Deutsche Bahn
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09.10.2017 Berlin

Deutsche Bahn baut Schallschutzwände in Berlin-Pankow

Gesamtlänge der Wände 5.086 Meter • Gesamtinvestitionen betragen rund 8,2 Millionen Euro

Im Rahmen des Programms Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes errichtet die Deutsche Bahn in Berlin-Pankow neun Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 5.086 Metern und einer Höhe von zwei bis drei Metern. Der Bund investiert dafür rund acht Millionen Euro. Über diese aktiven Maßnahmen hinaus werden an etwa 500 Wohnungen passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Hierfür stellt der Bund weitere rund 170.000 Euro zur Verfügung.

Dr. Jens Klocksin, Leiter Lärmschutz, Umweltschutz und Forschungsangelegenheiten im Eisenbahnbereich, Deutschlandtakt, übergreifende Aufgaben im Schienenverkehr im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Berlin, und Daniel Krüger, Bezirksstadtrat für Umwelt und Öffentliche Ordnung von Berlin-Pankow, sprachen zu den Gästen. Anschließend wurden die Arbeiten mit dem symbolischen Einheben eines Wandelements begonnen.

„Mit dem Programm zur freiwilligen Lärmsanierung stellt der Bund seit 2016 jährlich 150 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken zur Verfügung. Ich freue mich, dass jetzt auch der Berliner Stadtbezirk Pankow davon profitiert“, sagte Dr. Jens Klocksin.  

Auch Alexander Kaczmarek begrüßte die Umsetzung der Maßnahme: „Die Schallschutzwände entlasten viele Wohneinheiten entlang der Eisenbahnstrecke. Auch die weiter hinten liegenden Häuser und Wohnungen profitieren von der Wirkung der zwei bis drei Meter hohen Wände aus hochabsorbierenden Leichtmetallelementen.“

„Der verbesserte Schallschutz bedeutet künftig mehr Lebensqualität für viele Bürgerinnen und Bürger von Pankow“, sagte Bezirksstadtrat Daniel Krüger.

Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn über 1,2 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von knapp 1.600 Kilometer Schienenstrecke und 56.750 Wohneinheiten investiert. Etwa 650 Kilometer Schallschutzwände wurden errichtet. Auch in diesem Jahr werden weitere rund 100 Kilometer Strecke Schallschutz erhalten.


Daten & Fakten:

Aktiver Schallschutz

Maßnahme:

9 Schallschutzwände (SSW) mit einer Höhe von je 2-3 Metern über Schienenoberkante

Gesamtlänge: 5.086 Meter

SSW 1: Dolomitenstraße, 788 Meter Länge

SSW 2: Florastraße, 238 Meter Länge

SSW 3: Granitzstraße, 598 Meter Länge

SSW 4: Hadlichstraße, 428 Meter Länge

SSW 5: Damerowstraße, 830 Meter Länge

SSW 6: Vesaliusstraße, 320 Meter Länge

SSW 7: Rostsperlingweg, 1.192 Meter Länge

SSW 8: Rotkardinalweg, 546 Meter Länge

SSW 9: Rudelsburgstraße, 146 Meter Länge

Bauzeit: September 2017 bis Mai 2018

Investitionskosten: rund 8 Millionen Euro

Passiver Schallschutz

Umfang: Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern in ca. 500 Wohnungen

Umsetzung: vsl. ab II. Quartal 2018

Investitionskosten: rund 170.000 Euro