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Richtiges Verhalten an Bahnübergängen

Geblickt? Sicher drüber!

Über 150 Unfälle gibt es jährlich an den Bahnübergängen der DB, etwa jeder Vierte endet tödlich. Im Vergleich zum Straßenverkehr eine geringe Zahl, doch jeder Unfall ist einer zu viel. Die Kampagne "sicher drüber" klärt über geltende Regeln auf.

Ziel der Gemeinschaftsaktion "sicher drüber" der Deutschen Bahn, des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC), der Bundespolizei  sowie der gesetzlichen Unfallversicherungen VBG und UVB ist es, für mögliche Gefahren an den Kreuzungen von Straße und Schiene zu sensibilisieren und Unfälle zu verhindern. Über 90 Prozent der Kollisionen sind auf das Fehlverhalten der Straßenverkehrsteilnehmer zurückzuführen. Leichtsinn, Unaufmerksamkeit und Unkenntnis sind die häufigsten Ursachen.


Man steht seit gefühlten zehn Minuten an einem Bahnübergang, das Rotlicht blinkt, aber weit und breit ist kein Zug in Sicht. Vielleicht doch noch schnell über die Schiene brausen? Das sollte doch machbar sein… Ein fataler Fehler, wie die knapp 200 Unfälle zeigen, die sich allein vergangenes Jahr an Deutschlands Bahnübergängen ereignet haben. Hier aufzuklären, ist Ziel der Kampagne „sicher drüber“, die die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem ADAC und zwei Unfallversicherungen ins Leben gerufen hat. Passen Sie also an Bahnübergängen besonders gut auf! Wenn Sie ein paar Regeln beachten, kann nichts passieren. Mehr Infos zur Kampagne „sicher drüber“ finden Sie in Internet unter deutschebahn.com/sicherdrueber, www.runtervomgas.de und auf den Internetseiten des ADAC, der Eisenbahn-Unfallkasse und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft.

Baustein der Kampagne ist unter anderem ein 2013 veröffentlicher Kurzfilm, der sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene richtet: Vier Freunde sind im Auto unterwegs zu einer Party. Sie sind zu spät dran, heftig diskutierend fahren sie mit unverminderter Geschwindigkeit auf einen Bahnübergang zu. Bremsen quietschen, danach quälende Stille, ein zerstörter Pkw kommt ins Blickfeld.

Das Video steht zum Download in der Mediathek https://mediathek.deutschebahn.com unter der Nummer DB90592 zur Verfügung.

Auf diesem emotionalen Film baut ein achtseitiger Flyer auf, mit dem sich die Kampagnen-Partner wieder vor allem an die jungen Straßenverkehrsteilnehmer wenden. „Gerade Jugendliche – so unsere Erfahrung – unterschätzen oft die Gefahren an Bahnübergängen, kennen geltende Regeln nicht oder missachten sie“, erläutert Dr. Roland Bosch, Vorstand Produktion der DB Netz AG. „Daher machen wir mit ‚sicher drüber‘ eindringlich klar, dass falsches oder leichtsinniges Verhalten dramatische Folgen haben kann.“ Neben einer Foto-Story stehen im Faltblatt wichtige Verhaltensrichtlinien sowie Verkehrsschilder und Bahnübergangstechnik im Fokus. Der Flyer ist für Präventionstermine auf den Homepages der Partner abrufbar. 

„sicher drüber“ wurde im Mai 2002 unter anderem mit Videospots, Flyern, Plakaten sowie weiteren Informationsmaterialien ins Leben gerufen. Hinzu kamen Auftritte der Partner bei Medienterminen und Veranstaltungen – zuletzt auch wieder bei bundesweiten Präventionstagen, bei denen ein Unfallwagen nachhaltig Eindruck macht. Auch der ADAC Infotruck war im Sinne der Sicherheit unterwegs. Seit 2012 ist „sicher drüber“ zudem Bestandteil der Informationskampagne „Runter vom Gas“ des Bundesverkehrsministeriums. Die Zahl der Bahnübergangsunfälle konnte seit dem "sicher drüber"-Start von 294 auf 150 im Jahr 2013 gesenkt werden.

In den vergangenen zehn Jahren wurde fast jede vierte Kreuzung von Schiene und Straße beseitigt oder durch eine Brücke bzw. einen Tunnel ersetzt.

Seit diesem Jahr setzen die Partner von „sicher drüber“ bewusst auch auf den Schockeffekt. Ein völlig zerstörtes Auto macht bei Vor-Ort-Terminen in ganz Deutschland auf die dramatischen Folgen von Leichtsinn und Unachtsamkeit am Bahnübergang aufmerksam.  

Presseinformation  PDF | 0,26 MB

Darüber hinaus kooperiert der Verlag Heinrich Vogel mit „sicher drüber“. Kern der Zusammenarbeit ist ein gemeinsam entwickeltes Poster für den Fahrschulunterricht. Dieses informiert über geltende Regeln an den Kreuzungen von Straße und Schiene und wurde rechtzeitig zum Inkrafttreten der neuesten Fragenänderungen für die Führerscheinprüfung am 1. April 2016 kostenlos an Fahrschulen in ganz Deutschland verteilt. Darüber hinaus ist „sicher drüber“ im Unterrichtsprogramm PC Professional des Verlags mit Informationen rund um den Bahnübergang sowie einem anschaulichen Video verankert. Fahrlehrer können die Inhalte damit noch einfacher in ihren Theorieunterricht einbinden. 

Presseinformation  PDF | 0,05 MB

Orientierung schafft Sicherheit: Ein Bahnübergang wird im Vorfeld mit speziellen Verkehrsschildern angekündigt. Das Andreaskreuz bedeutet, dass Züge am Bahnübergang absolute Vorfahrt haben. Der Abstand zum Bahnübergang ist durch Baken gekennzeichnet. Sie stehen in 240 Meter (3 Streifen), 160 Meter (2 Streifen) und 80 Meter (1 Streifen) Entfernung - oft in Verbindung mit Schildern zur Begrenzung der Geschwindigkeit. 

Sicher drüber