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Rheintalbahn

Zugverkehr rollt wieder

Der Verkehr auf der Rheintalbahn rollt seit Montag, 2. Oktober 2017, wieder über die komplette Strecke. Der Deutschen Bahn und den Baufirmen ist es gelungen, den logistischen Einsatz von Personal und Maschinen sowie die Abläufe auf der Baustelle zu optimieren. Dadurch konnten die Arbeiten früher als geplant abgeschlossen werden. Nach der ursprünglichen Planung war dies erst zum 7. Oktober vorgesehen. 

Presseinformation vom 2. Oktober 2017: Rheintalbahn - Der Verkehr rollt wieder

Am 12. August war es im Bereich Rastatt infolge von Vortriebsarbeiten im Rastatter Tunnel zu einem Einbruch von Wasser und Erde in die im Bau befindliche östliche Tunnelröhre gekommen. Oberbau und Gleise der darüber führenden Rheintalbahn senkten sich in dem Bereich ab. Zwischen Rastatt und Baden-Baden wurde die Strecke für den Personen- und Güterverkehr gesperrt. Die ausgefallenen Personenzüge wurden durch Busse ersetzt. Große Gelenkbusse beförderten täglich bis zu 30.000 Reisende zwischen Rastatt und Baden-Baden.

Seit Montag, 2. Oktober,  rollen auch die Züge des Personennah- und Fernverkehrs wieder nach Fahrplan und durchgehend über die Strecke. Nach Fahrplan verkehren seitdem auch die Regionalzüge der Schwarzwaldbahn. Die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) hat den kompletten Betrieb mit den Stadtbahnen am 4. Oktober wieder aufgenommen.

Die ab 2. Oktober geltenden Fahrpläne sind über die elektronischen Auskunftssysteme auf den Internetseiten www.bahn.de, www.kvv.de und www.efa-bw.de abrufbar.


Auch die  Güterzüge sind wieder planmäßig auf dem Nord-Süd-Korridor zwischen Karlsruhe und Basel unterwegs. 

Der Güterverkehr auf der Rheintalbahn wird nach akuellem Stand der Anmeldungen gleich in den ersten Oktobertagen mit hohem Aufkommen auf diese wichtige internationale Trasse zurückkehren. Dies geht aus den Trassenanmeldungen der Güterverkehrsunternehmen hervor, die nach Abschluss der Reparaturarbeiten im Bereich Rastatt die Rheintalbahn wieder befahren können. Damit enden die umfangreichen Umleitungsverkehre der letzten Wochen auf den Alternativstrecken. An Spitzentagen, wie dem 5. Oktober, waren 175 Güterzüge angemeldet.

Im Bereich der Tunnelbaustelle wurden an den Gleisen der Rheintalbahn wieder Sensoren und Messeinrichtungen installiert. Diese überwachen lückenlos und rund um die Uhr die Lage der Gleise über der Tunnelröhre.


Zur Historie der Bauarbeiten: Am 25. August konnte die Verfüllung des beschädigten Tunnelteils mit 10.500 Kubikmetern Beton abgeschlossen werden. Anschließend wurden Gleise, Schwellen und Schotter in dem Bereich abgetragen und die Bewehrungsarbeiten für die Betonplatten ausgeführt. Für die Betonplatten wurden rund 540 Tonnen Bewehrungsstahl und 3.000 Kubikmeter Beton verbaut. Am 25. September konnten die Arbeiten am Oberbau abgeschlossen und anschließend die Oberleitung über den beiden Gleisen montiert werden. Für die Sicherheit des Schienenverkehrs beim Weiterbau des Tunnels Rastatt sorgt der Einbau von Gleis-Monitoring-Systemen.


Verfüllen der Tunnelröhre

Ein "Bau-Tagebuch" zur Rheintalbahn mit aktuellen Informationen und weiterem Bildmaterial finden Sie hier

Endzustand

  

  • Die Deutsche Bahn und der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) gewähren Abonnenten von Zeitkarten im Nah- und Fernverkehr für die Dauer der Sperrung eine 50prozentige Entschädigung. Die DB wird dazu aktiv auf alle betroffenen DB-Abo-Kunden (Fern- und Nahverkehr) zugehen. Fragen der Abo-Kunden nimmt das Abocenter (abo@bahn.de) oder für Bahncard100-Kunden der Comfort-Service (Kontaktdaten auf der Bahncard) entgegen. Pendler, die konkret von der Sperrung betroffen sind und ihr Abo beim KVV abgeschlossen haben, wenden sich bitte direkt an den KVV (abo@kvv.karlsruhe.de). Der KVV bittet darum, damit bis zur Wiederaufnahme des Bahnbetriebs zu warten. 
  •  Für BahnCard100-Kunden mit monatlicher Zahlweise wird direkt der Betrag der nächsten Monatsraten reduziert. BahnCard100-Kunden, die bereits die komplette Jahreskarte gezahlt haben, erhalten in den nächsten Wochen einen Gutschein über den entsprechenden Kulanzbetrag.
  • Für BahnCard25 und BahnCard50-Kunden ist keine anteilige Reduktion der Kartengebühr vorgesehen. Die Betroffenheit der Kunden ist aufgrund des geringeren Reisevolumens sehr unterschiedlich. Für die konkreten Fahrten gelten die Fahrgastrechte. Alle Vielfahrer mit Comfort-Status, die durch die Streckensperrung stark betroffen waren, können sich im Comfort-Service melden.