Deutsche Bahn
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Neue Zugpferde für den Güterverkehr

DB und Siemens haben einen Rahmenvertrag über 100 neue Vectron Mehrsystem-Lokomotiven abgeschlossen. Die ersten 60 Loks im Wert von einer viertel Milliarde Euro sollen in diesem und im nächsten Jahr ausgeliefert werden.

DB Cargo beschafft 60 neue Vectron Mehrsystem-Lokomotiven des Herstellers Siemens. Die DB-Tochter investiert insgesamt eine viertel Milliarde Euro und setzt damit konsequent auf Wachstum im Schienengüterverkehr. Die neuen Streckenloks, die auch grenzüberschreitend fahren können, sind Bestandteil eines Rahmenvertrags über bis zu 100 Fahrzeuge, der in dieser Woche unterzeichnet wurde.

„Zusammen mit weiteren Investitionen in moderne Güterwagen und in zusätzliches operatives Personal schaffen wir mit den neuen Loks die optimalen Voraussetzungen, mehr Verkehr auf die Schiene zu holen“, sagt DB-Vorstand Berthold Huber.
Die ersten fünf Lokomotiven werden bereits ab Ende 2017 im Einsatz sein. Die restlichen 55 Fahrzeuge sollen 2018 ausgeliefert werden. Die mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestatteten Lokomotiven sind künftig auf dem Rhein-Alpen-Korridor in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande und – ab 2020 – in Belgien unterwegs.

„Wir nutzen nicht nur den Rückenwind der aktuellen Nachfragesteigerung und des Umbaus von DB Cargo im Rahmen von Zukunft Bahn. Vielmehr setzen wir die Potentiale des Masterplans Schienengüterverkehr und der deutlichen Absenkung der Trassengebühren konsequent in bessere Angebote für unsere Kunden um.“

Die DB begrüßt den Masterplan ausdrücklich, denn die darin enthaltenen Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Schienengüterverkehrs - und damit auch von DB Cargo - nachhaltig stärken und zu einer Renaissance der Schiene führen. Der Masterplan enthält wichtige Entscheidungen, die auch der DB helfen werden, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen: Allen voran die Reduktion der Anlagen- und Trassenpreise, aber auch der Ausbau der Infrastruktur, z.B. das 740-Meter-Netz, Förderung innovativer Fahrzeugtechnik wie Telematik und Sensoren oder ETCS, Lärmminderung und Hybridisierung. Und auch die Digitalisierung und Automatisierung der Zugbildungsanlagen sind wichtige Bestandteile. Mit dem Masterplan ist also ein ganz erheblicher Innovationsschub für den Schienengüterverkehr verbunden.