Deutsche Bahn
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19.05.2017 13:30 Uhr Frankfurt/Main

Schnell unterwegs und gut unterhalten

Symposium „Zukunft der Mobilität“ diskutiert Herausforderungen und Trends der Branche • Travelmanager wird zum „Feel-Good-Manager“

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind mit die wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft der Mobilität. Neben hoher Wettbewerbsfähigkeit klimafreundlicher Verkehrsmittel – etwa durch attraktive Fahrzeiten – werden auch eher weiche Komponenten wie Bord-Entertainment und Entspannung immer wichtiger. Dies war eine der zentralen Botschaften des Symposiums „Zukunft der Mobilität“ von Travel Industry Club und Deutscher Bahn (DB), das gestern in Frankfurt/Main stattfand. „Deshalb verbessern wir unser Angebot in diesen Punkten ständig, um gerade auch für Geschäftsreisende noch attraktiver zu werden“, unterstrich Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr und Schirmherrin des Symposiums.

Als Beispiel nannte Bohle die Fahrtzeit des ICE auf der Verbindung zwischen Berlin und München. Diese wird ab Dezember durch die Inbetriebnahme der neuen Schnellfahrstrecke von über sechs auf unter vier Stunden verkürzt. Damit kann der ICE bei der Reisezeit von Innenstadt zu Innenstadt erstmals mit dem Flugzeug mithalten. Durch das neue, schnellere WLAN in allen ICE sowie kostenlose Filme und Serien über maxdome onboard hat die DB auch den Service für Reisende deutlich verbessert. „Bahnkunden haben somit nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch ihr Wohnzimmer immer dabei“, so Bohle.

Zukunftsforscher Alexander Mankowsky bestätigte, dass neben einer kurzen Reisezeit künftig die individuelle Gestaltung der Dienstreise im Fokus stehe. Wie beim Bahnfahren liege der Reiz autonomer Autos unter anderem darin, dass Reisende ihre Zeit entsprechend den eigenen Bedürfnissen nutzen könnten. Innovative Technologien setzen sich demnach nur durch, wenn die kulturellen Bedürfnisse der Reisenden berücksichtigt werden, so Mankowsky.

Der Wunsch der Geschäftsreisenden, die eigene Reise mitzugestalten, hat Folgen für die gesamte Branche: Der klassische Travelmanager werde zum „Feel-Good-Manager“, ergab die Diskussion. Ziel sei es, Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen, neue Mobilitätsangebote in bestehende Unternehmensprozesse zu integrieren und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Das Symposium hat gezeigt, dass intermodale Angebote, vernetzte Technologien und autonome Fahrzeuge die Zukunft der Mobilität stark beeinflussen werden. Dies erfordere ein Umdenken, resümiert Karina Kaestner, Leiterin Vertrieb Geschäftsreisen DB Vertrieb. „Die Herausforderungen der zunehmend individualisierten Mobilität können einzelne Verkehrsteilnehmer nicht alleine lösen. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam starre Strukturen aufzubrechen und neue Ideen zu erarbeiten.“