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Medienpaket Klima und Umwelt

Die Klimaschutzziele der DB für 2020 und umweltfreundliche Mobilität

Besondere Verpflichtung der DB für Klimaschutz, Ressourcenschonung und Naturschutz


Die Deutsche Bahn will Umwelt-Vorreiter werden. Die ursprünglich für 2020 formulierten, wichtigen Umwelt-Kennzahlen wurden schon 2014 und damit sechs Jahre vorfristig erreicht. Wer Ziele erreicht hat, der setzt sich neue. 

Bis 2020 will die DB die spezifischen CO₂e-Emissionen über alle weltweiten Verkehre im Vergleich zu 2006 um 30 Prozent senken. Damit legt sie gegenüber dem bisherigen Zielwert um 50 Prozent  zu.

Gleichzeitig gestalten wir unser neues Ziel auch aufgrund internationaler Anforderungen anspruchsvoller, indem wir nicht mehr nur die CO₂-Emissionen, sondern auch weitere Emissionen berücksichtigen, die einen Treibhauseffekt begünstigen. Daher beziehen wir zukünftig neben CO₂, auch die nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol zu berücksichtigenden, für uns relevanten klimawirksamen Gase Methan und Lachgas (Distickstoffmonoxid) in die Berechnung des Klimaschutzziels, unseres ökologischen Fußabdrucks und der spezifischen Emissionen mit ein. Diese Gase werden CO₂-Äquivalente (CO₂e) genannte, da sie in CO₂ umgerechnet werden.

2016 lag der Anteil erneuerbarer Energien aus Wasser- und Windkraft gemessen am gesamten Bahnstrommix bei insgesamt 42 Prozent. Einer der Gründe für den hohen Anteil erneuerbarer Energien im Bahnstrommix sind die grünen Angebote im DB Fernverkehr. Diesen Ökostromanteil will die DB - bezogen auf die DB-eigenen Transporteure – bis 2020 auf 45 Prozent steigern. Das Ziel ist es, bis 2050 den Schienenverkehr komplett CO2-frei zu betreiben.

„Als Deutsche Bahn sehen wir uns in einer besonderen Verpflichtung und nehmen uns über alle Geschäftsfelder und Bereiche hinweg noch stärker in die Pflicht. Allein unsere Züge entlasten Deutschlands Straßen jährlich um gut 1,5 Milliarden Auto- und 8 Millionen Lkw-Fahrten - und damit ersparen wir der Atmosphäre 12 Millionen Tonnen CO₂e.“, so Ronald Pofalla, Vorstand Wirtschaft, Recht und Regulierung der Deutschen Bahn. „Damit nehmen wir auch die Anforderung der Politik auf, die zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele 2020 einen zusätzlichen Minderungsbeitrag der Schiene erwartet.“

2,7 Milliarden Reisende fahren jährlich mit Bus und Bahn quer durch Deutschland. Das ist aktiver Umweltschutz pur. Pro Jahr werden durch die Deutsche Bahn 1,5 Milliarden Auto- und acht Millionen Lkw-Fahrten eingespart und die Atmosphäre um rund 12 Millionen Tonnen CO2e entlastet. Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt bei der DB AG, ist dafür verantwortlich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Mit einem großen Ziel: "Wir wollen, dass unsere Kunden bis 2050 CO2-frei reisen", so Gehlhaar. Und deswegen arbeiten rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im DB-Konzern in "grünen" Berufen daran, dass Bahnfahren noch umweltfreundlicher und ressourcenschonender wird.

Vorreiter im Klimaschutz

Video:

Grüne Berufe bei der Deutschen Bahn: Die Energiesparer auf den Bahnhöfen

So viel wie nötig, so wenig wie möglich! 

Wenn Peter Siemt oder seine Kollegen über einen der 5.400 Bahnhöfe der Deutschen Bahn läuft, dann geht es im Nachgang meistens einigen Lampen an den Kragen oder gleich dem ganzen Heizungssystem. Denn Siemt ist Energiemanager. Er und sein Team sorgen dafür, dass an den Personenbahnhöfen der Deutschen Bahn bewusst und ressourcenschonend mit Energie umgegangen wird. Dazu zählt auch die Umsetzung kleiner Projekte, wie beispielsweise der Einsatz von LEDs zur Bahnsteigbeleuchtung, für Wegeleitsysteme und Vitrinen der Bahnhöfe. „In den letzten sechs Jahren haben wir an den Bahnhöfen zusammen 73 GWh Strom gespart, dies entspricht 22.000 Vier-Personen-Haushalten“, sagt Siemt. Der Kunde bekommt von den Maßnahmen im Hintergrund oft gar nichts mit. Alte Gebäude werden sukzessive energetisch saniert, um durch optimale Fassadendämmung und moderne Fenster Energieverluste zu vermeiden. Für Gebäude mit großem Wärmebedarf, etwa große Empfangshallen, lohnt sich auch der Einbau von Blockheizkraftwerken, die neben Wärme auch Strom produzieren. „Aber da geht noch mehr“, sagt Siemt. 

Aktuell wird das Energiemanagementsystem der Personenbahnhöfe nach DIN-EN-ISO Norm zertifiziert.  Dabei wird der kontinuierliche Verbesserungsprozess zur mehr Energieeffizienz bewertet. 

2016 wurden dafür 80 Standorte der DB extern auditiert. Jetzt gilt es, auf dieser Grundlage weitere technische Maßnahmen zu entwickeln. 

Wir probieren viel aus und versuchen immer Up-to-Date zu sein, was neue Entwicklungen angeht. Das macht Spaß und vor allem das Bahnfahren noch umweltfreundlicher als es sowieso schon ist.“


Am Dresdner Hauptbahnhof leuchten nur noch energiesparende LED-Lampen.

Weitere Energie- und Ressourcenspar-Beispiele bei der Bahn  

Bei der Entwicklung des ICE 4 war es wichtig, dass der neue Zug weniger Energie verbraucht. Das konnte etwa durch die innengelagerten Drehgestelle erreicht werden. Auch die Drehgestelle an den Endwagen sind aerodynamischer – es gibt weniger Verwirbelungen, der Luftwiderstand sinkt. Dadurch verbraucht der ICE 4 im Vergleich zum ICE 1 je Sitzplatz rund 22 Prozent weniger Energie. 


Zügig anfahren, beim Bremsen Energie ins Netz zurückspeisen oder den Zug an den richtigen Stellen rollen lassen – bereits seit über zehn Jahren wenden die Triebfahrzeugführer von DB Fernverkehr, DB Regio und DB Cargo die energieeffizente Fahrweise an und perfektionieren diese. Mehr als 22.000 Lokführer hat die DB darin bereits geschult, beispielsweise bei einem Training im Fahrsimulator. Zusätzlich helfen vermehrt auch Fahrassistenzsysteme dabei, den Energieverbrauch zu senken. DB Cargo stattet gerade als erste große europäische Güterbahn ihre Elektroloks mit dem Fahrassistenzsystem „Leader“ aus. Über ein zusätzliches Display im Führerstand erhält der Lokführer Fahrempfehlungen für eine möglichst energiesparende Fahrweise. Daneben spielt die Motivation der Lokführer eine wichtige Rolle: Zum Beispiel schaffen Team-interne Ranglisten, auf denen jeder Triebfahrzeugführer seinen Wert im Vergleich sieht, bei DB Regio zusätzliche Anreize.

Auch auf der Straße wird gespart! In der Klimaschutzoffensive von DB Schenker ist die energiesparende Fahrweise ein wesentlicher Baustein. Europaweit wurden im europäischen Landverkehr mehr als 20.000 Lkw-Fahrer in energiesparender Fahrweise geschult. Ein Fahrer kann durch vorausschauendes und gleichmäßiges Fahren den Kraftstoffverbrauch stark beeinflussen und damit bis zu zehn Prozent Kraftstoff einsparen.

Und jetzt selber Energie sparen! Der DB-Energiesparsimulator

Ab November 2016 werden fünf umweltfreundliche Hybrid-Rangierlokomotiven an den DB Regio-Standorten Würzburg und Nürnberg eingesetzt. Diese neue Generation von Hybrid-Rangierlokomotiven wird von der Deutschen Bahn zur nachhaltigen Reduzierung von Kraftstoff, Emissionen und Lärm auf der Schiene in Deutschland eingesetzt. Die dreiachsige Hybridlokomotive verbraucht im Vergleich zu herkömmlichen Rangierloks bis zu 50 Prozent weniger Kraftstoff. Mit der neuen Technologie wird weiterer Schadstoffausstoß (Stickstoffdioxid) um bis zu 70 Prozent gesenkt. 

Presseinformation zur Übergabe der Hybridlokomotiven in Stendal

Mit dem Produkt Eco Plus bietet DB Cargo seinen Kunden CO₂-freie Transporte. Der Traktionsstrom für diese Züge stammt komplett aus erneuerbaren Energiequellen. Jedes Jahr werden auf diese Weise im Vergleich zum alternativen Transport mit dem LKW mehr als 100.000 Tonnen CO₂ vermieden.

Mehr Informationen unter: www.dbcargo.com/rail-deutschland-automotive-de/start/referenzen_struktur/ecoplus 

Seit 1. September 2016 bietet die DB ihren Mitarbeitern eine neues umweltfreundliches Mobilitätsangebot an: das Firmenfahrrad. 145.000 Angestellte und Führungskräfte in Deutschland können seither bei rund 2.500 Fachhändlern ihr persönliches Wunschfahrrad auswählen, das sie sowohl dienstlich als auch privat nutzen können. Das neue Angebot ist sehr erfolgreich gestartet. In den ersten Wochen haben bereits 2.000 Mitarbeiter ein Firmenrad bestellt.

Für die Mitarbeiter ist besonders attraktiv, dass sie das DB-Firmenrad, anders als beim privaten Kauf eines Fahrrads, nicht sofort komplett bezahlen müssen, sondern die Finanzierung in 36 Monatsraten erfolgt. Danach haben sie die Möglichkeit, das Fahrrad zurückzugeben oder gegen Zahlung des Restbetrags zu erwerben. Da bei Firmenrädern die monatlichen Raten vom Bruttogehalt abgezogen werden, sparen die Mitarbeiter außerdem bares Geld.

Für die Umwelt rechnet sich das Radfahren auch: Pro gefahrenem Kilometer lassen sich mit dem Fahrrad im Vergleich zum Auto rund 140 g CO₂ einsparen. Fährt zum Beispiel ein Mitarbeiter täglich zehn Kilometer mit dem Rad statt mit dem Auto, erspart er der Atmosphäre jedes Jahr dadurch 350 kg CO₂.

 

Wussten Sie schon, dass...

...die DB durch Energierückspeisung beim Bremsen der Züge 2016 insgesamt 1.257 Gigawattstunden Strom eingespart hat?

…der Anteil der erneuerbaren Energien im Bahnstrommix bereits bei 42 Prozent liegt? Ziel ist es, die Züge bis 2050 CO₂-frei zu betreiben.

…ein Kunde der Deutschen Bahn im Fernverkehr durchschnittlich nur 13 Gramm CO₂e pro Kilometer verbraucht? Beim PKW sind es durchschnittlich 142 Gramm pro Kilometer.

…mehr als 90 Prozent des Schienenverkehrs elektrisch betrieben werden?

…Kunden mit einem unserer 13.000 Call a Bike-Räder in über 50 Städten keinen Strom verbrauchen und damit mit Zero Emission unterwegs sind?

...das DB-Carsharing-Unternehmen Flinkster in 300 Städten bei seinen 4.000 Fahrzeugen knapp 600 elektrisch betriebene Autos anbietet und damit die größte E-Car-Flotte Deutschlands stellt?

...DB Schenker 2015 in Niederösterreich mit dem Eco Warehouse ein klimaneutrales Logistikzentrum eröffnet hat?

…die DB jährlich rund 80.000 Tonnen Betonschwellen und rund 4 Millionen Tonnen Altschotter recycelt und wiederverwertet?

...alle Fahrtziel-Natur-Reisenden zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien per Bahn zu den 22 schönsten Naturschutzgebiete Deutschlands, Österreichs und der Schweiz reisen?

 


Umweltfachliche Bauüberwacher: Die Umweltpolizei auf der Baustelle

„Auf der Baustelle haben wir die grüne Brille auf!“ 

Im Winter wird es oft mal ungemütlich am Arbeitsplatz von Marlit-Luisa Arndt. Denn die studierte Forstwissenschaftlerin ist meistens draußen auf ihren Baustellen in ganz Sachsen unterwegs. Sie ist als umweltfachliche Bauüberwacherin dafür zuständig, dass bei Bauprojekten der Deutschen Bahn Tiere, Gewässer und Wälder ständig im Fokus stehen. Sie ist die Anwältin der Natur. Denn Bauen geht immer mit Eingriffen in Umwelt und Natur einher. Erklärtes Ziel der Bahn ist es, diese so gering wie möglich zu halten. Immer wenn es zu Eingriffen kommt, dann schafft die Bahn Ausgleich – auch auf Basis von Naturschutzrichtlinien und Gesetzen. Das ist komplex und deswegen werden seit 2015 speziell geschulte Experten bei der DB auf Baustellen eingesetzt. Sie beraten die Bau- und Projektleitung in allen umweltfachlichen Belangen - und müssen im Zweifel auch hart sein. „Als ökologischer Baubegleiter hatten wir früher eine eher beratende Funktion. Heute sind wir sogar weisungsbefugt, wenn es darum geht Umweltschäden zu vermeiden“, erklärt Arndt. Bisher hat die Umwelt-Expertin auf ihren Baustellen aber immer Kompromisse gefunden und musste keine davon still legen. „Wir haben eine Verantwortung da draußen und die nehmen wir wahr“, sagt die 32-Jährige überzeugt. 

Neues Berufsbild: Umweltfachlicher Bauüberwacher

Den Job gibt es bei der Deutschen Bahn seit 2015. Aktuell arbeiten rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bundesweit in diesem Bereich. Voraussetzung: Studium der Forstwirtschaft, des Naturschutzes, der Abfallwirtschaft oder eine zehnjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Die Qualifizierung erfolgt intern und mit Unterstützung von externen Experten. Zum Ausbildungsprogramm gehört eine 30-tägige praktische Hospitation.


So schafft die DB den Ausgleich zwischen Bau und Schutz!

In Köln-Nippes entsteht derzeit das erste CO₂-freie ICE-Instandhaltungswerk der DB. Rund 150 geschützte Zauneidechsen wurden im Vorfeld der Baumaßnahme umgesiedelt. Sie finden nun auf einer rund 17.000 m² großen Fläche im benachbarten Köln-Zollstock ihr neues Zuhause. Dort bieten Wälle aus Sand und Lehm den Eidechsen Schutz vor Vögeln. Zweimal im Jahr sorgen Ziegen für die nachhaltige Beweidung der Grünflächen.

Im Vorfeld des geplanten Neubaus einer Werkhalle in Nürnberg wurde eine 10.000 m² große ungenutzte Bahnböschungsfläche der DB zu einer Biotopfläche für wärme- und sandliebende Arten wie Schlingnatter oder Ödlandschrecke entwickelt. Das Projekt gilt als vorgezogene Kompensationsmaßnahme im Rahmen eines sogenannten Ökokontos.

Ein Ökokonto ist ein Instrument des Naturschutzes, das ähnlich wie ein Sparbuch funktioniert. Dabei werden freiwillige Maßnahmen des Naturschutzes sozusagen auf Vorrat durchgeführt und lassen sich bei später folgenden Baumaßnahmen in der Region vom Konto abbuchen.

Im Zuge der Baumaßnahmen an der Ausbaustrecke Stendal – Uelzen hat die DB auf einer 6,5 ha großen Fläche neue Brut- und Nahrungsräume für Kraniche geschaffen. Pflanzen wie Schilf und Rohrkolben können sich hier nun vermehrt ansiedeln und bieten für den Kranich und weitere seltene Tierarten wertvolle Lebensräume. Darüber hinaus sorgen Kühe, Schafe, Rinder und Pferde für eine nachhaltige Beweidung der angrenzenden Grünlandflächen.

Die Deutsche Bahn hat in Schweinheim bei Aschaffenburg einen ehemaligen Truppenübungsplatz als Naturschutzgebiet weiterentwickelt. In diesen Tagen besiedeln sechs Wildpferde die rund 75 Hektar große Fläche. Die Pferde der geschützten Urpferd-Rasse Przewalski finden Schutz und Futter und verhindern damit zugleich eine Verwaldung des Habitats, das bald zusätzlich auch von Amphibien, Reptilien und Wildbienen bevölkert werden soll. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) sichert die DB das Naturschutzgebiet als dauerhafte naturschutzgemäße Kompensation: Für das Projekt bekommt die DB Ökopunkte, die beim Ausbau der Strecke Hanau-Nantenbach verrechnet werden, wo es zu Eingriffen in die Natur kommt.

Infografik DB-Tierwelt

 

Presseinformation: Schöner Wohnen mit der Bahn: Nistkästen, Rerservate und Schutzwälle für Zauneidechsen, Turmfalken und Großtrappen


Umweltuntersuchungen mit Tauchern und Biologen

Vom Schweinswal bis zum Seegras - unterschiedlichste Tiere und Pflanzen sind im und am Fehmarnsund in der Ostsee heimisch. Bevor technische Planungen für eine neue Schienenquerung konkret werden können, müssen Meeresbiologen klären, welche Auswirkungen ein neues Bauwerk auf die Unterwasserwelt hätte.

„Gut für das Klima und den Konzern“

Wo sehen Sie den Schwerpunkt Ihrer Arbeit?

Ich bin ein grüner Ökonom. Mein Ziel ist es, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit eng zusammen zu bringen. Ich will deshalb Projekte anstoßen und voranbringen, die sich gleichzeitig rechnen und der Umwelt helfen.

Wo liegt das Potential?

Wir haben bei der DB eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten mit ganz unterschiedlichen Effekten. Zum Beispiel sterben jährlich einige tausend Vögel und kleinere Tiere in unseren Gleisen, weil sie mit Strom in Kontakt kommen. Gleichzeitig führt das oft zu Ausfällen im Netz, zu Verspätungen und letztlich Mehrkosten. Mit einem  verbesserten Schutz unserer Oberleitungen – also mit Hilfe besonderer Vorrichtungen - können wir Tiere besser schützen. Gleichzeitig spart das Reparaturen und Ärger mit Verspätungen.

Oder unser Online-Ticket: Wenn die jährlich rund 30 Millionen Kunden, die heute ein Online-Ticket kaufen, dieses künftig nicht mehr ausdrucken müssen, sondern auf ihrem Smartphone vorzeigen können, sparen wir im Jahr bis zu 400  Tonnen Papier.  

Drittes Beispiel: Energiesparendes Fahren. Stellen Sie sich Gruppen von Lokführern vor. Die einen entwickeln Fahrassistenz-Systeme, die anderen Fahrempfehlungen, indem sie an Pilotstrecken „best practice“ ausprobieren und die Erkenntnisse dann allen Kollegen zur Verfügung stellen. Genau das haben unsere Kollegen von DB Arriva und DB Regio gemacht. Mit dem Ergebnis, dass der Energieverbrauch deutlich gesunken ist. Das ist gut für das Klima und für den Konzern.

Die DB will Umwelt-Vorreiter sein. Wie schätzen Sie das ein?

Wir haben schon viel erreicht, aber auch noch eine Menge zu tun. Ich versuche, die Welt mit den Augen unserer Kinder zu sehen. Die würden erwarten, dass wir das Klima nachhaltig schützen, dass wir dafür sorgen, dass die Menschen, die in der Nähe unserer Gleise wohnen, besser schlafen können weil es weniger laut ist, dass wir die Artenvielfalt sichern. Auch deshalb müssen wir noch viel mehr erneuerbare Energien einsetzen, den Lärm weiter reduzieren und auch beim Naturschutz noch besser werden. Wir als DB haben uns folgende Kernziele bis zum Jahr 2020 gesetzt: Einen Anteil von 45 Prozent erneuerbarer Energien an unserem Bahnstrommix, 30 Prozent weniger  CO₂e-Emissionen im Vergleich zu 2006 und gleichzeitig eine Halbierung des Schienenlärms. Aber 2020 ist ja nicht Schluss. Danach muss es weitergehen.

Was ist das große DB-Ziel für die Zukunft?

Die größte Herausforderung ist aus Umweltsicht sicherlich die Vision „CO₂-freies Fahren bis 2050“. Aber vor allem wünsche ich mir, dass unsere Kunden die Züge der DB nicht nur mit einem guten Gefühl nutzen, weil sie wissen, dass sie sicher und bequem an ihr Ziel kommen, sondern auch, weil sie wissen: Die Bahn ist Vorreiter im Umweltschutz.