Deutsche Bahn
zurück zur Übersicht

Ressourceneffizienz

Da Rohstoffe knapper werden, ist es nötig, mit den Ressourcen sparsam umzugehen. Wir arbeiten nach dem Dreiklang: Rohstoffe so lange wie möglich einsetzen, möglichst viele Abfälle zu recyceln und Recyclingmaterialien einsetzen.

Abfälle recyceln

Indem wir unsere Recyclingquote erhöhen, fördern wir aktiv die Nutzung von Sekundärrohstoffen und senken den Verbrauch von wertvollen Primärrohstoffen.

 Knapp 13 Millionen Tonnen Abfall fielen im Jahr 2016 im DB-Konzern an. Über 97 Prozent dieser Abfälle haben wir im Jahr 2016  konzernweit recyceln lassen. Eine thermische Verwertung, also das Verbrennen von Abfall, sehen wir dabei nicht als Recycling an. Sie geht daher nicht in die Quote ein.

Abfallmenge nach Entsorgungsarten201620152014
Abfall insgesamt in Tausend t12.92111.8146.381
     Recyclingquote in %97,397,295,6
     Anteil thermische Verwertung in %1,41,62,7
     Anteil Beseitigung in %1,41,21,7
Anteil gefährlicher Abfälle an Gesamtmenge 1)5,16,315,7

Ohne DB Arriva. Die Daten für das Jahr 2016 sind Hochrechnungen und entsprechen den per Dezember 2016 verfügbaren Erkenntnissen und Einschätzungen. 1) Gemäß Abfallverzeichnisverordnung z.B. Altöl.

Bauabfälle dominieren Recyclingquote

Dominiert wird diese gute Recyclingquote von dem Recycling der Bauabfälle aus der Bahninfrastruktur, zu denen etwa Schotter und Bodenmaterialien wie Schwellen gehören. Denn mit 95 Prozent machen sie den größten Teil unseres Gesamtabfalls aus. Gleichzeitig erreichen wir hier eine besonders hohe Recyclingquote: 2016 haben wir 97,3 Prozent der ausgebauten Baumaterialien dem Recyclingkreislauf zugeführt. Die restlichen Prozent setzen sich aus Schrotten, Altölen, Siedlungsabfällen, Papierabfällen, Verpackungen und Elektroabfällen zusammen.

Unsere Herausforderung in den kommenden Jahren ist zum einen, die Quote der Bauabfälle auf dem hohem Niveau zu halten, zum anderen aber, auch in den übrigen Bereichen eine Steigerung zu erreichen. Ein Schwerpunkt werden dabei die sogenannten Siedlungsabfälle sein. Nämlich der Abfall, der  in Bahnhöfen und Zügen anfällt. Hier wollen wir die Recyclingquote in den kommenden Jahren erhöhen.

Abfallmenge nach Abfallarten in Tausend t201620152014
Abfall insgesamt 12.92111.8146.381
     davon Bauabfälle12.40011.2205.782
     davon Schrott375458481
     davon Elektronikschrott4,32,23,3
     davon Siedlungsabfälle70,168,956,0
     davon Papier25,323,116,8
     davon Altöl6,65,95,1
     davon Sonstige 1)40,135,737,2

Die Daten für das Jahr 2015 entsprechen den per Dezember 2016 verfügbaren Erkenntnissen und Einschätzungen. 

Werte gerundet; ohne DB Arriva. 1) Z. B. Farben, Lacke, Schlämme und weitere Abfälle der Instandhaltung. 

Recyclingmaterialien einsetzen

Sowohl in der Infrastruktur als auch im Bürobereich setzen wir recycelte Materialien ein. Dass der Einsatz von Recyclingmaterialien Ressourcen schont, liegt auf der Hand. 

altneu3

Bei uns liegt dabei das größte Potenzial bei den Materialien, die wir für unsere Eisenbahninfrastruktur benötigen. Denn hier habe wir den mit Abstand größten Materialeinsatz: 80 Prozent aller von uns benötigten Materialien setzen wir in der Infrastruktur ein. Aber auch in Bereichen, die tonnenmäßig nicht so stark ins Gewicht fallen, entscheiden wir uns immer mehr für Recyclingstoffe – wie beispielsweise beim Papier.


Recycling in der Infrastruktur  

Für die Sicherung des Bahnbetriebs ist eine regelmäßige Erneuerung und Instandhaltung des Gleisbetts notwendig. Hierfür haben wir einen Materialkreislauf für Schotter, Betonschwellen und Schienen etabliert. Rund 4 bis 5 Millionen Tonnen des alten und abgenutzten Materials werden jährlich aus dem Netz aus- und fast ebenso viel wieder eingebaut.

Einsatz ausgewählter Hauptmaterialien in der Schieneninfrastruktur:

Materialeinsatz in der Infrastruktur in Deutschland [in Tsd. Tonnen (t)] 1)
2016
2015
2014
Materialeinsatz insgesamt
4.8025.1834.685
-Schotter3.9903.9823.662
       -Anteil Recyclingschotter in %172017
-Betonschwellen875885767
       - Anteil Recycling-Betonschwellen in % 9913
-Holzschwellen 2)31,132,731,4
-Schienenstahl197284223
       -Anteil Recycling-Schienenstahl in %112
Die Daten für das Jahr 2015 entsprechen den per Dezember 2015 verfügbaren Erkenntnissen und Einschätzungen.

1) Werte gerundet.

2) Recycling-Holzschwellen sind aufgrund der rechtlichen Anforderungen an ihre Entsorgung (thermische Verwertung) am Markt nicht verfügbar.

Recyclingschotter

Der größte Teil der eingesetzten Materialien in der Infrastruktur ist Schotter. Wenn möglich, bereiten wir dabei den ausgebauten wieder auf und setzen ihn als Recyclingschotter wieder ein. Im Jahr 2016 waren von insgesamt rund 3,7 Millionen Tonnen Schotter, den wir eingebaut haben, rund 670.000 Tonnen Recyclingschotter, den wir zuvor an anderer Stelle ausgebaut hatten. Der Anteil des eingesetzten Recyclingschotters liegt damit bei rund 11 Prozent.

Nicht zu dieser Bilanz zählen die 1,5 bis 2 Millionen Tonnen Schotter, die wir jedes Jahr mit mobilen Aufbereitungszügen direkt am Gleis aufbereiten und wieder einsetzen.  

Alle Steine, die wir nicht wieder einsetzen können – denn nicht alle Steine sind recycelfähig –  sortieren wir aus und führen sie dem Recyclingkreislauf zu. Sie werden an anderen Stellen, im Straßenbau etwa als Split oder Brechsand, wiederverwendet.

Betonschwellen

Auch Betonschwellen haben eine begrenzte Einsatzdauer und müssen ausgetauscht werden. Auch hier verwenden wir wann immer es geht alte Schwellen, die wir wieder aufbereiten. Zum Teil ist eine Aufbereitung aufgrund hoher Abnutzung nicht mehr möglich, so dass es von Jahr zu Jahr zu Schwankungen im Einsatz kommen kann. Im Jahr 2016 haben wir rund 2,9 Millionen Betonschwellen (875.000 t) eingesetzt, von denen rund 268.000 Recycling-Betonschwellen waren. Der Anteil der eingesetzten Recycling- Betonschwellen liegt damit bei rund 9 Prozent. Die Schwellen, die nicht mehr aufgearbeitet werden können führen wir, wie auch beim Schotter, dem Recyclingkreislauf zu. Sie werden außerhalb des DB-Konzerns weiterverwendet.

Schienenstahl

Stahl ist ein Werkstoff, der verlustfrei immer wieder recycelt werden kann. Der Sekundärrohstoffanteil an der Rohstahlproduktion in Deutschland beträgt ca 45 Prozent (Quelle: Statista). Damit werden in erheblichem Maße  natürliche Ressourcen eingespart. Jede Tonne eingesetzter Stahl- und Eisenschrott vermeidet den Abbau von 1,5 Tonnen Eisenerz und spart  CO2-Emissionen von ca. 1 Tonne ein.