Deutsche Bahn
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Klimaschutz

Für einen effektiven Klimaschutz wollen wir unsere CO₂-Emissionen immer weiter reduzieren. Damit dies gelingt, benötigen wir Transparenz darüber, wo die CO₂-Emissionen entstehen. Hier finden Sie alle relevanten Daten zum Thema Energie und CO₂-Emissionen.

Unser CO₂-Fußabdruck 

Unser CO₂-Fußabdruck bildet die Menge der Treibhausgasemissionen ab, die der DB-Konzern in einem Jahr verursacht. Er setzt sich zusammen aus den Emissionen aller Fahrten und Transporte des DB-Konzerns – im Schienen-, Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr –, sowie den Emissionen der stationären Anlagen wie Bahnhöfe oder Werkstätten und den Emissionen des Fuhrparks, zudem beispielsweise Firmenfahrzeuge gehören. Weitere Treibhausgase, wie die Emissionen aus der Lieferkette, sind dabei derzeit noch nicht berücksichtigt. 

Unser CO2-Fußabdruck

Was sind CO2-Äquivalente?

Die absoluten CO₂-Emissionen, sowie die zusätzlichen betrachteten Treibhausgase - CO₂- Äquivalente beinhalten nicht nur die CO₂- Emissionen, sondern berücksichtigen auch die wichtigsten fünf weiteren klimawirksamen Gase wie Methan oder Lachgas (Distickstoffmonoxid) sind die Grundlage für die Berechnung der spezifischen CO₂e-Emissionen und auch der Berechnung unseres Klimaschutzziels in den dafür getroffenen Abgrenzungen. Außerdem sind sie Gradmesser für die Effizienzmaßnahmen, die wir umsetzen und bilden eine Basis, um sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen. 


Absolute CO2 Äquivalente nach Fahrten, Transporte und stationäre Anlagen [in Mio. Tonnen (t)]
2016
2015
2014
Gesamt
21,19
21,76
22,09
-davon Schienenpersonennahverkehr3,103,233,28
       -davon Deutschland2,882,662,72
-davon Schienenpersonenfernverkehr0,520,490,43
-davon Busverkehr1,781,791,69
       -davon Deutschland0,670,710,60
-davon Schienengüterverkehr2,052,312,43
-davon Straßengüterverkehr 1)3,893,744,26
-davon Luftfracht 2)6,165,995,66

-davon Seefracht 2)

2,072,582,91
-davon sonstige Verkehre 3)0,110,110,10
-davon stationäre Anlagen1,511,521,33
Well-To-Wheel (WTW), Scope 1-3, 2013 DB Cargo stationär nur Deutschland

1) Methodenänderung ab 2015.

2) Mit Vor-und Nachlauf, Methodenänderung ab 2015 (Luftfracht).

3) Unter anderem DB Fuhrpark, innerbetrieblicher Verkehr. 


Aufteilung der CO2-Äquivalente nach Scopes

Die Aufteilung der CO₂-Äquivalente auf die verschiedenen Emissionsbereiche (Scopes) zeigt, dass ein hoher Anteil der Treibhausgasemissionen bei beauftragten Dienstleistern im Speditions- und Logistikgeschäft anfällt. Dies bedeutet eine besondere Herausforderung bei der Steuerung von Reduktionsmaßnahmen, aber auch bei der Erhebung der Daten. Der DB-Konzern arbeitet kontinuierlich an Maßnahmen zur Verbesserung der Datengrundlagen.


CO2-Äquivalente nach Scopes



Für die Berechnung des Fußabdruckes berücksichtigen wir die Empfehlungen des so genannten Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard (GHG Protocol der beiden unabhängigen Institute World Resources Institute (WIR) und World Business Council for Sustainable Development (WBCSD)). Den Empfehlungen zufolge betrachtet die DB ihre Emissionen getrennt nach so genannten Scopes: Scope 1 umfasst die Emissionen aller DB-eigenen Fahrzeuge, Scope 2 die Emissionen, die durch den Strom entstehen, die sie anderen Bahnen bereit stellt und Scope 3 die Emissionen der Transportdienstleistungen aller Subunternehmer, wobei davon nur solche einfließen, die aus Transporten entstehen.

Die dargestellten Scope 2-Emissionen in Höhe von 5,51 Mio. Tonnen CO₂e (25 Prozent) berücksichtigen wie bisher marktbasierte Mechanismen, das heißt alle vertraglich geregelten Instrumente zur Erzeugung und Handel von Strom aus erneuerbaren Energien werden einbezogen.

Gemäß des im Jahr 2015 veröffentlichten Leitfadens des Greenhouse Gas Protocol zu dualem Reporting weisen wir zusätzlich auch Scope 2-Emissionen nach dem Standortprinzip („location-based“) aus. Legen wir für die Bilanzierung die jeweiligen nationalen Strommixe zugrunde, beträgt der Scope 2 insgesamt 6,21 Mio. Tonnen CO₂e.

Erneuerbare Energien

Um Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen ist ein Umdenken in der Energiegewinnung nötig. Zukunftsfähig sind nur Energiequellen, die sich selbst erneuern. Unsere Vision bis zum Jahr 2050 ist ein CO2-freier Schienenverkehr in Deutschland.

Um das zu schaffen kombiniert die DB verschiedene grüne Energieträger. Die Hauptquelle ist traditionell Wasserkraft: Bereits seit über 100 Jahren bezieht die DB Strom aus verschiedenen Wasserkraftwerken in Deutschland. Eine weitere Quelle sind 48 Windrädern in fünf Windparks.

Aus Sonnenenergie speist die DB derzeit keinen Strom direkt in den Bahnstrom ein, seit 1997 aber überlässt sie einige ihrer Flächen Investoren, um darauf Solaranlagen zu bauen.

Züge fahren mit dem größten Anteil an grünem Strom

Mehr als 90 Prozent des DB-Zugverkehrs fährt elektrisch. Das ist ein Vorteil gegenüber anderen Verkehrsträgern, wenn es um die Steigerung des Ökostromanteils geht. Insbesondere, weil wir den Energiemix über das eigene und autarke Stromnetz zu einem großen Teil selbst steuern.

Neues Ziel gesetzt

Unser neues Ökostrom-Ziel heißt: Bis 2030 steigern wir den Anteil erneuerbarer Energien im Bahnstrom auf 70 % - bezogen auf die DB-eigenen Transporteure.

Bahnstrommix Torte

Unsere ursprüngliche Zielsetzung von 35 % haben wir mit einem Ökostromanteil von 42 % in 2015 bereits vorzeitig erreicht. Diesen Wert konnten wir auch 2016 halten.  Dieses Ziel bezog sich auf den Anteil erneuerbarer Energien im gesamten Bahnstrommix, also auf den Bahnstrom, den sowohl unsere eigenen Transporteure als auch dritte Eisenbahnverkehrsunternehmen nutzen. Mit unserem neuen Ziel werden unsere eigenen Aktivitäten zum Ausbau der erneuerbaren Energien transparenter. 

Dass wir unser altes Ziel vorzeitig erreicht haben, liegt vor allem an den grünen Angeboten, mit denen viele Kunden der DB seit 2013 automatisch komplett grün fahren. Dafür beschafft die DB seitdem zusätzlichen Ökostrom. An den 42 % erneuerbarer Energien im Bahnstrommix tragen die grünen Angebote einen Anteil von 15 Prozentpunkten. Ab dem 01.01.2018 fahren alle 140 Millionen Reisende im Fernverkehr der Deutschen Bahn mit 100 Prozent Ökostrom. 

Photovoltaik-Anlagen auf DB-Flächen

Wir stellen Investoren Flächen und Dächer für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung. Im Jahr 2016 hat insbesondere die Eröffnung des zweiten CO₂- freien Bahnhofs in Lutherstadt Wittenberg zu einer weiteren Erhöhung der installierten Leistung auf insgesamt 22,5 MWp geführt. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Bereits seit  2014 ist der grüne Bahnhof in Kerpen-Horrem in Betrieb. In 2017 wird unser erstes CO₂- freie ICE- Werk in Betrieb gehen. Dadurch wird der Anteil der Photovoltaik- Anlagen weiter ansteigen.

Bremsenergierückspeisung

Moderne Fahrzeuge recyceln die Energie, die beim Bremsen freigesetzt wird und speisen diese in die Oberleitung zurück. So kann der Strom von anderen Fahrzeugen wieder als Antriebsenergie genutzt werden. Grundsätzlich gilt: Je neuer die Züge, desto effektiver die Bremsenergierückspeisung.

Insgesamt wurden im Jahr 2016 rund 1.257 GWh Strom "recycelt" und wieder ins Bahnstromnetz gespeist. Das entspricht einer Rückspeisequote von 14 Prozent. Im Vorjahr waren es 13 Prozent. 

Bremsenergierückspeisung in GWh201620152014
Gesamt1.2571.2191.130
Schienenpersonennahverkehr800781697
Anteil am Gesamtstrombezug in %191816
Schienenpersonenfernverkehr304278280
Anteil am Gesamtstrombezug in %1111

11

Schienengüterverkehr153160153
Anteil am Gesamtstrombezug in %776

Absoluter Primärenergieverbrauch des DB-Konzerns

Den absoluten Primärenergieverbrauch unserer Fahrten und Transporte dokumentieren wir konzernweit - also für alle unsere Verkehre sowohl auf der Schiene, auf der Straße als auch zu Wasser und in der Luft.

Absoluter Primärenergieverbrauch der Fahrten, Transporte und stationären Anlagen des DB-Konzerns [in TJ]
2016
2015
2014
Gesamt
292.926320.040
327.969
-davon Schienenpersonennahverkehr50.25350.71651.427
       -davon Deutschland39.79742.35443.317
-davon Schienenpersonenfernverkehr15.15613.88813.797
-davon Busverkehr26.15426.94425.577
       -davon Deutschland9.53210.0338.570
-davon Schienengüterverkehr34.23437.16638.718
-davon Straßengüterverkehr 1)55.16553.21759.689
-davon Luftfracht 2)83.40380.74676.648
-davon Seefracht 2)26.97733.54537.872
-davon sonstige Verkehre 3)  1.584  1.560  1.453
-davon stationäre Anlagen23.34622.25822.743
Well-To-Wheel (WTW), Scope 1-3


1) Methodenänderung ab 2015.

2) Mit Vor- und Nachlauf, Methodenänderung ab 2015 (Luftfracht).

3) Unter anderem DB Fuhrpark, innerbetrieblicher Verkehr.

Primärenergieträgermix nach Energieträgern:

Primärenergieträgermix der Fahrten, Transporte und stationären Anlagen nach Energieträgern [in %] 1)201620152014
Mineralöle/Heizöle 1)696969
Strom 2)303029
Gas111
Fernwärme 2)1
11

Scope 1-3, 2013 DB Cargo nur Deutschland

1) Inklusive Heizöl, Kohle, Diesel, Schweröl, Kerosin

2) Analog zu den Vorgaben der Global Reporting Initiative werden Strom und Fernwärme als eigenständiger Primärenergieträger betrachtet, auch wenn beispielsweise Kohle als Energieträger zur Stromerzeugung genutzt wurde. Die Ausweisung des Bahnstrommix finden Sie im Integrierten Bericht oder unter www.deutschebahn.com/erneuerbareenergien.