Deutsche Bahn

Zukunft Bahn

Das Qualitätsprogramm der DB

Mit zufriedenen Kunden erfolgreich in die Zukunft • Pünktlichkeit und Kundeninformation werden verbessert

Mit dem 2016 gestarteten Qualitätsprogramm „Zukunft Bahn" wird die DB Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung nachhaltig verbessern. Ihre Kunden will die DB mit Sauberkeit und Komfort in den Bahnhöfen, pünktlicheren Zügen, zuverlässiger Kundeninformation und komfortablen Fahrzeugen als sympathischer Dienstleister überzeugen. Auch ihre internen Prozesse - von schnelleren Entscheidungen bis zu hierarchiefreier Zusammenarbeit – sind Bestandteile des Qualitätsprogramms. Strategisches Ziel des mehrjährigen Programms ist es, über eine bessere Qualität der Kundenangebote den wirtschaftlichen Erfolg zu steigern. Zukunft Bahn ist aber noch mehr: Das Programm soll die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn in Deutschland steigern - und damit der ganzen Branche zugutekommen.


Wir investieren in moderne Fahrzeuge

Ohne sie geht nichts: Wir modernisieren unsere bestehende Fernverkehrsflotte, und ab Ende 2017 startet der neue ICE 4 im Regelbetrieb.

Der ICE 4 ist die konsequente Ergänzung unserer ICE-Flotte und bietet auf einer Länge von 346 m 830 Sitzplätze. Er läutet eine neue Ära im Hochgeschwindigkeitsverkehr ein und wird in Zukunft das Rückgrat des Fernverkehrs bilden. Bis 2030 soll das Fernverkehrsangebot um 25 Prozent ausgebaut und mehr Städte und Regionen öfter miteinander verbunden werden. Der ICE 4 wird die ICE Flotte ergänzen und löst den ICE 1 und 2 auf ihren heutigen Einsatzfeldern im Kernnetz nach und nach ab.

Grafik: ICE 4 Meilensteine

Im Vergleich zum ICE 1 verbraucht er bis zu 22Prozent weniger Energie pro Sitzplatz. Ressourcensparende Antriebe und aerodynamisches Design sorgen für noch nachhaltigeres Reisen.

Der ICE 4 ermöglicht entspanntes Reisen für vielfältige Mobilitätsbedürfnisse: So gibt es zwei Hublifte für Rollstuhlfahrer, vier Rollstuhl-Stellplätze, ein durchgängiges taktiles Wegeleitsystem (einzigartig für Bahnen in Europa), einen großzügigen Familienbereich sowie ein neu gestaltetes Kleinkindabteil und mit dem Beginn des Regelbetriebs Ende 2017 die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme.

Dank neuester Technik ist im ICE 4 die WLAN-/Internet- sowie Mobilfunk-Verbindung leistungsfähiger und stabiler. Für noch mehr Wohlfühlen an Bord sorgen neu entwickelte ergonomische Sitze, ein neues Lichtkonzept sowie mehr Stauraum für Reisegepäck. Sechs moderne Monitore pro Wagen sorgen für Echtzeit-Information an Bord. Restaurant und Bistro erscheinen, u.a. mit einer neu gestalteten, offenen Vitrine, im neuen Look. Bereits im Spätherbst 2016 begann die Einführungsphase des ICE 4.

Mehr Informationen zum neuen ICE 4 finden Sie hier.

Im April 2016 hat die DB das Programm RESET gestartet. Im ersten Schritt erhielten die 250 ICE bis Mitte Juni in den DB-eigenen Werken eine Spezialbehandlung. An rund 2.200 Wagen wurden ein Teil der Sitze getauscht, intensive Reinigungen durchgeführt und Funktionsstörungen behoben. Hierfür wurden 80 Tonnen Material verarbeitet.

Bis Dezember 2016 durchliefen die rund 1.400 Reisezugwagen und knapp 200 Loks der Intercity-Flotte dieses Programm. Insgesamt investiert die DB 15 Millionen Euro. Ziel von RESET ist es, mit einer intensiven Einmalbehandlung den Zustand der Fernverkehrsflotte zu verbessern. Von den Kunden werden die Züge, die RESET durchlaufen haben, positiv bewertet, insbesondere die Neugestaltung der Toiletten gefällt. Auch 2017 plant die DB RESET durchzuführen.

Mehr Platz, mehr Reisespaß, mehr Informationen: Die Deutsche Bahn (DB) schickt ihre ICE-3-Hochgeschwindigkeitszüge zur Frischekur und sorgt so für deutlich mehr Kundenkomfort und eine höhere Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Die 66 Züge bekommen nach 15 Jahren im Einsatz ein Redesign im Werk Nürnberg der DB Fahrzeuginstandhaltung und werden fit gemacht für die Zukunft. Zudem werden alle Züge mit dem Europäischen Zugkontrollsystem (ETCS) ausgerüstet und sind damit flexibler auf den Strecken im Hochgeschwindigkeitsnetz einsetzbar. Die Modernisierung soll bis 2020 abgeschlossen sein. Im Werk Nürnberg werden parallel jeweils drei Züge auf Vordermann gebracht, pro Zug dauert das insgesamt neun Wochen. In die Verjüngung  der gesamten ICE-3-Flotte investiert die DB rund 210 Millionen Euro. Die Züge kommen ab Dezember 2017 auf der neuen Schnellfahrstrecke VDE 8 zwischen Berlin und München zum Einsatz und werden beide Metropolen in weniger als vier Stunden miteinander  verbinden.

Komfortoffensive: ICE 3 bekommt Frischekur

Bildergalerie


Zutaten für eine angenehme Reise

Reservierte Sitzplätze auch im Nahverkehr, zuverlässig mobil telefonieren und im Internet surfen und glückliche Kinder - so möchten wir unseren Kunden eine entspannte Reise ermöglichen.

 Modern und entspannt unterwegs: Deutsche Bahn präsentiert Innovationen entlang der gesamten Reisekette

Seit vier Jahren bietet DB Fernverkehr eine kostenlose Kinderbetreuung während der Sommerferien an. Die Nachfrage nach einem Unterhaltungsprogramm für unsere kleinen Fahrgäste ist aber nicht nur in der Ferienzeit groß. Das hat die testweise Ausweitung der Kinderbetreuung von März bis Juni 2016 gezeigt. Deshalb führen wir das Angebot dauerhaft ein:

Neues auf einen Blick:

  • Kinderbetreuung für Kinder von 3 bis 10 Jahren ganzjährig auf 14 ausgewählten Strecken mit besonders hohem Familien- und Kinderanteil jeweils samstags und sonntags
  • Reservierte Sitzplätze und Tische angrenzend an die Familienbereiche
  • Zusätzlich 7 Strecken zur Ferienzeit, vor allem zu touristischen Reisezielen wie den Nord- und Ostseeinseln
  • Ein kostenloses Angebot ohne Anmeldung
  • Pro Zug werden ca. 25 Kinder erreicht; das sind pro Wochenende 1.400 Kinder

Kinderbetreuung im Zug


Um für unsere Kunden Reisekomfort und Qualität zu steigern, bauen wir seit dem 01.10.2016 die Sitzplatzreservierung im Regionalverkehr sukzessive aus. Das heißt konkret: Neue Strecken sind in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und Rheinland-Pfalz an den Start gegangen. Pendler und Individualreisende können künftig sowohl in der ersten als auch in der zweiten Wagenklasse Reservierungen kostenpflichtig vornehmen. In der Endausbaustufe wird ein deutlicher Mehrwert für Kunden erzielt, wenn gemeinsam mit der Bestellerorganisation unabhängig vom Fahrschein eine bundesweit flächendeckende Sitzplatzreservierung möglich ist.


Weitere Infos finden Sie unter www.mein-sitzplatz-regio.de

WLAN im ICE
Seit Januar 2017 bietet DB Fernverkehr kostenloses WLAN neben der 1. auch in der 2. Klasse der ICE Flotte an. Unsere Züge wurden mit einer neuen Multiprovider- Technik ausgestattet, die durch Bündelung der Kapazitäten der drei Mobilfunknetzbetreiber ein robustes, deutlich stabileres und leistungsfähigeres Internet anbieten. Zudem schaffen wir die Voraussetzung für neue Features im ICE Portal zur Unterhaltung der Fahrgäste mit Filmen aus dem Programm von maxdome onboard.

Repeater für Fernverkehrszüge
Auch der Mobilfunkempfang in den Fernverkehrszügen wird besser: Die Deutsche Bahn rüstet in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern Deutsche Telekom, Telefónica Germany und Vodafone einen Großteil ihrer Fernverkehrsflotte mit neuen Mobilfunkrepeatern aus. Insgesamt werden 3.750 Wagen bis Ende 2018 mit der neuen Technik ausgestattet.So können die Fahrgäste über den Datentarif ihres Mobilfunkanbieters das Internet nutzen und haben neben dem Internetzugang über WLAN in den ICE-Zügen eine weitere Möglichkeit zum mobilen Surfen. Wagen, die über die neue Technik verfügen, werden mit diesem Smartphone-Piktogramm gekennzeichnet. Repeater sind notwendig, da die Außenhülle der Fernverkehrszüge und die mit Metall bedampften Scheiben nahezu undurchlässig für Mobilfunksignale sind.

WLAN@DB Regio
DB Regio stellt einsatzbereite Technik für kostenloses Internet über WLAN zur Verfügung. Gemeinsam mit den Aufgabenträgern wurde 2016 mit der Umsetzung erster Piloten begonnen und erste Fahrzeuge mit WLAN ausgestattet, etwa beim Fugger-Express von München nach Augsburg sowie auf der Strecke Kiel-Lübeck-Lüneburg, bei der S-Bahn Stuttgart oder auf einer Regionalexpresslinie in NRW. Mit Unterstützung der Aufgabenträger soll bis 2020 ein Großteil der DB Regio-Züge ausgerüstet werden. Auch im Nahverkehr plant DB Regio zusätzlich ein On Board-Informations- und Unterhaltungsangebot, das bei schlechter Mobilfunkversorgung ein Grundangebot gewährleistet. Es enthält beispielsweise die Bereiche Reisendeninformation oder Unterhaltung/News (etwa die Tagesschau in 100 Sekunden). Hier laufen ebenfalls Tests auf ausgewählten Strecken, beispielsweise wiederum bei der S-Bahn Stuttgart.

Mehr Informationen auch hier.

Neueste Technik für schnelleres WLAN und bessere Telefonie

DB digital: Reise neu erleben


So werden wir pünktlicher

Bei der Verbesserung unserer Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit setzen wir auf Mensch und Technik: Spezielle Teams sorgen dafür, dass die Züge pünktlich abfahren,  neue Technologien geben Aufschluss über bevorstehende Störungen an der Infrastruktur. 

Probebetrieb ICE 4

Spezialistenteams an 20 Bahnhöfen kümmern sich gezielt um die Pünktlichkeit

Mit den Knotenkoordinatoren, die 2016 neu eingesetzt wurden, hat die DB Qualitätssprünge bei der Pünktlichkeit erzielt. Die Planmäßigkeit der Abfahrten an den zehn verkehrsreichsten Knotenbahnhöfen wurde mit Hilfe dieser Teams, die sich aus verschiedenen Geschäftsfeldern zusammensetzen, um rund 16 von 60,3 auf 76,1 Prozentpunkte gesteigert. Bis 2018 sollen an den betrachteten Bahnhöfen 90 Prozent der Züge im Fernverkehr planmäßig abfahren. Von der Arbeit der Knotenkoordinatoren profitiert das gesamte System Schiene, denn 60 Prozent der verspäteten Abfahrten haben ihren Ursprung an den zehn verkehrsstärksten Bahnhöfe und wirken sich auf das gesamte Netz aus.


Infografik Knotenkoordinatoren


Sensoren erkennen frühzeitig Störungen, bevor sie entstehen. 30.000 Weichen werden bis 2020 mit Ferndiagnose überwacht.

Um Störungen des Bahnverkehrs durch defekte Weichen zu verhindern, hat die DB Netz AG ein digitales Ferndiagnosesystem (DIANA) entwickelt. Instandhalter können mögliche Störungen präventiv beheben. 2016 wurden über 6500 Weichen mit der Technik ausgestattet. Bis 2020 sollen es 30.000 Weichen sein. Ziel ist, die beinflussbaren Störungen an Weichen um bis zu 50 Prozent zu reduzieren.


So funktioniert die digitale Weichendiagnose

Mit dem Wayside Monitoring lassen sich Schienenfahrzeuge im laufenden Betrieb – also quasi im Vorbeifahren – auf Herz und Nieren überprüfen. Dafür werden zum Beispiel mit Mikrofonen am Gleis Geräusche vorbeifahrender Züge aufgenommen und mit einem vorher aufgezeichneten "akustischen Fingerabdruck" verglichen. Weicht das Ergebnis vom Normalwert ab, wird die Bahn in der Wartung aktiv. Und das, lange bevor an Zug oder Schiene überhaupt ein Schaden entsteht. Der Vorteil: weniger Verspätungen für die Reisenden und eine optimierte vorausschauende Instandhaltung.

Wayside Monitoring ist bereits an zahlreichen Standorten im Bundegebiet im Einsatz, so etwa in Hessen und Nordrhein-Westfalen mit den akustischen Verfahren. Das System kann von jedem Eisenbahnverkehrsunternehmen genutzt werden.



Für einen angenehmen Aufenthalt

Wir sorgen dafür, dass im Bahnhof alles reibungslos läuft - vom funktionierenden Aufzug bis zum komfortablen Wartebereich.

An 53 großen und mittleren Bahnhöfen, deren Sauberkeit in Kundenumfragen als verbesserungswürdig bewertet wurde, wurde 2016 intensiver gereinigt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Grundreinigung sowie der Glasreinigung, insbesondere von Hallendächern. Insgesamt investierte die DB dafür 3,8 Mio Euro zusätzlich. 2017 wird ein neues Reinigungskonzept auf dem Programm aufbauen.

Licht&Farbe
Mit „Licht&Farbe“ investierte die DB Station&Service AG zusätzlich 1,1 Mio. Euro in kleinere Instandsetzungs- und Verschönerungsmaßnahmen. Dazu wurden mit „Licht&Farbe“ bis Ende 2016 für 1,1 Mio. Euro 2016 bundesweit 227 Maßnahmen an 72 Bahnhöfen durchgeführt.

Aufzüge und Fahrtreppen melden Störungen selbst: Die DB stattete 2016 ihre rund 3.000 Aufzüge und Fahrtreppen mit einem Kommunikationsbaustein zur Fernüberwachung aus. Er erfasst den Anlagenzustand permanent und übermittelt diese Daten an die Betriebszentrale. So können Mitarbeiter im Störfall die Reparatur unverzüglich beauftragen und Ausfälle schneller behoben werden. Das hat dazu geführt, dass die DB die Verfügbarkeit der Anlagen auf 97 Prozent in den Ballungszentren und auf 95 Prozent in der Fläche steigern konnte.

Durch die Digitalisierung der Aufzüge und Fahrtreppen wird auch die Information für Reisende verbessert:
Über die Webseite www.bahnhof.de und die App „DB Bahnhof live“ erhalten Kunden Echtzeitinformationen über die Verfügbarkeit der Aufzüge an einem Bahnhof. Die App ist kostenfrei im Google Play Store und im Apple App Store verfügbar.

Bis 2019 werden die Wartebereiche an 21 hochfrequentierten Bahnhöfen erneuert. Bis 2018 werden außerdem ca. 20 große Bahnsteige mit neuen Wartepavillons ausgestattet. Ein Modell des Pavillons wird bis Ende April 2017 am Ostbahnhof Berlin getestet. Bereits 2016 wurden 10 Bahnhöfe mit neuen Indoor-Wartebänken ausgestattet. Sie verfügen über ein komfortables Oberflächenmaterial und sind mit Stromanschlüssen ausgestattet.

Die neuen Aufenthaltsbereiche werden zentrale und ausgewiesene Bereiche im Bahnhof sein, die zum längeren Verweilen einladen. Kundenbedürfnisse wie bequemes Sitzmobiliar, Reisendeninformation, Stromlademöglichkeit für mobile Endgeräte, Ablageflächen, WLAN-Verfügbarkeit und angenehme Temperatur- und Lichtgestaltung werden berücksichtigt und im Aufenthaltsbereich der Zukunft umgesetzt.

Innovative Wartewelten Hauptbahnhof München

 

Die DB investiert in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag, um 32 unterirdische S-Bahn-Stationen mit täglich zwei Millionen Fahrgästen in Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart zu sanieren. Den Auftakt machte im Juli 2016 Frankfurt am Main. Allein in die Frankfurter Tunnelbahnhöfe investierte die DB im Rahmen des Qualitätsprogramms Zukunft Bahn insgesamt 23 Millionen Euro. Am Hauptbahnhof München wurden im Herbst 2016 vorbereitende Arbeiten durchgeführt. Die Modernisierungen in Hamburg starteten im Sommer 2016 mit der Station Jungfernstieg. Im November folgte die Renovierung der Station Hamburg-Altona.


Reparatur innerhalb von 48 Stunden: Die Uhren an Bahnhöfen laufen seit Start des Qualitätsprogramms Zukunft Bahn zuverlässiger. Die Reaktionszeit zwischen Meldung einer Störung und ihrer Behebung wurde von fünf Werktagen auf 48 Stunden verkürzt. Außerdem rüstet die DB nun in einem Pilotprojekt Bahnhofsuhren mit einem innovativen Überwachungsmodul aus. Die neu entwickelte Sensorik erkennt auch Glasbruch durch Vandalismus, die häufigste Ursache für defekte Bahnhofsuhren. Zur Fernüberwachung kommt eine Übertragungstechnik zum Einsatz, die eine größere Reichweite verspricht. An den 50 Uhren der Pilot-Bahnhöfe Essen, Freiburg und Zwickau testet die DB erstmals „LoRa-Funk“ (Long Range). Bei einer Reichweite von bis zu 15 Kilometern werden auch Gebäude deutlich besser durchdrungen als bei den bisherigen Verfahren.

Digital überwacht werden alle relevanten Parameter der Bahnhofsuhren. Dazu gehören die Beleuchtung, die Signalübertragung, die Stromversorgung sowie der Durchgang der Stunden- und Minutenzeiger. Sobald eine Störung auftritt, melden die Uhren diese automatisch und eine Reparatur wird umgehend veranlasst.

Wenn sich der Pilot bewährt, könnte diese Sensortechnik auf andere Anwendungsgebiete wie Fahrgastinformationsanlagen ausgeweitet werden.

Bahnhofsuhr - hier an einem Bahnsteig in Hannover Hbf


Das A. und O. für zufriedene Kunden: Information

Zug verspätet, alternative Route: Eine Störung ist schnell verziehen, wenn die Kunden rechtzeitig und umfassend informiert sind. Hier nutzt die DB innovative Ansätze auf allen Kanälen.

DB Navigator

Bundesweite Umstellung auf 150 Bahnhöfen abgeschlossen

Die Deutsche Bahn hat 2016 über 2.000 vorhandene Zugzielanzeiger auf bundesweit über 150 Bahnhöfen auf mehrzeilige Multizuganzeigen umgestellt. Mit den Multizuganzeigen erhalten Reisende Informationen über die nächsten drei Abfahrten am Bahnsteig sowie über Gleisverlegungen. Laut Kundenbefragung an umgerüsteten Bahnhöfen bevorzugen 83 Prozent der Befragten die neue Anzeige im Vergleich zur alten.

Multizuganzeige Dresden Hbf



Bessere Kundeninformation im Bahnhof
Die DB hat die zentrale Anlaufstelle für Reisende und Besucher im Bahnhof komplett neu entwickelt. Die neue DB Information hat ein offenes und noch kundenfreundlicheres Design.

Infografik: Prototyp der neuen DB Kundeninformation am Bahnhof Berlin Südkreuz

Auf einem großen Monitor sind bereits von Weitem Informationen zu geänderten Abfahrtszeiten, Fahrplanänderungen oder Informationen zu Anschlüssen sichtbar. Kundenmonitore unterstützen die individuelle Beratung. Neu sind auch Selbstbedienungsterminals, um Online-Tickets oder Bescheinigungen bei Verspätungen auszudrucken oder eine Mobilitätshilfe zu bestellen.

Die DB testet den Prototyp erstmals am Berliner Bahnhof Südkreuz. Der Austausch der bundesweit 82 DB Informationen beginnt im Herbst 2017 an den zehn größten Bahnhöfen und soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Zugverbindung, Mitfahrer, Wagenreihung: Unsere Apps bieten alle wichtigen Infos und werden ständig weiterentwickelt.

DB Streckenagent: Top-aktuell, proaktiv und transparent: Mit dem Streckenagenten gibt es jetzt eine App, die DB-Kunden bundesweit im Störfall per Push-Nachricht individuell über die aktuelle Situation und mögliche Alternativen informiert.

DB Bahnhof live: Die App von DB Station&Service ermöglicht schnellen Zugang zu 5.400 Bahnhöfen deutschlandweit. Hier erhalten Sie Informationen zu Ankunfts- und Abfahrtszeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie- und Dienstleistungsangeboten vor Ort, Wagenreihung, Schließfächern, Toiletten, WLAN und Carsharing. Außerdem gibt es Informationen für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen und Lagepläne der Bahnhöfe.

DB Mitfahrer-App: Mit der App von DB Regio kann man Mitfahrer für gemeinsame Fahrten mit Länder-Tickets finden. So profitiert jeder von einem günstigeren Preis. Die App gibt es für Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Schleswig-Holstein, Brandenburg-Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. 

DB Navigator: Folgende Neuerungen bietet der Klassiker unter den Apps: aktuelle Wagenreihung und entsprechende Gleisabschnitte und einen „Umstiegswecker“, der Nutzer vor Reiseantritt auf Wunsch Push-Nachrichten über bevorstehende Abfahrten gibt und unterwegs an den Umstieg oder die Ankunft erinnert. Außerdem werden nach und nach auch Verbundtickets in den DB Navigator integriert. Als erste Verbünde wurden bereits der Münchener Verkehrsverbund (MVV), Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) (Berlin/Brandenburg), Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV), Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) und der SH-Tarif (Schleswig-Holstein) integriert.  

DB Cargo wieder auf Wachstumskurs

Die Deutsche Bahn setzt auf die Zukunft des Schienengüterverkehrs und startet die Güterverkehrsoffensive: Zusätzlich zu den bereits geplanten Maßnahmen des Programms Zukunft Bahn plant DB Cargo weitere Investitionen in den nächsten fünf Jahren. Klares Ziel von Europas größter Güterbahn ist eine deutliche Steigerung der Transportleistung – und zwar um eine Milliarde Tonnenkilometer pro Jahr. So können jährlich mehr als eine Million LKW-Fahrten und über 250.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Im Altmühltal

Dafür plant DB Cargo nun bis zu 100 neue Loks und 4.000 moderne Güterwagen zu beschaffen und einzusetzen. Für das Wachstum wird auch zusätzliches Personal in den operativen Bereichen benötigt; es werden daher in den kommenden fünf Jahren 500 bis 700 Triebfahrzeugführer, Rangierer, Wagenmeister und Instandhalter zusätzlich eingestellt.

Auch in die Automatisierung der Anlagen und Fahrzeuge durch automatisiertes Kuppeln und autonomes Rangieren fließen zusätzliche Investitionen. Ein Beispiel dafür ist der  Rangierbahnhof München-Nord mit dem Testfeld „Automatisierung Zugbildungsanlagen“. Dort kann man bereits den Prototyp einer automatischen Abdrücklok in der Erprobung erleben. Die Lok erkennt Hindernisse und Personen und kann automatisch an die Güterwagen zum Rangieren heranfahren. DB Cargo wird das Testfeld München-Nord weiter ausbauen und investiert dafür in den nächsten fünf Jahren weitere 23 Millionen Euro.

Für mehr Wettbewerbsfähigkeit treibt DB Cargo die Digitalisierung der Fahrzeugflotte voran. 1.000 mit Sensoren ausgestatteten TechLoks machen schon heute eine vorausschauende Instandhaltung möglich. In 2020 wird die komplette Flotte umgerüstet sein. Auch intelligenten Güterwagen, die erstmalig Tracking und Tracing für den Warentransport ermöglichen, stärken die Konkurrenzfähigkeit gegenüber der Straße.