Deutsche Bahn
zurück zur Übersicht

Friesenbrücke über die Ems bei Weener

Einigung zum Teilneubau

Ende August einigten sich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das Land Niedersachsen und Bahn für den Teilneubau einer Drehbrücke.

Rund 50 Millionen Euro stehen für den Teilneubau nach ersten Vorplanungen zur Verfügung.

Der Bund hat eine Zusage zur Übernahme der Mehrkosten gegenüber einem 1:1-Ersatz in Höhe von 15 Millionen Euro gegeben. Fünf Millionen Euro der Mehrkosten werden vom Land übernommen.

Das Land Niedersachsen hat sich im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung bereiterklärt, die Kosten von bis zu 30 Millionen Euro für die Planung und Realisierung der Infrastrukturmaßnahme vorzufinanzieren.

Derzeit erfolgt DB-intern die abschließende Prüfung der Vorentwurfsplanung, die in den nächsten Wochen abgeschlossen wird. Die Entwurfsplanung wird dann ca. 12 Monate in Anspruch nehmen, danach werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erarbeitet. Die Einreichung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt (EBA) ist für Anfang 2019 geplant. Eine Wiederinbetriebnahme des Eisenbahnverkehrs über die Friesenbrücke ist für Herbst 2024 geplant.

Die 335 Meter lange Friesenbrücke über die Ems bei Weener ist Teil der Bahnverbindung vom ostfriesischen Leer nach Groningen in den Niederlanden. Am 3. Dezember letzten Jahres rammte ein Frachtschiff die geschlossene Brücke und zerstörte sie teilweise.

Für den unterbrochenen Zugverkehr wurde in Abstimmung mit Arriva Niederlande der Busverkehr auf der Linie 620 Leer-Weener-Bunde durch Weser-Ems-Bus ausgeweitet. Mit der Linie 620 haben Kunden Zuganschluss ab Weener in Richtung Groningen in den Niederlanden. Fahrgäste, die aus Groningen kommen, können ab Weener mit dem Bus weiter bis Leer fahren und dort ihre Zugfahrt in Richtung Oldenburg fortsetzen.

In den Bussen werden alle Angebote der DB und der Niederländischen Staatsbahn (NS) / Arriva anerkannt.

Auf der Linie 620 Niederflurfahrzeuge werden auch Niederflurbusse eingesetzt, ein, sodass auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste bequem in den Bus ein- und aussteigen können.

Die von Arriva eingesetzten Schnellbusse zwischen Leer und Groningen fahren weiterhin.

Informationen zum Fahrplan gibt es hier.

(Stand: 30. August 2017)