Deutsche Bahn
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22.11.2017 Berlin

„Wir wollen die Bahn nicht hip, sondern schlichtweg besser machen“

In der DB mindbox bringen DB-Mitarbeiter gemeinsam mit Start-ups seit zwei Jahren die Digitalisierung des Kerngeschäfts der DB voran.

Mit Schienen und Zügen haben leuchtender Beton und Haferflocken auf den ersten Blick nichts gemeinsam und doch bringen beide spürbare Verbesserungen für die Kunden der Deutschen Bahn (DB). Seit zwei Jahren fördert die DB in ihrem Coworking Space DB mindbox in Berlin Start-ups für jeweils drei Monate: mit Mentoring und Coaching, Zugang zu Kunden, Daten, Märkten und dem Netzwerk der DB sowie 25.000 Euro Startkapital.

Hier entstehen Ideen für die Zukunft der Bahn: Die DB mindbox im Berliner S-Bahnhof Jannowitzbrücke

„Unser Anspruch seit der ersten Stunde ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und die Bahn für unsere Kunden attraktiver zu machen“, sagt Onno Szillis, Leiter der DB mindbox. „Wir wollen die DB nicht hip, sondern schlichtweg besser machen.“ Szillis selbst verfügt über langjährige Erfahrung im DB-Konzern. Sein 12-köpfiges Team wurde aus DB-Mitarbeitern und Externen neu zusammengesetzt. Dabei entstanden auch neue Berufsbilder bei der DB, etwa der Start-up-Manager.

Haferschleim, smarte Sensoren und Leuchtbeton für die Bahnkunden

Die bislang acht Förderrunden haben unterschiedliche Schwerpunkte – von Bahnhofsgastronomie über Bautechnik bis hin zu Bahninfrastruktur und Kundeninteraktion. Seit der Eröffnung der DB mindbox am 24. November 2015 haben mehr als 30 Start-ups am DB Accelerator teilgenommen.

Gesund unterwegs mit Haferkater: Mit Porridge aus den Grundzutaten Haferflocken und Wasser überzeugten die Berliner von „Haferkater“ und zogen vom Pop-up-Stand am Berliner Hauptbahnhof permanent in den Hauptbahnhof Köln. Anfang 2018 eröffnet noch ein Laden im Bahnhof Berlin Friedrichstraße.

KONUX macht Weichen noch smarter: Die Gründer von KONUX sind DB mindbox-Pioniere der ersten Stunde. Ihre smarten Sensoren melden Unregelmäßigkeiten an Weichen. Nach erfolgreichen Tests sollen 2018 erste Weichen ausgestattet werden, für einen noch verlässlicheren Bahnbetrieb.

SIUT-Gründer Vincent Genz hat im DB Accelerator die erste leuchtende Bahnsteigkante Deutschlands entwickelt

SIUT – wenn Beton ein Licht aufgeht: Pioniere sind auch die Berliner Jungunternehmer von SIUT und ihr Leuchtbeton. Anfang 2018 kommt ihre innovative Lösung im S-Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt erstmals zum Einsatz: Leuchtende Symbole zeigen vor der Einfahrt des nächsten Zuges, wo der Zug hält und wo sich die Türen befinden. Die Fahrgäste stehen damit am Bahnsteig immer an der richtigen Stelle, das Einsteigen geht zügiger und die S-Bahn kann pünktlicher abfahren. Im nächsten Schritt wird auch die Auslastung gemessen. Kunden bekommen dann angezeigt, wo sich noch freie Sitzplätze befinden.