Deutsche Bahn
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06.10.2017 11:45 Uhr Berlin

Nach Sturmtief Xavier: Hubschrauber erkunden die betroffenen Strecken

Zugverkehr zwischen Berlin–Hannover und Berlin–Hamburg weiterhin unterbrochen • Die Deutsche Bahn empfiehlt, Reisen auf den betroffenen Strecken möglichst zu verschieben • Strecke Berlin-Leipzig mit Einschränkungen wieder befahrbar • erweiterte Kulanzregelung für die Nutzung von Fernverkehrstickets

Nach den schweren Unwettern am 5. Oktober werden die vom Sturmtief Xavier betroffenen Eisenbahnstrecken durch Hubschrauberflüge erkundet, um so eine verlässliche Prognose für die Freigabe der Strecken abgeben zu können. Derzeit gibt es im Fernverkehr weiterhin starke Einschränkungen. Folgende Strecken sind nach wie vor gesperrt:

  • Osnabrück – Hamburg
  • Berlin – Hannover
  • Hamburg – Berlin
  • Hamburg – Hannover
  • Leer (Ostfriesland) – Bremen
  • Bremen – Wunstorf
  • Hannover – Magdeburg – Berlin

Die Strecke Berlin – Leipzig ist seit 11 Uhr mit Einschränkungen wieder befahrbar.

Die Hauptmagistralen insbesondere von Berlin nach Hannover und von Hamburg nach Hannover werden mit höchster Priorität frei geräumt. Eine Prognose zur Wiederaufnahme der Verkehre auf allen betroffenen Strecken kann voraussichtlich bis heute Nachmittag erfolgen. Derzeit sind Hunderte von Mitarbeitern zur Räumung und Reparatur der Strecken im Einsatz.

Auch auf den Bahnhöfen helfen zahlreiche Mitarbeiter bei der Betreuung der Reisenden. Die Deutsche Bahn empfiehlt, Reisen auf den betroffenen Relationen möglichst zu verschieben. Damit Kunden ihre Reise flexibel gestalten können, gelten Zugtickets für die betroffenen Relationen mit Gültigkeit ab Donnerstag, 5. Oktober vorsorglich bis einschließlich 15. Oktober. Diese Regelung gilt auch für Tickets mit Zugbindung. Bei Reiseverzicht können Tickets ohne Gebühr zurückgeben werden. Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der Deutschen Bahn können Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen.

Die Bahn hat eine kostenlose Sondertelefonnummer 0 8000 99 66 33 für Reiseauskünfte geschaltet.

Der Nahverkehr läuft in Teilen wieder an, insbesondere in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Im Großraum Berlin und Magdeburg kommt es noch zu größeren Einschränkungen im Nahverkehr. Die S-Bahn in Hamburg fährt wieder auf dem kompletten Streckennetz, die S-Bahn Berlin verkehrt teilweise wieder.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, auf bahn.de/aktuell sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren. Tagesaktuelle Reiseverbindungen mit Echtzeitinformationen sind in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft zu ersehen.