Deutsche Bahn

Großprojekte

Ausbau Emmerich - Oberhausen

Die Ausbaustrecke Emmerich – Oberhausen gehört zu den großen Infrastrukturprojekten des Landes Nordrhein-Westfalens.

Im Auftrag der deutschen Bundesregierung und der nordrhein-westfälischen Landesregierung erweitert die Deutsche Bahn die Strecke zwischen der niederländischen Grenze und der Metropolregion Ruhr um ein drittes Gleis auf einer Länge von 73 Kilometer. Außerdem werden insgesamt 55 Bahnübergänge beseitigt und 38 neue Bauwerke – Brücken und Unterführungen – errichtet. Damit wird das Warten vor geschlossenen Bahnschranken der Vergangenheit angehören. Erstmals seit Inbetriebnahme der Strecke werden umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Anwohner vor Schall und Erschütterung  durchgeführt. Damit verbessert sich insgesamt auch nach der Erweiterung der Strecke nachhaltig die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger.

Die Ausbaustrecke Emmerich – Oberhausen ist ein Teilstück des wichtigen europäischen Güterverkehrskorridors von Rotterdam nach Genua. In direktem Anschluss an die Betuwe-Linie stellt sie die Verbindung zwischen den niederländischen Nordseehäfen und dem westlichen Ruhrgebiet her. Zugleich ist sie Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes und verbindet im Nahverkehr den nördlichen Niederrhein mit den Großstädten der Rheinschiene und des Ruhrgebiets.

Durch den stetig wachsenden Güter- und Personenverkehr hat die zweigleisige Strecke ihre Leistungsgrenze erreicht. Ziel des durchgehenden dreigleisigen Ausbaus ist es, die Streckenkapazität zu erweitern und die betrieblichen Abläufe zu optimieren. Damit wird die Qualität des gesamten Schienenverkehrs der Region, auch des Nahverkehrs, langfristig gesteigert und die wirtschaftliche Bedeutung des Ruhrgebiets gestärkt. 


Im Rahmen des dreigleisigen Ausbaus der Güterzugstrecke Emmerich – Oberhausen werden Bahnübergänge beseitigt und durch neue Bauwerke ersetzt. In Voerde wurde nun am vergangenen Osterwochenende das Rahmenbauwerk für die Radfahrer- und Fußgängerunterführung an der „Rahmstrasse“ errichtet.  Hierfür musste die Bahntrasse auf insgesamt 40 Metern samt Gleise, Schotter und Unterbau komplett abgetragen werden. Um die 19 Meter lange und 350 Tonnen schwere Baukonstruktion einschieben zu können, musste zunächst eine tiefe Baugrube ausgehoben werden. Das Bauteil aus Beton und Stahl wurde bereits einige Wochen zuvor direkt am Einsatzort gebaut.

Nach den umfassenden Vorbereitungen war Präzision gefragt: Mit Hilfe von hydraulischen Pressen und Stahlseilen wurde der Betonkoloss schließlich innerhalb von nur fünf Minuten eingeschoben und in Endposition gebracht. 100 Hände haben rund um die Uhr tatkräftig mitangepackt, um die Arbeiten planmäßig abschließen zu können.

Bis die Unterführung komplett ausgestattet ist, wird es noch etwas dauern. Radfahrer und Fußgänger können die Unterführung voraussichtlich ab Oktober 2015 nutzen.

 

Einschub Voerde

Auf der Internetseite www.emmerich-oberhausen.de finden Sie ausführliche Informationen über das Projekt. Im Downloadbereich gibt es umfangreiches Material  über alle zwölf Planfeststellungsabschnitte, zu Themen wie Schall- und Erschütterungsschutz oder Grafiken zum Prinzip der Blockverdichtung.

www.emmerich-oberhausen.de


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