoclubs. Jedes Jahr in der ersten Sommer-Ferienwoche wird hier traditionell ein Zeltlager ausgerichtet – für die rund 40 Kinder und Jugendlichen eine spannende Zeit. „Das Highlight ist unsere Lagerolympiade. Alle messen sich in spielerischen Wettbewerben und bei Sketchen. Die besten Gruppen werden mit Preisen geehrt. Von unserem Ehrensache-Fördergeld werden wir neue Brett- und Geschicklichkeitsspiele anschaffen.“

Kirsten Weber (Frankfurt/Main): Reittherapie für Kinder und Erwachsene

Ehrenamt

Im Controlling der DB Vertrieb ist Kirsten Weber für Planung und IT-Entwicklung zuständig. In ihrer Freizeit unterstützt sie als Vorstandsmitglied den Frankfurter Reit- und Fahr-Club. „Wir organisieren mit den Schulpferden des Vereins Reitunterricht für Kinder und Erwachsene. Außerdem bieten wir Reittherapie an.“ Davon profitieren Menschen mit und ohne Behinderung. Bei Ehrensache hat sich die 28-Jährige gemeinsam mit zwei ihrer DB-Kollegen beworben, die ebenfalls im Verein engagiert sind. Von dem Fördergeld kann nun unter anderem eine Aufstiegshilfe gekauft werden, die es körperlich eingeschränkten Menschen ermöglicht, selbstständig in den Sattel zu steigen.

Markus Wahlandt (Karlsruhe): Nachhilfe für Lernschwache

Ehrenamt

Markus Wahlandt ist Werkstudent bei DB Netz und unterstützt den Bereich Instandhaltung. Mindestens einmal pro Woche engagiert er sich zusätzlich beim Projekt „2. Chance“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO). „Als Jugendlicher habe ich an einem der Ferienprogramme teilgenommen. Daher weiß ich, wie sinnvoll diese Arbeit ist.“ Der 33-Jährige betreut Lerngruppen, ist aber auch in der Einzelförderung tätig. Im Moment unterstützt er einen afghanischen Jugendlichen dabei, den Realschulabschluss zu erwerben. Die Mittel aus der Ehrensache-Förderung wird der Verein für Lernmaterial und Ausflüge, wie etwa Museumsbesuche, verwenden.

2017 wurden bei der Deutsche Bahn Stiftung mehr als 350 Anträge eingereicht – insgesamt 151 gemeinnützige Vorhaben erhalten eine Förderung. In diesem Jahr kommen die Mittel 132 Einzel- sowie 19 Teamvorhaben aus allen 16 Bundesländern zugute. Das Fördervolumen wurde dabei gegenüber 2016 auf rund 90.000 Euro erhöht.