Deutsche Bahn
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Bau Elektronisches Stellwerk Osnabrück

Investition von rund 175 Millionen Euro

Die Deutsche Bahn AG baut in Osnabrück ein neues Elektronisches Stellwerk (ESTW). Diese Maßnahme ist notwendig, um dem zukünftigen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Bund, und Bahn investieren hierfür rund 175 Millionen Euro.

Das neue ESTW steuert künftig den 63 Kilometer langen Abschnitt Natrup-Hagen–Lembruch auf der Strecke Münster–Bremen sowie den 35 Kilometer langen Abschnitt Wissingen–Velpe auf der Strecke Löhne–Rheine. Die neue Technik ersetzt 16 alte Stellwerke, von denen die beiden ältesten aus dem Jahr 1950 stammen. Das neue Stellwerk ist somit eines der größten in Deutschland. Die Bedienung des neuen Stellwerkes erfolgt aus der neuen Fahrdienstleiterzentrale in Osnabrück. 

Für das neue Stellwerk werden die alten Signalanlagen und Weichenantriebe gegen moderne und innovative Technik ausgetauscht. So kommen unter anderem neue Signale mit LED-Technik zum Einsatz. Wartungsarme und wirtschaftliche Leuchtdioden ersetzen die herkömmlichen Glühlampen. Moderne Rechner ersetzen die bisherige Relaistechnik und Mechanik. Teilweise werden die Signalmaste bei schlecht zugängigem Gelände per Hubschrauber montiert.

Zudem werden die Sicherungsanlagen an den Bahnübergängen erneuert oder an die neue ESTW-Technik angepasst. Die Arbeiten begannen am 30. April mit umfangreichen Kabeltiefbauarbeiten entlang der Strecke Münster-Bremen in den Bereichen zwischen Osnabrück und Belm sowie Osnabrück bis Lengerich.

Die Inbetriebnahme des ESTW erfolgt aufgrund der Komplexität und der Größe des Stellwerkes in sechs Schritten. Der Abschluss aller Arbeiten ist für den Sommer 2021 geplant.

Die Bauarbeiten werden zeitweise zu Einschränkungen im Zug- und Straßenverkehr führen. Über die genauen Auswirkungen und Fahrplanänderungen informieren die betroffenen Verkehrsunternehmen und die Deutsche Bahn rechtzeitig.

Es kommen moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte zum Einsatz. Trotzdem lassen sich Belästigungen durch Lärm und Staub leider nicht vermeiden. Zudem warnen teilweise Signalhörner die Arbeiter im Gleisbereich vor herannahenden Schienenfahrzeugen. Die Warneinrichtungen werden von den Unfallkassen ausdrücklich gefordert und sind den Gegebenheiten entsprechend angepasst.

Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.


Präsentation der Bauarbeiten













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