Deutsche Bahn
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01.07.2016 Berlin

Mehr Sicherheit auf Bahnhöfen: 71 Berliner S-Bahn-Stationen ab sofort mit Videoüberwachung

600 Zugabfertigungskameras zeichnen 48 Stunden auf • Vereinbarung regelt Datenauswertung durch Bundespolizei • Videotechnik ergänzt Präsenz von Sicherheitskräften

Auf 71 Berliner S-Bahnhöfen werden ab sofort die Bilder der Zugabfertigungskameras aufgezeichnet. Die Daten werden jeweils 48 Stunden lang gespeichert und danach überschrieben. Bei Bedarf können Beamte der Bundespolizei die Bilddaten auswerten.

„Damit lösen wir unsere Zusage ein, die Videotechnik auf Berliner Bahnhöfen nach und nach auszubauen und mehr Sicherheit für unsere Kunden zu schaffen“, sagt DB-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke. Gleichwohl setzt die Deutsche Bahn weiterhin auf eine hohe personelle Präsenz auf den Stationen und in den Zügen. In der Region Berlin sind täglich rund 500 Sicherheitskräfte im Einsatz.

„Wir nutzen bereits vorhandene Technik, um die Polizeibehörden bei ihrer Arbeit zu unterstützen“, sagt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin. Das Vorgehen wurde im Vorfeld mit den Datenschützern abgestimmt. Das Verfahren stellt sicher, dass die Daten ausschließlich durch die Polizeibehörden genutzt werden können. Lediglich die Live-Bilder dienen den Triebfahrzeugführern der S-Bahnzüge zur Abfertigung am jeweiligen Bahnhof.

Rund fünf Millionen Euro setzt die DB in diesem und im kommenden Jahr ein, um die Videotechnik auf stark frequentierten Regional- und S-Bahnhöfen der Region zu modernisieren, zwölf Stationen erhalten erstmals Videotechnik. Insgesamt investieren DB und Bundespolizei bis 2023 rund 85 Millionen Euro zum Ausbau der Videotechnik an deutschen Bahnhöfen.