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30.09.2016 11:00 Uhr Berlin

Preise im DB-Fernverkehr steigen zum Ende des Jahres um durchschnittlich 1,3 Prozent • Fernverkehrs-Chefin Birgit Bohle:„Moderate Anhebung“

Erster Anstieg seit 2013 • Private BahnCards 25 und 50 sowie Sparpreise stabil • Flexpreise plus 1,9 Prozent • Auch 2017 wieder 19-Euro-Aktionen

(Berlin, 30. September 2016)  Erstmals nach drei Jahren erhöht die Deutsche Bahn (DB) ihre Preise für Reisen in der 1. und 2. Klasse im Fernverkehr – allerdings nur moderat. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 steigen die Preise um durchschnittlich 1,3 Prozent. Die Preise für die privaten BahnCards 25 und 50, die Sparpreise und die Reservierungen bleiben stabil. Auch 2017 wird es wieder 19-Euro-Aktionen geben. Die Flexpreise steigen um 1,9 Prozent, die Preise für Streckenzeitkarten um 3,9 Prozent und die Preise für die BahnCard 100 um 2,5 Prozent – jeweils durchschnittlich. Das Stornoentgelt für Umtausch und Erstattung wird um 1,50 Euro auf 19 Euro erhöht.

„Wir freuen uns über den stetigen Fahrgastzuwachs im Fernverkehr sowie die bessere Pünktlichkeit im Jahr 2016. Auch im kommenden Jahr werden wir alles dafür tun, unsere Kunden mit attraktiven Angeboten, mehr Reisekomfort und noch besserer Pünktlichkeit zu überzeugen“, sagt Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr. „Allerdings bewegen wir uns weiter in einem sehr schwierigen Marktumfeld. Zu einer stabilen Wirtschaftlichkeit gehört auch, dass wir die Preise anpassen – moderat und zum ersten Mal seit 2013.“

Neue Fahrzeuge, besserer Service

Bohle weiter: „In den kommenden Jahren investieren wir massiv in eine bessere Qualität für unsere Kunden – in neue Fahrzeuge und attraktive Serviceangebote“. Allein für den ICE 4 beträgt das Investitionsvolumen
5,3 Milliarden Euro. Das ist die höchste Summe, die die DB je für Fahrzeuge investiert hat. Zudem modernisiert die DB ihre Bestandsflotte aufwändig und sorgt so für mehr Reisekomfort für ihre Kunden.

Insgesamt investiert die DB im Fernverkehr bis 2030 rund 12 Milliarden Euro. Im Service verbessert sich Einiges mit dem Fahrplanwechsel im Dezember: Beispielsweise werden Fahrgäste im ICE auch in der 2. Klasse Zugang zu einem kostenlosen WLAN-Angebot haben und vom besseren Mobilfunkempfang und von optimierter Datennutzung profitieren. Rund 100 Millionen Euro investiert die DB dafür.

Weiterhin günstig reisen – jetzt noch längerfristig planbar

Auch im neuen Fahrplanjahr wird es wieder 19-Euro-Aktionen geben. Darüber hinaus können sich Kunden die günstigen Sparpreise noch früher sichern: Für Sparpreis-Tickets, aber auch alle anderen Fahrkarten, weitet die DB die Vorkaufsfrist im Internet und im DB Navigator von 90 auf 180 Tage aus. Bislang war die sechsmonatige Vorausbuchung nur in DB-Reisezentren, DB-Agenturen und im telefonischen Reiseservice möglich.

Das Angebot Sparpreis Europa nach Belgien, Luxemburg, Österreich und zu vielen italienischen Zielen kann ab dem Fahrplanwechsel auch noch am Reisetag erworben werden. Damit haben auch spontan Reisende die Möglichkeit, sich noch einen günstigen Sparpreis zu sichern.

Preise für BahnCards 25 und 50 stabil – Aktionsangebot für Senioren. Markttest für differenzierte Flexpreise wird ausgeweitet

Für 4,6 Millionen Kunden mit einer privaten BahnCard 25 oder BahnCard 50 bleiben die BahnCard-Preise stabil. Die BahnCard 100 wird künftig 4.190 Euro in der 2. Klasse und 7.090 Euro in der 1. Klasse kosten. Das entspricht einer Preiserhöhung von 2,4 Prozent in der 2. Klasse und von 2,9 Prozent in der 1. Klasse.

Bereits im Sommer gab es im Rahmen eines Markttests die ermäßigte BahnCard 50 für Reisende ab 60 Jahren als Aktionsangebot. Aufgrund des großen Erfolges wird es neu aufgelegt: Senioren können vom 11. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017 eine ermäßigte BahnCard 50 für 169 Euro in der 1. Klasse sowie 109 Euro in der 2. Klasse erwerben.

Die DB weitet zunächst für ein Jahr ihren Test zum differenzierten Flexpreis national aus. Seit August testet die DB auf den Strecken Frankfurt/Main–Köln und München–Nürnberg Flexpreise, die sich tageweise in der Höhe leicht unterscheiden. Mit dem Test untersucht die DB, ob durch unterschiedliche Preishöhen im Flexpreis mehr Fahrgäste gewonnen und eine bessere Lenkung der Nachfrage erreicht werden können.

Streckenzeitkarten werden teurer – BahnCard 25 für 1. Klasse gratis dazu

Die Preise für Streckenzeitkarten im Fernverkehr werden nach vier Jahren Stabilität um durchschnittlich 3,9 Prozent angehoben. Im Zuge der Preisanpassung gibt es aber auch eine Verbesserung des Angebots: Alle rund 40.000 Inhaber einer Streckenzeitkarte erhalten eine kostenlose BahnCard 25 für die 1. Klasse.