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Das Lärmsanierungsprogramm der Regierung

Lärmsanierung bei der Deutschen Bahn

Insgesamt 442 Kilometern Schallschutzwände hat die DB bereits gebaut und über 48.300 Wohnungen mit Schallschutzfenstern ausgestattet. Damit sind rund 30 Prozent aller Strecken des Programms lärmsaniert. Welche noch fehlen, zeigt eine Prioritätenliste.

Seit 1999 setzt die DB das Lärmsanierungsprogramm der Bundesregierung um. Mit einer Gesamtkonzeption, die das Verkehrsministerium in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn entwickelt hat, liegt seit 2005 ein Überblick über den Gesamtbedarf der Lärmsanierung vor.

Mithilfe des Lärmbelastungskatasters der DB, in dem die Schallausbreitung aller Bahnstrecken dargestellt werden können, wurde ermittelt, welche Gegenden besonders hoch von Schienenlärm belastet sind. Generell gilt: Je lauter die Strecke und je mehr Personen betroffen sind, desto eher wurde die Strecke in die so genannte Prioritätenliste des Lärmsanierungsprogramms aufgenommen.

Schallschutz an der Strecke schon weit fortgeschritten

In den Jahren zwischen 1999 und 2012 errichtete die Deutsche Bahn bereits 442 Kilometer Schallschutzwände und baute in über 48.300 Wohnungen Schallschutzfenster ein. Allein in 2012 sind rund 55 Kilometer Schallschutzwände entstanden und rund 2.000 Wohnungen mit Schallschutzfenstern lärmsaniert worden. Insgesamt umfasst das Lärmsanierungsprogramm etwa 3.700 Kilometer Bahnstrecke, von denen nun über 1.200 Streckenkilometer fertig gestellt sind. 

Ursprünglich hatte die Bundesregierung der DB für die Umsetzung des Lärmsanierungsprogramms jährlich rund 51 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2007 hatte der Bundestag  beschlossen, die Mittel auf 100 Millionen pro Jahr zu erhöhen. Das war ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Anwohner stark befahrener Strecken vom Schienenlärm.

Zusätzliches Geld aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm II des Bundes

Aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm II des Bundes soll die DB Netz AG bis Ende 2014 zusätzliche bis zu 40 Millionen Euro für den Lärmschutz bekommen. Die Maßnahmenliste ist zwischen dem Bund und der DB Netz AG abgestimmt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Mittelrheintal.

Lärm entsteht am Fahrzeug - dort sollte er auch verhindert werden

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Um die weitere Sanierung zu beschleunigen, setzt sich die Deutsche Bahn dafür ein, dass auch lärmmindernde Maßnahmen an den Fahrzeugen gefördert werden können. Denn am effektivsten ist es, die Entstehung von Lärm gleich an der Quelle zu verhindern, wie beispielsweise durch den Einbau der Verbundstoffbremssohle in Güterwagen. Diese „Flüsterbremse“ verhindert ein Aufrauen der Räder und halbiert das Rollgeräusch der Züge.

60.000 Wagen müssen umgerüstet werden

Zwar wurde im Rahmen des aus Bundesmitteln geförderten Programms „Leiser Rhein“ die Förderung der Umrüstung von 1.250 Wagen auf leise Bremssohlen durch die Bundesregierung zugesagt. Mehr Unterstützung aus den ursprünglich für 5.000 Wagen geplanten Mitteln konnte die Bundesregierung bei der EU-Kommission aus wettbewerbsrechtlichen Gründen jedoch nicht erreichen. Durch eine weitere Förderung der Verbundstoffbremssohle würde die Lärmsanierung aber wesentlich schneller vorangehen. Dennnoch fehlen rund 60.000 Wagen aus dem längerfristig einzusetzenden Fahrzeugbestand, bis die gesamte Flotte von DB Schenker mit leisen Sohlen fährt.

Letzte Aktualisierung: 20.03.2013

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