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Auf dem Weg zum Umwelt-Vorreiter

„Umwelt-Vorreiter“ zu sein ist das Ziel, das wir uns in unserer Konzernstrategie „DB2020+“ gesetzt haben. Dafür setzen wir Maßstäbe mit unseren Produkten und durch unser Handeln.

Als internationaler Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen und als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands tragen wir eine besondere Verantwortung – für Kunden, Mitarbeiter, Gesellschaft und für die Umwelt. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, haben wir uns im Rahmen unserer Strategie „DB2020+“ vorgenommen, bis zum Jahr 2020 profitabler Qualitätsführer zu werden, zu den Top-10-Arbeitgebern in Deutschland zu gehören und Umwelt-Vorreiter zu sein.

Auf dem Weg zum Umwelt-Vorreiter konzentrieren wir uns auf fünf Handlungsfelder: Auf den Klimaschutz, die Lärmminderung und die Ressourceneffizienz als unsere Top3-Ziele, außerdem auf die Luftreinhaltung und den Naturschutz. In allen fünf Feldern haben wir uns Ziele gesetzt und nachvollziehbare Maßnahmen hinterlegt.

Top-Ziel: CO₂e-Emissionsreduktion

Um unseren Treibhausgas-Ausstoß so gering wie möglich zu halten arbeiten wir vor allen Dingen daran, Energie effizient zu nutzen, möglichst wenig zu verbrauchen und den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen. Unser neues Ziel heißt hier, unsere spezifischen CO₂e-Emissionen - also die Emissionen pro Personen- und Tonnenkilometer - unserer weltweiten Verkehre bis 2030 um 50 Prozent im Vergleich zu 2006 zu senken. Das ursprüngliche Ziel von 20 Prozent hatten wir bereits im Vorjahr und damit sechs Jahre früher als geplant erreicht. 

Auch haben wir unser Klimaschutzziel anspruchsvoller gestaltet, indem wir nicht mehr nur die reinen CO₂- Emissionen in die Zielstellung einbeziehen, sondern auch andere Gase mit hoher Klimawirksamkeit wie Methan oder das auch als Lachgas bekannte Distickstoffmonoxid berücksichtigen. Diese Gase werden CO₂-Äquivalente (CO₂e) genannt, da sie in CO₂ umgerechnet werden. Gleichzeitig hat sich DB Schenker als erster internationaler Logistiker dazu verpflichtet, in der nächsten Dekade CO₂-frei zu wachsen. Gegenüber dem Jahr 2006 soll der spezifische Ausstoß der Treibhausgase um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

Top-Ziel: Lärmreduktion

Bis 2020 wollen wir den Schienenverkehrslärm in Deutschland halbieren. Das Bezugsjahr hierfür ist das Jahr 2000. Für die Umsetzung haben wir seit 2012 ein eigenes Konzernprojekt und die Position des Lärmschutzbeauftragten eingerichtet. Um unser Halbierungsziel zu erreichen treiben wir die Lärmsanierung an bestehenden Gleisen weiter voran, setzen immer mehr Güterwagen mit leisen Bremsen ein und erforschen und testen stetig neue Instrumente, die sowohl am Gleis als auch an Zügen lärmmindernd wirken. 

Top-Ziel: Material- und Ressourceneffizienz

Da die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen immer knapper werden, steht auch der sorgsame Umgang mit Rohstoffen als drittes Top-Ziel auf unserer Agenda. Zentrales Element ist dabei, künftig eine Recyclingquote von 95 Prozent zu erreichen, 95 Prozent unseres Abfalls also wieder einem Recycling zuzuführen. Dieses Ziel hatten wir in den letzten Jahren bereits erreicht und wollen die hohe Quote halten. Außerdem setzen wir darauf, Stoffe so lange wie möglich im Einsatz zu behalten und selbst möglichst viele Recyclingmaterialien zu verwenden.

Luftreinhaltung gezielt umsetzen

Auf dem Feld der Luftreinhaltung haben wir unser neuestes Ziel definiert: Bis 2020 wollen wir 55 Prozent der absoluten Partikelemissionen unserer Fahrzeuge in Deutschland reduzieren. Bezugsjahr für diese Marke ist das Jahr 2010. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf den Schienenverkehr, wo wir alte Loks umbauen und viele neue, schadstoffarme Modelle einkaufen, sondern beziehen auch eigene Busse und Lkw sowie den DB Fuhrpark ein – auch im Ausland, wo DB Arriva derzeit 280 Gas-, 530 Hybrid- und 8 Elektrobusse betreibt.

Allein in Großbritannien betreibt DB Arriva 450 Hybridbusse. Zudem werden alte Dieselbusse zu Elektro-, Hybridbussen umgerüstet, so dass sich die Lebensdauer verlängert und gleichzeitig Emissionen eingespart werden. 

Natur- und Artenschutz verbessern 

Wenn wir Strecken neu- oder ausbauen achten wir bereits ab der Planungsphase darauf, nicht in den Naturhaushalt einzugreifen. Ist das nicht möglich, schaffen wir einen entsprechenden Ausgleich, damit zum Beispiel Lebensräume für seltene Tierarten nicht verloren gehen. Wir wollen aber über gesetzliche Regelungen hinausgehen und haben uns deshalb viele weitere Schwerpunkte gesetzt: nicht mehr genutzte DB-Flächen an die Natur zurückzugeben beispielsweise oder effektiveren Vogelschutz an unseren Oberleitungen.