Deutsche Bahn
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Strecke Berlin-Dresden geht pünktlich ans Netz

Auf 73 Kilometern im Land Brandenburg und vier Kilometern in Sachsen wurden Gleise, Oberleitungen und Bahnsteige modernisiert.

Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember geht nach 16 Monaten Sperrung die Strecke Berlin-Dresden wieder ans Netz. Regional- und Fernzüge fahren wieder auf der Verbindung über Elsterwerda. Mit einem Sonderzug der DB konnten bereits am 5. Dezember Anwohner sowie Amts- und Mandatsträger aus der Region und Projektbeteiligte auf der modernisierten Strecke von Berlin bis Dresden fahren. Der DB-Projektleiter Hans-Jürgen Kieke ist erleichtert: „Bis in die letzten Tage hatten wir zahlreiche Herausforderungen zu meistern – von Baugrundschwierigkeiten bis zu Sturmschäden; doch alle Projektbeteiligten haben Wort gehalten: Die Strecke ist wieder in Betrieb.“

Veraltete Stellwerkstechnik abgelöst

Seit August 2016 wurde auf 73 Kilometern im Land Brandenburg gebaut. Unter anderem wurden rund 840.000 Kubikmeter Erdstoffe bewegt – auf Eisenbahnwaggons verladen würde das einen Zug ergeben, der fast so lang wie die Strecke Berlin-Dresden im Land Brandenburg ist. 112.000 Eisenbahnschwellen, 134 Kilometer Schienen, hunderte Kilometer Kabel mussten verlegt, 1.800 neue Oberleitungsmaste aufgestellt werden. Erneuert wurden Bahnsteige und Bahnsteigzugänge sowie 7 Eisenbahnbrücken und 19 Durchlässe. Mit moderner computergesteuerter Betriebsleit- und Sicherungstechnik, für die sechs neue Stellwerke errichtet wurden, konnte die veraltete Stellwerkstechnik abgelöst werden. Für den Ersatz von 18 Bahnübergängen wurden 13 Straßen- und zwei Eisenbahnbrücken sowie 14 Kilometer Straßen neu gebaut.

Zum feierlichen Anlass war der Zug mit Weihnachtswünschen beschriftet

Fahrzeit soll auf 80 Minuten verkürzt werden

Seit Beginn des Ausbaus der Verbindung Berlin-Dresden haben Bund, EU,  Bahn, Länder und Kommunen bereits über 400 Millionen Euro investiert. Voraussichtlich bis Ende 2020 wird die gesamte Strecke Berlin-Dresden mit der neuesten Version des einheitlichen europäischen Zugsicherungs- und Steuerungssystem ETCS ausgerüstet. Das ist die Voraussetzung, um den grenzüberschreitenden Verkehr zu vereinfachen und auf der Strecke Berlin-Dresden mit Tempo 200 fahren zu können. Ziel des Gesamtausbaus der Bahnstrecke Berlin–Dresden ist es, die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen der sächsischen Landeshauptstadt und der Hauptstadt der Bundesrepublik perspektivisch auf 80 Minuten zu verkürzen. Eine Stunde 48 Minuten fahren die Fernverkehrszüge von Berlin Hbf nach Dresden Hbf aktuell. Perspektivisch soll die Fahrzeit nach Abschluss aller Baumaßnahmen auf 80 Minuten verkürzt werden.