Deutsche Bahn
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DB Museum stellt Programm für 2018 vor

Die Ausstellung zur deutsch-deutschen Verkehrsgeschichte nach 1945 in Nürnberg gehört zu den Highlights des Jahres. Aber auch die anderen Standorte sind einen Besuch wert.

„Mehr als 600 Exponate auf 600 Quadratmetern werden die Rolle der Eisenbahn in West und Ost deutlich machen“, sagte Museumsdirektor Dr. Oliver Götze. Seit zwei Jahren gestalten die Experten den neuen Teil der Dauerausstellung unter dem Titel „Im Deutschland der zwei Bahnen“ und bilden dabei unterschiedliche Themen ab: Unter dem Titel „Wiederaufbau und Störfreimachung“ wird es um die Nachkriegszeit gehen. In „Modernisierung und Stillstand“ spielen die Elektrifizierung und der Beginn des Computer-Zeitalters eine Rolle, aber auch Bedeutungsverlust der Eisenbahn als Verkehrsmittel. Der Teil „Krise und Mauerfall“ beschäftigt sich mit der Krise der Bahn im Westen, die in der Bahnreform mündete, und mit der Krise im Osten, an deren Ende der Mauerfall stand. „Neben zahlreichen Objekten integrieren wir interaktive Elemente“, erklärte Rainer Mertens, stellvertretender Direktor des Museums. Im Zentrum aber stehen Zug-Modelle wie der Triebkopf des TransEuropExpress und eine V 180101.

Geschichte als Kostprobe

Vor der Eröffnung der Schau am 7. Juni veranstaltet das Museum eine Reihe von Vorträgen, Führungen und Workshops. Außerdem ist ein Kinoabend mit historischen Werbefilmen und ein kulinarischer Rundgang mit Gerichten aus den Speisewagen von Reichsbahn und Bundesbahn geplant. Mit den Dieseltriebzügen TransEuropExpress und Vindobona werden ab Juli zwei Legenden der Schiene erstmals gemeinsam auf dem Nürnberger Museumsgelände zu sehen sein. „Beide Fernverkehrszüge waren wegweisend für den Schienenverkehr der 1950er und 1960er Jahre in West und Ost“, sagte Mertens.

Erkundungstour durch 200 Jahre Eisenbahn

Der neue Teil komplettiert das Herzstück des DB Museum: die große Dauerausstellung zur kompletten Geschichte der Eisenbahn. Auf zwei Etagen können Besucher mehr als 200 Jahre Eisenbahngeschichte in allen Facetten erkunden. Der Bogen spannt sich von den Anfängen in England um das Jahr 1800 über die Blütezeit der Industrialisierung bis hin zum Aufbruch in die Zukunft. Das Museum besitzt deutschlandweit 600 Loks und Wagen. Auf dem Freigelände in Nürnberg können Besucher Legenden der Schiene bestaunen, etwa den Nachbau der Dampflokomotive Adler, die Weltrekordlok S2/6 und den Fliegenden Hamburger.

„Geheimsache Bahn“

In diesem Jahr tut sich auch an den Standorten Koblenz und Halle des DB Museums einiges. „Die Elektroloks E 69 004 und 103 001 sind restauriert und werden beim Sommersfest in Koblenz am 16. Und 17. Juni zu sehen sein“, stellte Museumsdirektor Götze in Aussicht. Das DB Museum Halle zeigt beim Sommerfest (25./26. August) Dieselloks. Außerdem kündigte Götze für den Herbst eine Sonderausstellung unter dem Arbeitstitel „Geheimsache Bahn“ in Nürnberg an: Die Experten gehen Mythen, Legenden und Skandalen aus 200 Jahren Eisenbahngeschichte auf den Grund und klären so manche Unwahrheit auf.