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190 neue Videokameras für Hamburgs Hauptbahnhof

DB und Bund investieren rund 1,7 Millionen Euro in modernste Videotechnik, um die Live-Beobachtung und Aufzeichnung rund um die Uhr zu verbessern.

Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei weiten kontinuierlich die Videoüberwachung an Bahnhöfen aus. Am Hamburger Hauptbahnhof ist hochmoderne digitale Technik zur Videoüberwachung und -aufzeichnung in Betrieb gegangen.

Mehr Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter

Die Bilder von insgesamt 190 Videokameras werden zur Bundespolizei und in die Betriebszentrale des Bahnhofs übertragen. Hans-Hilmar Rischke, Sicherheitschef der Deutschen Bahn: „Für uns steht die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter an erster Stelle. Der am stärksten genutzte Hauptbahnhof Deutschlands ist nun mit bester Videoüberwachungstechnik ausgestattet. Sie macht den Bahnhof sicherer und unterstützt die Bundespolizei bei ihrer Arbeit.“ Ein weiterer Videoausbau ist für die Bahnhöfe in Harburg, Dammtor, Altona sowie die S-Bahnhaltepunkte Jungfernstieg, Landungsbrücken und Hamburg Airport (Flughafen) geplant. Die Bundespolizei speichert die Videobilder gemäß den Vorgaben des Datenschutzes temporär und nutzt Aufzeichnungen für polizeiliche Zwecke. Zugriff auf die Aufzeichnungen hat nur die Bundespolizei.

Videokameras für mehr Sicherheit

Ab sofort beste Auflösung der Bilder

Normen Großmann, Leiter der Bundespolizeiinspektion Hamburg: „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Gewaltkriminalität, dem hohen Niveau der Eigentumskriminalität und der anhaltenden abstrakten Gefahr terroristischer Anschläge kommt dem Einsatz von Videotechnik im öffentlichen Raum eine hohe Bedeutung zu. Dies gilt insbesondere für einen hochfrequentierten Ort wie dem Hamburger Hauptbahnhof, der täglich von ca. 500.000 Personen genutzt wird. Bereits die vorherige Videotechnik unterstützte die polizeiliche Arbeit in unverzichtbarer Art und Weise. Die neue Technik können wir noch wesentlich effektiver nutzen. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn wollen wir mit dem Einsatz moderner Videotechnik für mehr Sicherheit sorgen. Mit der neuen Videoüberwachungstechnik wurden Kameras im Hauptbahnhof installiert, die in Full HD aufzeichnen. Diese ersetzen die bislang genutzten sechzig analogen Videokameras und tragen aufgrund der hervorragenden Bildqualität wesentlich dazu bei, Straftaten durch die Identifikation des Täters oder den Nachweis der Tathandlung aufzuklären. Auch zum Zwecke der Fahndung hat die verbesserte Bildqualität erhebliche Vorteile. Natürlich entfaltet das System auch per se präventive Wirkung und kann potentielle Straftäter abschrecken. Ein begünstigender Tatauslöser ist häufig das Wissen oder die Vermutung der Täter, unbeobachtet zu sein und nicht erkannt zu werden.“

Investition von Bund und Bahn

Die DB hat ein rund 19 Kilometer Länge umfassendes Kabelnetzwerk zur technischen Übermittlung der Videosignale neu installiert. Die Investition von rund 1,7 Millionen Euro stammt aus dem von Bund und Bahn gemeinsam aufgelegten Programm zur Ausweitung und Modernisierung von Videotechnik an großen Bahnhöfen. Gemeinsam investieren Bund und Bahn bis 2023 rund 85 Millionen Euro in Modernisierung und Ausbau der Videotechnik an deutschen Bahnhöfen. Weitere 10 Millionen Euro investiert die DB allein in diesem Jahr, um die Videotechnik weiterer Bahnhöfe zu modernisieren und zu ergänzen. Die Deutsche Bahn betreibt schon heute 7.000 Videokameras an mehr als 1.000 Bahnhöfen. Weitere 28.000 Kameras sind in Zügen des Nah- und S-Bahnverkehrs installiert. Die Deutsche Bahn nutzt die Videotechnik zur Überwachung der Betriebsabläufe und zur Präzisierung von Zugansagen. So profitieren Bahnkunden nicht nur von mehr Sicherheit, sondern auch von effizienter Steuerung der Betriebsabläufe und verbesserter Kundeninformation.