Deutsche Bahn
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Digitale Innovationen

Neue digitale Möglichkeiten

DIANA, ETCS, Platooning und noch viel mehr: Die DB hat in Sachen Digitalisierung viel zu bieten. Und noch viel vor. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie wir uns ständig weiterentwickeln und digital neue Wege gehen. Nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch.

2016 startete die Deutsche Bahn das Qualitätsprogramm „Zukunft Bahn" für mehr Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung. Ihre Kunden will die DB mit Sauberkeit und Komfort in den Bahnhöfen, pünktlicheren Zügen, zuverlässiger Kundeninformation und komfortablen Fahrzeugen als sympathischer Dienstleister überzeugen. Der Einsatz digitaler Technologien spielt dabei eine Schlüsselrolle. Digitalisierte Prozesse, Sensoren und Algorithmen bieten neue Möglichkeiten: für die vorausschauende Instandhaltung von Zügen, Gleisen und Weichen, für digitale Services an Bord von Nahverkehrszügen und flexiblere Lösungen beim Waren- und Gütertransport. Dabei geht es auch darum, kleinere Innovationen zu entwickeln und zu testen - denn viele Einzelmodule leisten im Gesamten deutliche Verbesserungen für unsere Kunden.

EIN KURZER THEMENÜBERBLICK:

DIGITALE INFRASTRUKTUR UND TECHNIK

Sensoren, Mikrofone oder Glasfaserkabel überwachen rund um die Uhr den Zustand von technischen Anlagen und Fahrzeugen. Signalmasten an der Strecke sucht man vergebens, denn die Züge werden digital über Funk gesteuert. Und den Fahrplan im Güterverkehr bucht man ganz einfach wie im Onlineshop per Mausklick. Dieses Bild einer „Infrastruktur 4.0“ ist keineswegs nur ferne Zukunftsmusik. Im Gegenteil: viele der Themen sind heute schon gelebte Praxis und zeigen spürbare positive Veränderungen für Reisende und Bahnunternehmen. Den Rahmen dafür bildet das Programm „Zukunft Bahn“, bei dem Qualität und Verlässlichkeit für den Kunden im Mittelpunkt stehen. Das Schienennetz der DB AG ist dabei eine der Ideenschmieden. Kaum ein anderer Bahnbereich bietet die Chance, durch innovative Technik und Digitalisierung so viele positive Effekte auf das Gesamtsystem zu generieren. 

Mit der Diagnose- und Analyseplattform DIANA legt die Bahn ihre Weichen ans Dauer-EKG. Dabei melden Sensoren, wenn beim Weichenumlauf etwas nicht stimmt. Sichtbar wird dies am Stromverbrauch. Sieht die Verlaufskurve anders aus als die Norm, können die Instandhalter am Bildschirm ihrer mobilen und stationären Endgeräte schon den kleinsten Hinweis auf eine Abweichung sehr früh erkennen. Störungen an Weichen können damit um bis zu 50 Prozent reduziert werden – für eine bessere Qualität und Pünktlichkeit. Bis 2020 werden 30.000 Weichen mit einer Weichenantriebsdiagnose ausgestattet und an DIANA angeschlossen. Perspektivisch bietet die Plattform zahlreiche weitere Möglichkeiten für Diagnoseanwendungen. Dazu zählt etwa die Überwachung von Bahnübergangstechnik, die in Norddeutschland bereits getestet wird.




Bilder zur Diagnose- und Analyseplattform DIANA

Viele Züge werden schon in naher Zukunft nicht mehr über Signale entlang der Bahnstrecken sondern über Funk gesteuert. Möglich wird dies mit dem European Train Control System (ETCS). Hinter der Bezeichnung verbirgt sich das europaweit einheitliche Leit- und Sicherungssystem, das die Europäische Union einführt, um den grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr zu vereinheitlichen. Etwa 2.750 Kilometer Strecke werden in den nächsten Jahren bei der DB mit ETCS ausgerüstet, entlang des Korridors Rhein-Alpen sind dies bis 2022 knapp 1.450 Kilometer.


Mit dem Wayside Monitoring lassen sich Schienenfahrzeuge im laufenden Betrieb – also quasi im Vorbeifahren – auf Herz und Nieren überprüfen. Dafür werden zum Beispiel mit Mikrofonen am Gleis Geräusche vorbeifahrender Züge aufgenommen und mit einem vorher aufgezeichneten "akustischen Fingerabdruck" verglichen. Weicht das Ergebnis vom Normalwert ab, wird die Bahn in der Wartung aktiv. Und das, lange bevor an Zug oder Schiene überhaupt ein Schaden entsteht. Der Vorteil: weniger Verspätungen für die Reisenden und eine optimierte vorausschauende Instandhaltung.

Wayside Monitoring ist bereits an zahlreichen Standorten im Bundegebiet im Einsatz, so etwa in Hessen und Nordrhein-Westfalen mit den akustischen Verfahren. Das System kann von jedem Eisenbahnverkehrsunternehmen genutzt werden.



Große Mengen an Papier und viele Telefonate für einen Fahrplanslot? Das war einmal. Künftig buchen Eisenbahnverkehrsunternehmen bei der Bahn Trassen wie im Onlineshop per Mausklick. Die App „Click and Ride“ macht es möglich. Einfach Wünsche zu Zeit, Strecke und Zug eingeben, verfügbare Trassen am Bildschirm checken, auswählen und buchen. Von der Fahrplananfrage bis zum fertigen Angebot dauert es dann nur noch drei Minuten statt mehrerer Stunden. Das bedeutet weniger Aufwand für alle Beteiligten und eine bessere Auslastung des Schienennetzes. Derzeit arbeiten 150 Spezialisten der DB daran, im Projekt „Digitale Kapazitätssteigerung“ mehr Kapazität für den Schienengüterverkehr zu schaffen und eine bessere Netzauslastung zu erreichen. Der Bund fördert die Digitalisierung des Fahrplans mit rund 75 Millionen Euro in seinem Zukunftsinvestitionsprogramm".





Der 3D-Druck nimmt bei der Deutschen Bahn (DB) Fahrt auf. Den Anfang machte Ende 2015 der Druck eines einfachen Mantelhakens. Seitdem hat die DB bereits 1.000 Ersatzteile verschiedenster Art gedruckt, mit steigender Tendenz. Bis Ende 2017 sollen insgesamt 2.000 Ersatzteile aus dem 3D-Drucker kommen, bis Ende 2018 schon 15.000 Stück. Dabei reicht die Bandbreite vom Lüftungsgitter über Kopfstützen bis zur Querdämpferkonsole.

Ob ein Bauteil aus dem 3D-Drucker tatsächlich eingesetzt wird, entscheiden umfangreiche Tests, die alle Teile durchlaufen. Hierbei geht es beispielsweise um die Prüfung der Dauerfestigkeit. Die additive Fertigung beim 3D-Druck – also der schichtweise Aufbau der Ersatzteile – ermöglicht es zudem, Ersatzteile an besonders störungsanfälligen Stellen vorab zu optimieren. Dadurch können Störungen bereits im Vorfeld minimiert und die Verfügbarkeit von Zügen noch weiter erhöht werden. Während die ersten Ersatzteile ausschließlich aus Kunststoff waren, werden mittlerweile auch Metallbauteile im Pulverdruckverfahren produziert und im Hochgeschwindigkeitsverkehr eingesetzt. Ein Beispiel der Klemmenkasten, der empfindliche Kabel an einem Motor im ICE schützt.  


3D-Druck wird nicht nur in der Instandhaltung eingesetzt, sondern im gesamten Unternehmen. So wird auch am Bahnhof der Einsatz von 3D-Druck bereits getestet: Mit Handlaufschildern in Blindenschrift können sich mobilitätseingeschränkte Personen im Berliner Hauptbahnhof leichter zurechtfinden. Der 3D-Druck bietet die Möglichkeit, für Handläufe am Bahnsteig individualisierte Schilder zu fertigen.

Bildergalerie 3D-Druck

DB Schenker untersucht zudem intensiv, wie in großen Materiallagern 3D-Drucker eingesetzt werden können, um Ersatzteile für die Kunden vor Ort auszudrucken und damit Lagerbestände zu verkleinern. Aktuell läuft die Suche nach geeigneten Testkunden.

Statt selbst teure 3D-Drucker-Farmen aufzubauen, setzt die DB auf die Partnerschaft im Netzwerk „Mobility goes Additive“. Industrie und Mobilitätswelt arbeiten hier Hand in Hand. Weit über 40 Unternehmen – von Anwendern über Universitäten bis hin zu Start-ups – haben sich auf Initiative der DB darin zusammengeschlossen, um Innovationen gemeinsam voranzutreiben. Mit an Bord sind auch Druckmaschinenhersteller und Druckdienstleister. 

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Presseinformation 3D-Druck



DIGITAL UNTERWEGS IM NAHVERKEHR

Nicht nur für die Infrastruktur der DB sehen wir große Chancen, unsere Angebote stetig zu verbessern. Auch im Personenverkehr nutzen wir konsequent die sich ständig erweiternden Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet. 

Seit Anfang des Jahres gibt es für alle Reisenden im ICE kostenloses WLAN. Wir wissen aber natürlich, dass auch unseren Fahrgästen im Regionalverkehr das Thema WLAN sehr am Herzen liegt. Uns auch. Deswegen hat DB Regio ein Konzept entwickelt, damit beispielsweise auch die Pendler im Nahverkehr auf kostenloses WLAN und damit verbundene attraktive Zusatzangebote zugreifen können. Ziel ist es, gemeinsam mit den Aufgabenträgern, den Bestellern der regionalen Verkehrsleistungen, bis 2020 einen großen Teil der DB Regio Flotte mit WLAN auszustatten. 

 

Bildergalerie

  • Die technische Lösung, die die DB Regio den Aufgabenträgern anbietet, bündelt die Netze der drei Mobilfunkanbieter,  um die bestmögliche Verfügbarkeit und Bandbreite bereit zu stellen. Die systematische Messung der Netzabdeckung mit öffentlichem Mobilfunk auf 95 Prozent der Regio-Strecken (21.000 Kilometer Streckennetz) ergab, dass selbst bei Bündelung der drei Mobilfunknetzanbieter lediglich auf rund 87 Prozent der Strecken Internetempfang via WLAN in zufriedenstellender Qualität (mind. UMTS, teilweise LTE) angeboten werden. DB Regio will daher als Zusatzangebot attraktiven Content über ein Bordentertainment-Portal anbieten.

Seitdem hat sich viel bewegt: Kostenloses WLAN testen wir beispielsweise derzeit in Bayern (Südostbayernbahn, Fugger-Express zwischen München und Augsburg), Baden-Württemberg (S-Bahn Stuttgart) und in NRW (RE 42 zwischen Mönchengladbach und Münster). Im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt stattet DB Regio zudem das erste komplette Nahverkehrsnetz mit kostenlosem WLAN aus. Insgesamt werden 60 Wagen mit der entsprechenden Technik ausgerüstet. 

Unser mobiles Testlabor

Mit einem umgestalteten Bus testet DB Regio effizient neue Technologien. Aufgabenträger wie Kunden können sich direkt vor Ort ein Bild machen:

  • Im mobilen Labor sind die aktuellen Lösungen „wie im Zug“ verbaut und können während der Fahrt unter simulierter Last getestet werden.
  • Aufgabenträger und Reisende können im Testbus mit ihren mobilen Endgeräten das WLAN-System sowie das zukünftige Regio-Portal erleben und testen.
  • Die Entscheidung fiel auf einen Bus, da uns dieser eine höhere Flexibilität ermöglicht. So können wir direkt zu den Kunden, etwa für Marktforschungen, beziehungsweise zu den Aufgabenträgern fahren, um unsere WLAN-Lösung vorzustellen. Ein weiterer Faktor ist die Schnelligkeit, was die Umrüstung und Ausstattung mit verschiedenen Versuchskonzepten betrifft.

Mehr Informationen zum WLAN-Bus finden Sie hier.

Immer wissen, wo noch freie Sitzplätze und Stellflächen für Fahrräder sind, nie die Anschlüsse aus dem Blick verlieren und WLAN nutzen – „Colibri“ macht es möglich. Die DB testet das neue IT-System in zwei Zügen der Regionalexpresslinien RE3 (Stralsund – Berlin – Elsterwerda) und RE5 (Rostock / Stralsund – Berlin – Wünsdorf/Waldstadt). „Colibri“ steht für „Coach Link for Broadband Information Exchange“ und wurde von der DB Fahrzeuginstandhaltung entwickelt. 

Im Zentrum des Pilotprojekts steht die Verbesserung der Kundeninformation während der Reise – und damit eine Qualitätssteigerung ganz im Sinne des DB Programms Zukunft Bahn. „Colibri“ ermöglicht die Erfassung der Fahrgast- und Fahrradanzahl in den Doppelstockwagen in Echtzeit. Fahrgäste können sich so über die App „Digital im Regio“ oder über Monitore am Fahrzeug informieren, wo noch freie Sitz- und Stellplätze sind. 

Die IT-Lösung ermöglicht perspektivisch auch, dass Züge schneller wieder aus Werkstätten auf die Schiene kommen – denn neben den genannten Vorteilen für den Fahrgast werden durch "Colibri" auch Informationen über Mängel und Schäden schon von unterwegs vorgemeldet und sind bereits bekannt, bevor der Zug im Werk eintrifft.

Neben kostenfreiem WLAN in den Zügen werden den Kunden ein Entertainment-Paket des rbb (Rundfunk Berlin Brandenburg) sowie Spiele angeboten. Auf den neuen Monitoren sind zudem der Fahrtverlauf sowie Informationen zu den Anschlüssen zu sehen.

Colibri - Neue digitale Angebote für Fahrgäste

Top-aktuell, proaktiv und transparent: Mit dem DB Streckenagenten gibt es jetzt eine App, die Bahn-Kunden bundesweit im Störfall per Push-Nachricht individuell über die aktuelle Situation und mögliche Alternativen informiert. 

Bildergalerie

Der DB Streckenagent hilft, wenn es weh tut – aus Kundensicht dann, wenn der reguläre Fahrplan nicht mehr stimmt. Der Kunde abonniert seine persönlichen Verbindungen, die er vom Streckenagenten einmalig oder über einen längeren Zeitpunkt überwachen lassen möchte. Im Fall einer Störung auf seinen Linien bekommt er per Push-Nachricht aktuelle Meldungen auf sein Smartphone oder Tablet. Das Besondere: Der Kunde erhält solange Updates, bis die Störung entweder behoben ist oder eine Reisealternative angeboten wurde. Somit kann er Wartezeiten noch besser einkalkulieren.

Mehr Informationen zur App DB Streckenagent finden Sie hier

Schnell und einfach Mitfahrer für gemeinsame Fahrten mit Länder-Tickets finden – das ermöglicht die DB Mitfahrer-App von DB Regio. Das Angebot wurde 2015 zunächst für die Bayern-Tickets eingeführt, 2016 weitete DB Regio das Angebot auf das Baden-Württemberg-Ticket, das Rheinland-Pfalz-Ticket und das Saarland-Ticket aus. Im Mai 2017 folgen nun das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket, das Schleswig-Holstein- Ticket, das Brandenburg-Berlin- Ticket und das Niedersachsen-Ticket.

Die DB Mitfahrer-App bietet Bahnkunden die Möglichkeit, sich für gemeinsame Fahrten mit den Länder-Tickets zu verabreden und so noch günstiger zu reisen. Mit nur wenigen Klicks können sich Nutzer dann einer bereits bestehenden Fahrgemeinschaft anschließen oder selbst eine Gruppe gründen. Per Chat können sich die Mitglieder einer gegründeten Fahrgemeinschaft zur Fahrt austauschen und verabreden. Nach der Fahrt kann der Nutzer die Zuverlässigkeit seiner Mitfahrer mit „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ bewerten und seine Lieblingsmitfahrer als Favorit hinzufügen.

Die Anwendung steht für die Betriebssysteme iOS und Android zur Verfügung und kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Pendler kennen das: Gerade zu Stoßzeiten im Berufsverkehr ist es oft nicht ganz einfach, einen Sitzplatz zu ergattern. Daher plant DB Regio die Sitzplatzreservierung (SPR) als Service im Nahverkehr flächendeckend einzuführen. Bereits im Jahr 2015 starteten regionale Pilotprojekte auf ausgewählten Strecken in Sachsen, Thüringen, Bayern und Rheinland-Pfalz. In den nächsten Monaten folgen weitere Linien und Verbünde. Konnten zunächst nur Abo-Kunden den Service nutzen, wurde er 2017 auf Einzelfahrten ausgeweitet. Sitzplatzreservierungen für Einzeltickets sind am Automaten erhältlich, Abokunden reservieren einfach online unter www.mein-sitzplatz-regio.de. Ziel ist es, den Service perspektivisch flächendeckend über alle Vertriebskanäle der DB anzubieten.

Mit einem neuen, innovativen Verkehrsangebot präsentiert sich die Bussparte von DB Arriva in Großbritannien als Vorreiter in der Nutzung digitaler Technologien und eröffnet dem Busverkehr ganz neue Dimensionen.

Seit Anfang März 2017 bietet Arriva als erstes Verkehrsunternehmen in Großbritannien eine kunden- und bedarfsorientierte Variante des ÖPNV an. Über die Smartphone-App „ArrivaClick“ können Kunden im Großraum Kent zur gewünschten Zeit einen Minibus für die Fahrt zum gewünschten Ziel bestellen. Einmal geklickt, hält der Taxibus nur wenige Minuten später an einer nahegelegenen Straßenecke, unabhängig von einem Fahrplan oder einer Haltestelle.

Die ArrivaClick-App ist kostenlos für iPhone oder Android erhältlich. Der Kunde gibt in die App Abhol- und Zielort ein, schaut, ob ein Platz verfügbar ist und bucht die Fahrt. Dabei gleicht die App automatisch die Daten mit denen anderer Nutzer ab, deren Fahrtziel in derselben Richtung liegt. Der Fahrpreis wird vom aufgeladenen App-Konto abgebucht. Vorreservierungen bis zu einem Monat sind ebenfalls möglich. 

Das Pilotprojekt ist zunächst auf das Gebiet zwischen dem Kent Science Park und dem Bahnhof Sittingbourne limitiert. Demnächst soll das Einzugsgebiet der Taxibusse aber erweitert werden.  

Bildergalerie

Die Busfahrer erhalten alle Buchungen und die entsprechende Navigation über eine eigene App auf ihrem iPad mini vom DB Arriva Kundencenter in Bristol.


DIGITALE SERVICES AM BAHNHOF

Mehr als Ankommen und Abfahren - auch für unsere Bahnhöfe entwickeln wir ständig neue Ideen, um die Services zu verbessern.


Die neue DB Information kommt: Der Austausch aller 82 bestehenden DB Informationen bundesweit beginnt ab Herbst 2017 an folgenden Hauptbahnhöfen: Nürnberg, Hannover, Leipzig, Köln, Hamburg, Frankfurt (Main), Mannheim, Berlin sowie Berlin Ostbahnhof und soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Die DB Information ist ein moderner Empfangsschalter:
Auf einem großen Monitor sind bereits aus der Ferne Informationen sichtbar; Kundenmonitore unterstützen die persönliche Beratung, und an Selbstbedienungsterminals können Kunden Online-Tickets und Bescheinigungen bei Verspätungen ausdrucken oder eine Mobilitätshilfe bestellen. Die Services sollen stetig erweitert werden.

Infografik: Prototyp der neuen DB Kundeninformation am Bahnhof Berlin Südkreuz




Die App „DB Bahnhof live“ bietet schnellen Zugang zu allen 5.400 Bahnhöfen deutschlandweit mit Informationen über Ankunfts- und Abfahrtszeiten, Einkaufsmöglichkeiten sowie Gastronomie und Dienstleistungsangeboten. Angezeigt wird in Echtzeit auch, ob ein Aufzug am Bahnhof funktioniert. Ein interaktiver Wagenreihungsplan rundet das Angebot ab. Die App ist kostenfrei im Google Play Store und im Apple App Store verfügbar. Einzelheiten gibt es hier.

Die App "DB Bahnhof live" ermöglicht einen schnellen Zugang zu 5.400 Bahnhöfen und liefert alle wichtigen Infos zu diesem.


Im Augsburger Hauptbahnhof werden ab Mai in einem Pilotversuch die ersten digitalen Vitrinen mit Touchscreen getestet. Die Reisenden finden ein umfassendes Informationsangebot. Dazu zählen Aushänge zu Bauarbeiten, Abfahrts- und Ankunftspläne, Wagenreihungsplan, Hausordnung oder wichtige Telefonnummern. Überzeugen die Testergebnisse, folgen weitere Bahnhöfe.

Digitale Vitrine

In den Bahnhöfen Berlin Hauptbahnhof, Ostbahnhof und Südkreuz sowie den Hauptbahnhöfen Hannover und Hamburg setzt die Deutsche Bahn ein neues Reinigungskonzept um. Verschmutzungen sollen damit schneller entfernt werden.

Reisende und Bahnhofsbesucher können per WhatsApp Verschmutzungen melden. Dazu senden sie lediglich eine WhatsApp-Nachricht mit Angabe des Standorts und Art der Verschmutzung an die Nummer 0157 923 628 36 und erhalten eine Eingangsbestätigung. Der Kunde bekommt auf Wunsch eine Benachrichtigung, sobald die Reinigung erfolgt ist. Er kann außerdem die Sauberkeit im Bahnhof mit einer Schulnote bewerten.

Innovativ sind die neuen DB BahnhofsBoxen. Die intelligenten Schließfächer werden seit Ende März im Stuttgarter Hauptbahnhof und in Kürze in Berlin zur Lieferung von Lebensmitteln und anderen Produkten erprobt: Der Kunde bestellt im Internet Ware, die dann abholbereit für ihn im Schließfach am Bahnhof lagert. Weitere Bahnhöfe sollen folgen.

BahnhofsBox


DIGITALE ENTWICKLUNGEN BEI TRANSPORT UND LOGISTIK

Auch in den Bereichen Transport und Logistik bieten innovative Technologien neue Möglichkeiten, Qualität und Pünktlichkeit stetig zu verbessern und die Transparenz für unsere Kunden zu steigern. DB Cargo treibt die Entwicklung und Umsetzung digitaler Themen im Schienengüterverkehr voran: Vom einfachen Kundenzugang zu Schienentransporten durch digitale Portale, zu einer verbesserten Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit durch intelligente Fahrzeuge.

DB Cargo nimmt bei der Ausrüstung seiner Güterwagen mit intelligenter Sensorik eine Vorreiterrolle ein. Schon heute ist eine Versuchsflotte von mehr als 500 verschiedenen Güterwagen im Einsatz. Diese sind mit zahlreichen Sensoren ausgestattet, die verschiedene Informationen, beispielsweise zu Position, Beladungszuständen, Stößen, Feuchtigkeit und Temperatur liefern. Bis 2020 sollen rund 40.000 Güterwagen von DB Cargo mit den Sensoren ausgestattet werden.

Intelligente Güterwagen helfen uns dabei, die Kundenwünsche noch besser berücksichtigen zu können und die Transportqualität steigern.

Clevere Güterwagen


Das digitale System TechLOK erfasst, verarbeitet und visualisiert die Sensordaten der europäischen Triebfahrzeugflotte von DB Cargo. Oder einfacher: Die Lok sagt jetzt selbst, wie es ihr geht und liefert die Hinweise auf mögliche Schadensausfälle, bevor diese überhaupt auftreten. Damit kann die gesamte Lokinstandhaltung neu und effizient aufgestellt werden und die Verfügbarkeit der Flotte steigt. Bis heute sind rund 700 Loks der Baureihen 185/189 oder 261/265 mit diesem System ausgestattet und senden europaweit Daten über ihren Zustand. Bis 2020 sollen 2000 Loks damit ausgestattet sein. 

Zügig anfahren, beim Bremsen Energie ins Netz zurückspeisen oder den Zug an den richtigen Stellen rollen lassen –Fingerspitzengefühl im Führerstand spart Energie: Bereits seit mehr als zehn Jahren wenden die Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn (DB) eine energieeffiziente Fahrweise an. Mit Erfolg – allein bei DB Cargo wurden so von 2005 bis 2015 rund 90.000 Tonnen CO2 eingespart. Inzwischen bekommt der Lokführer digitale Unterstützung durch das Fahrassistenzsystem Leader.

Weitere Informationen: "LEADER assistiert Lokführern beim energiesparenden Fahren im Güterverkehr"


Über das Internetportal „myRailportal“ kann der Kunde einfach und schnell für seine Ladung  Schienentransporte buchen,  verknüpft mit vielfältigen Zusatzmöglichkeiten. myRailportal lässt sich auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets darstellen. Einmal angemeldet, können die DB Cargo-Kunden die beste Möglichkeit für ihren Transport suchen: Ladestellen, Waggons, Transportwege. Auch die Bestellung, Sendungsverfolgung und Abrechnung läuft über dieses Portal, so dass der komplette Prozess beschrieben wird. Gleichzeitig zeigt myRailportal auch den ökologischen Fingerabdruck und wichtige weitere Kennzahlen für den gewünschten Transport. Neben den Einzeltransporten gibt es auch die Möglichkeit Branchenlösungen mit dem Kundenportal zu entwickeln. Für die Stahlindustrie zum Beispiel existiert bereits eine solche Lösung, die automatisch Wagen bestellt, die Zulaufsteuerung des Schrotts regelt, den Versand der Coils organisiert sowie die Planung der Transporttage mit Berücksichtigung der Feiertage beinhaltet. myRailportal wird ständig im Digital-Lab der DB in Frankfurt am Main weiterentwickelt. 

MyRailportal - Die digitale Plattform für unsere Kunden

box2rail – Seehafenhinterlandtransporte einfach, schnell und kostentransparent gebucht

„box2rail“ heißt die neue Online-Buchungsplattform für Containertransporte per Bahn, die gezielt auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen zugeschnitten ist. In nur wenigen Klicks werden Containerbuchungen „port to door“ auf der Schiene – sicher, schnell und umweltfreundlich von den deutschen Seehäfen direkt zum Endempfänger in das Hinterland und vom Urverlader zu den deutschen Seehäfen ermöglicht. 

Box2rail

Die Buchungsplattform kommt von der TFG Transfracht und steht für Containerbuchungen in nur wenigen Klicks – in nur drei Schritten gelangt der Container auf die Schiene: Transportanfrage, Angebot und Buchung. Eine Buchungsanfrage erfordert lediglich vier Angaben: Seehafen, Bestimmungsort, Versanddatum und Containerart. Im direkten Anschluss erfolgt eine sofortige Preisauskunft – ganz ohne Registrierung. 

box2rail-Kunden profitieren von einem verschlankten Buchungsprozess, intuitiver Bedienbarkeit, Kostentransparenz, Echtzeit-Service sowie -Support per Chat und  Live-Bonitätsprüfung für sofortige Buchung. Die Umweltfreundlichkeit der Schiene und nicht zuletzt das flächendeckende AlbatrosExpress-Netzwerk im Seehafenhinterlandverkehr der TFG sind ein weiteres Argument für die Entscheidung, seine Box einfach per Schiene zu transportieren. 

Die aktuelle Presseinformation finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie hier.

DB Schenker gestaltet ohne Zweifel die Zukunft der digitalen Logistik. Dazu gehören innovative Plattformen im Internet ebenso wie neue Technologien für mehr Transparenz in der Lagerlogistik. Das Autonome Fahren steht ebenfalls im Fokus. 

Drive4Schenker macht es möglich, einen Transportauftrag im Landverkehr komplett online und in Echtzeit zu managen. Rund 30.000 Transportpartner in 20 Ländern können so künftig unmittelbar erkennen, wo es an ihrer Strecke noch zusätzliche Ladung gibt und freie Kapazitäten sofort online buchen. Die Digitalisierung hilft uns dabei, noch effizienter zu werden und neue Wachstumspotentiale zu erschließen.

So haben wir im Februar dieses Jahres im Zuge einer Kapitalerhöhung 25 Millionen US-Dollar (rund 24 Million Euro) in die US-Online-Frachtbörse uShip investiert, mit der wir bereits im europäischen Landverkehr zusammenarbeiten.

uShip hat die Technik für d4s entwickelt.

Die rund 30.000 Transportpartner unseres europäischen Landverkehrsnetzwerks werden seit kurzem über unsere eigens dafür entwickelte Internetplattform Drive4Schenker mit uShip-Technik online mit ihrer Fracht zusammengebracht. Unser Ziel ist es, Fracht schneller und effizienter zu bewegen, den Service für unsere Transportpartner zu verbessern und weiter zu wachsen. 

Mit Drive4Schenker erhalten Frachtführer europaweit einen exklusiven Zugang zu unseren offenen Ladungsangeboten in Europa. Das sind Sendungen von mehr als 400 Standorten in 35 Ländern.

Wir können auf diese Weise internetgestützt und europaweit die komplette Fahrer- und Fahrzeugdisposition durchführen. Die gesamte Interaktion soll künftig mithilfe von Drive4Schenker elektronisch abgewickelt werden.

Alle Disponenten aus den europaweiten Niederlassungen bekommen Zugriff auf das Drive4Schenker-Portal. Auf Basis ihrer Informationen können die Frachtführer ihr Tagesgeschäft optimieren und kostspielige Leerfahrten minimieren – ein Vorteil für beide Seiten.

Der neue Service ist im Februar dieses Jahres in Deutschland gestartet, der Ausbau erfolgt schrittweise. Stand April 2017 sind bereits 2.000 Frachtladungen über die Plattform abgewickelt worden und 100 Spediteure sind bereits auf der Plattform und über selbige aktiv. Insgesamt bildet die Plattform bereits Frachtladungen aus 25 Branchen, verteilt über 15 Länder ab. Die ersten Rückmeldungen sind äußerst positiv und für einen noch breiteren Roll-Out sollen weitere Funktionalitäten ergänzt werden.

Für die Fahrer besteht der Vorteil des digitalen elektronischen Marktplatzes Drive4Schenker darin, dass sie mit der dazugehörigen App sofort sehen können, welchen Umfang die zu transportierende Ware hat, wie schwer sie ist, wo die Ware abgeholt werden muss und wo sie hin muss, mit Informationen, Telefonnummer, Abholzeit und Ankunftszeit und das alles auf einen Blick und papierlos.


Die Internet-Plattform „Drive4Schenker“ bringt europaweit Lkw und Fracht zusammen. Das Online-Angebot von DB Schenker und der US-Firma uShip hilft, freien Frachtraum zu vermarkten.

Erik Fox, Leiter Direktverkehre, DB Schenker Europa



Drei Fragen an Erik Fox, Leiter Direktverkehre, DB Schenker Europe.




Wie wird der DB-Logistiker davon profitieren? 

"Mit der Plattform werden wir effizienter und optimieren unser Netzwerk – zum Nutzen unserer Kunden und 31.000 Frachtführer, also unserer Subunternehmer. Wir haben eine große Nachfrage seitens unserer Kunden. Trotzdem dürfen wir uns nicht in Sicherheit wiegen: Mit dem neuen Geschäftsmodell agieren wir zeitig, um den Transportmarkt weiter mitzuprägen. Drive4Schenker ermöglicht uns nun erstmals europaweit, alle Arten von Frachten im Landverkehr über alle Stationen eines Transportauftrags online zu managen – und das mittels nur einer Plattform."

Welche Veränderungen bringt Drive4Schenker, und was haben Kunden und Transporteure davon? 

"Unsere Kunden und Transportpartner können jetzt in Echtzeit erkennen, wo es an ihrer Strecke noch zusätzliche Ladung gibt und mit Online-Buchungen sofort darauf reagieren. Sie können also noch am Liefertag Frachtraum suchen beziehungsweise bieten. Ein interessanter Aspekt: So lässt sich zum Teil auch Frachtraum in nicht ganz ausgelasteten Lkw hinzubuchen. Das bietet Landverkehr auf einem neuen Niveau: Touren lassen sich auch kurzfristig planen, um Lkw effizienter auslasten. Künftig sollen pro Tag bis zu 10.000 Ladungen in ganz Europa über die Online- Plattform abgewickelt werden."

Wie genau funktioniert der Vermittlungsservice?

"Mit der erprobten Technologie unseres Partners uShip, die wir nun exklusiv auf dem europäischen Markt ausrollen. Sie läuft über eine App auf dem Smartphone oder auf dem Tablet des Fahrers. Auch auf Nebenstrecken werden freie Frachtkapazitäten sofort sichtbar. Der Service schließt zudem zum Beispiel die Preisbildung, die Angebotsvergleiche sowie die Transportüberwachung und -abwicklung mit ein."

Sicherheit und Transparenz sind inzwischen die wichtigsten Aspekte in internationalen Lieferketten. Moderne Technik bietet schon heute die Möglichkeit, die Überwachung von Ladungsträgern weltweit zu garantieren. Sicherheitsvorkehrungen an Schlössern zum Beispiel oder Geräte, die den Zustand von Ladungsträgern dokumentieren und in Monitoring-Systeme übermitteln.

Mit den Geräten der DB SCHENKERsmartbox-Familie bietet der Logistiker seinen Kunden seit 2006 eine ganze Reihe von unterschiedlichen Services. „Im Bereich der Sensor-Technik sind wir mit unserer DB SCHENKERsmartbox-Familie Marktführer. Mit unterschiedlichen Services können wir auf die verschiedenen branchenspezifischen Anforderungen unserer Kunden reagieren“, sagt Erik Wirsing, Head of Innovation bei DB Schenker. Auf der Messe transport logistic bietet DB Schenker die Möglichkeit, sich über die insgesamt zwölf Mitglieder der DB SCHENKERsmartbox-Familie zu informieren.

Je nach Gerät werden Daten über den Zustand des Containers oder der Packstücke in Echtzeit online während der Transporte abgerufen oder nach Ankunft über eine USB-Schnittstelle übermittelt. Individuelle Reports und Statistiken über den Transportweg können anschließend ausgewertet werden. So haben Kunde und Dienstleister die Möglichkeit, den Einsatz von Containern besser zu planen und zu überwachen.

Zum Beispiel im Bereich Electronics: Hochwertige elektronische Geräte müssen auf dem Weg zum Kunden permanent kontrolliert werden. Nicht nur, weil der Wert einer Ladung sehr hoch ist, sondern auch, weil beispielsweise der Zustand von Akkus aus Sicherheitsgründen über die gesamte Lieferkette bis zum Endkunden überwacht werden muss. 

Dafür verfügt die „DB SCHENKERsmartbox premium“ über modernste Sensoren am und im Container, die neben der Geoposition auch messen, was im Container geschieht. Unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schocks und Einbruchsversuche werden in Echtzeit übermittelt. Die Daten können bei Übermittlung an den Server über 2G und 3G Netze online in einem Webterminal überprüft und verfolgt werden.

Ob Pharmaindustrie oder Modebranche – die Anforderungen an die Überwachung oder Dokumentation der Ladungszustände werden durch unterschiedliche DB SCHENKERsmartbox-Familienmitglieder erfüllt. Für die Pharmabranche beispielsweise bietet DB SCHENKER die Smartboxen EASY 1, EASY 2 und EASY PHARMA an, um gezielt und zertifiziert das Einhalten der Temperatur- und Feuchtigkeitsgrenzen nach Industriestandards zu belegen.

Bildergalerie DB SCHENKERsmartbox

Die smartbox von DB Schenker liefert in Echtzeit oder auch aufgezeichnet alle Daten über die Einflüsse auf Container oder Packstücke.


Vernetzte LKW auf der Autobahn: Auch daran arbeitet die DB. Platooning heißt dieses Fahrzeug-System für die Straße. 

Unter Platooning versteht man ein Fahrzeug-System für den Straßenverkehr, bei dem mindestens zwei Lkw auf der Autobahn mit Hilfe von technischen Fahrassistenz- und Steuersystemen in geringem Abstand hintereinander fahren können. Der Fahrer im vorderen LKW steuert, der Fahrer im letzten Fahrzeug überwacht seinen LKW nur noch. Er kann aber jederzeit eingreifen. Vereinfacht gesagt gilt: Bremst der Fahrer im ersten LKW, wird auch der nachfolgende LKW abgebremst. Das gleiche gilt auch für die Beschleunigung. Beim Fahren im Windschatten des ersten LKW kann das hintere Fahrzeug rund zehn Prozent Kraftstoff einsparen. Gut für die Umwelt. 

2018 soll ein Lkw-Platoon auf dem  digitalen Testfeld Autobahn auf der A 9 zwischen den DB Schenker-Niederlassungen München und Nürnberg unterwegs sein.

Platooning bei DB Schenker

  • Video: DB Schenker und MAN arbeiten beim Platooning eng zusammen

Roboter und automatisierte Verpackung revolutionieren die Abwicklung von Online-Bestellungen bei DB Schenker.

Mit einem neuen, digitalen Lagerhaussystem für einen E-Commerce-Großkunden in Schweden treibt DB Schenker seine Logistik 4.0-Strategie voran. Am Standort Arlandastad bei Stockholm hat DB Schenker das automatisierte Kommissionier- und Retourensystem für Online-Bestellungen, CarryPick, erfolgreich eingeführt. Mit der für den größten skandinavischen Online-Spielzeughändler Lekmer.com betriebenen Logistiklösung stärkt DB Schenker seine Position in der E-Commerce-Logistik.

Die CarryPick-Lösung ist Teil des E-Commerce-Angebots von DB Schenker und richtet sich an Kunden mit einem ausgeprägten Onlinegeschäft, die ihre Effizienz signifikant steigern wollen. Den Kern der Lösung bilden selbstfahrende fahrerlose Transportroboter, die unter die mobilen Regale fahren und sie zum Arbeitsplatz der Lagermitarbeiter bringen. 

Dort werden die bestellten Waren dann zusammengestellt und verpackt. Das automatisierte Lagerungs- und Kommissionierungssystem wurde vom Kooperationspartner Swisslog aus der Schweiz entwickelt. Der modulare Aufbau lässt eine Erweiterung bei saisonalem Hochbetrieb oder Geschäftswachstum zu. Die eingesetzte Steuerungssoftware ist über Schnittstellen mit dem Warehouse-Managementsystem von DB Schenker verknüpft. Dieser wichtige IT-Baustein ermöglicht die Installation des Systems auch an anderen DB Schenker-Standorten und für weitere Kunden.

„Wir sind sehr erfreut, die weltweit bisher größte CarryPick-Anlage installiert und in Betrieb genommen zu haben“, so Thomas Schmitt, Mitglied des Vorstandes der Schenker AG, verantwortlich für das Ressort Kontraktlogistik/SCM und Chief Commercial Officer. „Über 60 Roboter und 1.550 mobile Regale erlauben uns die Bearbeitung von 35.000 unterschiedlichen Artikeln rund um die Uhr. Darüber hinaus können wir täglich 40.000 Bestellungen zusammenstellen.“

Eine hochleistungsfähige Software steuert die Prozesse.

Das System kommt auf einer Lagerfläche von 10.000 Quadratmetern zum Einsatz, von denen 6.000 Quadratmeter ausschließlich für die Roboter reserviert sind. Mit seiner enormen Effizienz und hohen Flexibilität kann die CarryPick-Lösung die Produktivität um bis zu 60 Prozent steigern und spart gleichzeitig rund 20 Prozent Fläche ein.

Mit Investitionen in zukunftsträchtige Technologien setzt DB Schenker neue Maßstäbe im Supply-Chain-Management seiner Kunden weltweit und baut seine Position als leistungsfähiger Supply-Chain-Partner aus.schimmernde Regale zum Tanzen bringen. 

 

Bildergalerie




DIE MENSCHEN HINTER DEN DIGITALEN INNOVATIONEN

Um die digitalen Verbesserungen und Services umsetzen zu können, beschäftigt die DB rund 6.000 IT-Experten.  Und jedes Jahr werden es mehr. 

Hinter der Digitalisierung, hinter Bits, Bytes und HTML5 stecken letztlich immer Menschen: die IT-Experten der Bahn. Rund 6.000 davon gibt es im Konzern. Und jedes Jahr werden es mehr, um das Qualitätsprogramm Zukunft Bahn und die Digitalisierungsprojekte der DB umzusetzen und letztlich dem Kunden ein besseres Reisen zu ermöglichen. Allein 2017 stellt die Deutsche Bahn deswegen 700 zusätzliche IT-Experten ein. Sie unterstützen beispielsweise Adiam Abraha dabei, dass im ICE das WLAN reibungslos funktioniert.

Adiam Abraha

Adiam Abraha, Leiter ITK-Portfoliomanagement, Frankfurt (Main).

"Ich sorge dafür, dass IT-Projekte reibungslos laufen und ausreichend finanziert sind. Und es ist meine Aufgabe, bei Konflikten zwischen IT-Dienstleistern und Fachbereichen einzugreifen. Es kommt in meinem Job ganz stark auf drei Dinge an: Ausdauer, Zusammenspiel, kreative Lösungen finden. Ich bin stolz, dass wir jetzt mit der WLAN-Verfügbarkeit in den ICE einen großen Schritt nach vorn gemacht haben. Vernetzung funktioniert bei uns aber nicht nur digital, sondern auch zwischen unterschiedlichen Teams."