Deutsche Bahn
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07.04.2017 Berlin

Mit der Bahn ins Silicon Valley

DB baut Gründerförderung stark aus • Start-up-Programm BEYOND1435 mit US-Partner Plug and Play gestartet • Stefan Stroh, seit 1. April Chief Digital Officer: „Von jetzt an entwickeln wir auch neue Geschäftsmodelle“

(Berlin, 7. April 2017)  Die Deutsche Bahn setzt noch stärker auf Start-ups. Unter dem Titel BEYOND1435 öffnet sich der DB Accelerator – das unternehmenseigene Start-up-Förderprogramm – Gründern, die auch abseits des Schienenverkehrs an der digitalen Zukunft der Mobilität arbeiten. Der Name BEYOND1435 geht zurück auf die Standardspurweite von 1435 Millimetern, auf der vor rund 180 Jahren mit Einführung der Eisenbahn schon einmal eine neue Ära der Mobilität begonnen hatte. Die Digitalisierung markiert mit Entwicklungen wie dem autonomen Fahren erneut einen tiefgreifenden Wandel in der Branche.

Deutsche Bahn AG/ Max Power Berlin

Die ersten Start-ups für BEYOND1435 wurden jetzt gemeinsam mit der US-Innovationsplattform Plug and Play mit Sitz in Sunnyvale, USA ausgewählt. Stefan Stroh, seit 1. April Chief Digital Officer (CDO) bei der DB, saß gleich in der Jury: „Start-ups sind mit ihren Ideen bei uns nicht mehr festgelegt auf Züge und Bahnhöfe. Wir denken bei der DB in Kundenlösungen von A nach B. Vernetzte Verkehre in Smart Cities – an dieser Zukunft arbeiten wir schon heute. Unsere neuen Partner-Start-ups haben dafür vielversprechende Technologie-Lösungen und Geschäftsmodelle.“              

Daten, Kunden, Marktzugang: Start-ups profitieren vom Netzwerk der DB  

Die Start-ups bekommen für 100 Tage Unterstützung in der DB mindbox in Berlin, 25.000 Euro Startgeld und Zugang zum Daten- und Mentoren-Netzwerk von DB und Plug and Play. Erstmals sieht die Deutsche Bahn zum Programmende auch Anschlussfinanzierungen und Beteiligungen vor: „In der Mobilität schafft die Digitalisierung viel Platz für neue Geschäftsmodelle. Die wollen wir fördern“, sagt CDO Stefan Stroh, der zuletzt Partner bei der Management Beratung PwC Strategy& war und dort das Leistungsangebot von PwC Digital Services für den Transport- und Logistik-Sektor verantwortet hat.

Zukunftslösungen für die Instandhaltung der Bahn-Infrastruktur 

Zugleich kooperiert die DB mit 6 weiteren Start-ups, die innovative Lösungen zur Steigerung der Qualität im Kerngeschäft, der Eisenbahn, entwickelt haben. Dazu zählen zum Beispiel Kameras für Hochgeschwindigkeitszüge, die während der Fahrt 3D-Aufnahmen vom Zustand der Gleise machen. Oder ein sogenanntes EKG für Elektromotoren, mit dessen Hilfe Züge und Klimaanlagen länger störungsfrei laufen. Alle neuen Start-ups in der DB mindbox sind unter deutschebahn.com/start-ups zu finden.

Die Deutsche Bahn investiert bis 2018 rund eine Milliarde Euro allein in Digitalisierungsprojekte. Zusätzlich stehen bis 2019 rund 100 Millionen Euro Wagniskapital für Gründer und Joint Ventures bereit.