Deutsche Bahn

16.02.2017 Berlin

Empfehlungen zur verantwortungsvollen Berichterstattung bei Suiziden von Prominenten

Informationen der Deutschen Depressionshilfe

Die Deutsche Bahn AG bittet die Redaktionen darum, bei der Berichterstattung über Suizide die Empfehlungen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe oder der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention zu beachten. Andernfalls besteht das Risiko von Nachahmer-Effekten, wie sie zum Beispiel massiv im Fall von Robert Enke eingetreten sind.

Laut Stiftung Deutsche Depressionshilfe gilt folgender Zusammenhang: Umso größer die Aufmachung eines Berichtes über Suizid und umso emotionaler der Inhalt, desto häufiger wird es zu Nachahmungen kommen.

Zur Nachahmung führt insbesondere die Identifikation von suizidalen Menschen mit dem Suizidenten. Diese Gefahr steigt, wenn:

•       durch Titelgeschichten, Schlagzeilen und Fotos Aufmerksamkeit erregt wird;

•       die Begriffe Selbstmord, Suizid und Freitod in der Überschrift vorkommen;

•       die Suizid-Methode beschrieben wird;

•       ein leicht zugänglicher Ort beschrieben oder gar mystifiziert wird;

•       das soziale Umfeld, die Identität und die Motive ergreifend beschrieben werden;

•       der Suizid positiv bewertet, glorifiziert oder romantisiert wird;

•       der Suizid als nachvollziehbare Reaktion oder als einziger Ausweg bezeichnet wird;

•       das Opfer eine prominente Person ist.

Weitere wissenschaftliche Informationen zu Suizid-Ursachen und Suizid-Prävention erhalten Sie bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe www.deutsche-depressionshilfe.de.