Deutsche Bahn
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30.01.2017 12:00 Uhr Berlin

Gemeinsam unterwegs

Zwei Nahverkehrsunternehmen - ein Ersatzverkehr

Die Deutsche Bahn und die BVG machen ihre Zugsicherungstechnik fit für die Zukunft. Für die S-Bahn läuft seit November letzten Jahres eine weitere Etappe beim Einbau des neuen Zugsicherungssystems ZBS auf der Stadtbahn. Für die Arbeiten muss der Abschnitt zwischen Alexanderplatz und Ostbahnhof bis Mitte April mehrfach gesperrt werden. Um die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, wird die neue Technik ausschließlich in den Abend- und Nachtstunden von Montag bis Donnerstag sowie an einzelnen Wochenenden bis Ende Juli installiert. Als Ersatz sind auf diesem Abschnitt dann jeweils von 22 Uhr bis Betriebsschluss Busse unterwegs. Außerdem sind zusätzliche Regionalzüge im Einsatz.

Vom 12. Februar bis zum 2. März sowie vom 19. März bis zum 6. April baut dann auch die BVG. Auf der U5 geht ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb. In den beiden Bauphasen wird die Leit- und Sicherungstechnik angeschlossen. Auch diese Arbeiten werden wochentags in den Abend- und Nachtstunden von 22 Uhr bis Betriebsschluss erledigt. In den Nächten zu Sonnabend und Sonntag fährt die U5 planmäßig.

In den Baunächten Sonntag/Montag bis Donnerstag/Freitag fahren zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor sowie zwischen Frankfurter Tor und Frankfurter Allee Pendelzüge. Zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz muss die U5 unterbrochen werden. Weil auf der Stadtbahn teilweise parallel gebaut wird, haben sich die Planer von S-Bahn und BVG in den vergangenen Wochen zusammengesetzt, um im Sinne der Fahrgäste die bestmögliche Lösung zu finden.

Zwei Nahverkehrsunternehmen, ein Ersatzverkehr

An den Tagen, an denen sich die Arbeiten auf der Stadtbahn und der U-Bahn überschneiden, wird es daher eine Premiere geben. Erstmals bündeln die beiden großen Berliner Nahverkehrsunternehmen ihre Buskapazitäten und bieten einen gemeinsamen Ersatzverkehr an. Die Busse fahren eine Ringlinie (siehe Karte) und verbinden damit entgegen dem Uhrzeigersinn ohne Umsteigen den S- und U-Bahnhof Alexanderplatz mit den Stationen Jannowitzbrücke, Ostbahnhof sowie Strausberger Platz und Schillingstraße.

„Dass die Verkehrsunternehmen ihre Bauarbeiten koordinieren, ist eine seit Jahren bewährte Praxis“, sagt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Bei der enormen Größe und der hohen Beanspruchung der beiden Netze lassen sich Überschneidungen aber nicht immer vermeiden. Umso mehr freue ich mich, dass wir im Sinne der Fahrgäste einen gemeinsamen Ersatzverkehr anbieten können.“

„Die beiden großen Verkehrsunternehmen unserer Stadt ziehen hier an einem Strang und schaffen zusammen eine fahrgastfreundliche Lösung“, bestätigt Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG. „Ein großes Lob gebührt den Planungs-Fachleuten in beiden Unternehmen, die unbürokratisch, kompetent und kollegial das gemeinsame Angebot ausgearbeitet haben.“