Deutsche Bahn

Die DB setzt ihre Bauoffensive fort

2016 fließen rund 450 Millionen Euro ins bestehende Schienennetz in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

In den kommenden vier Jahren stehen zahlreiche Brücken, über 2.000 Kilometer Schienen und knapp 1.000 Weichen auf der Modernisierungs- und Neubauliste für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Etwa 2,3 Milliarden Euro investiert die DB dafür bis 2019 in die Infrastruktur in der Region – rd. 450 Millionen Euro allein in diesem Jahr. Auf den Baustellen arbeiten jeden Tag tausende DB-Mitarbeiter in ganz verschiedenen Berufen. Dafür stellt die DB jedes Jahr bis zu 8.000 neue Mitarbeiter ein, darunter Ingenieure, Leit- und Sicherungstechniker und Gleisbauer. Insbesondere bei Bau- und Elektroingenieuren mit Berufserfahrung ist der Bedarf hoch. Die freien Stellen sind auf alle Bundesländer verteilt.

> zum bundesweiten Medienpaket mit Daten, Fakten und Grafiken


Sachsen-Anhalt

Für das Jahr 2016 sind in Sachsen-Anhalt Investitionen von rund 410 Millionen Euro* geplant. Neben den Aus- und Neubauprojekten wie zum Beispiel der Ausbau der Eisenbahnknoten Halle (Saale), Magdeburg und Dessau/Roßlau, investiert die DB in 2016 unter anderem in die Erneuerung von Gleisen, Weichen und Oberleitungsanlagen, der Streckenausrüstung mit moderner elektronischer Stellwerkstechnik auf der bestehenden Gleisinfrastruktur und die Modernisierung von Verkehrsstationen. 

Einige Schwerpunkte: 

Bahnknoten Halle (Saale)

Der Bahnknoten Halle (Saale) ist ein zentraler Bestandteil im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr.8. Nach den im Juli 2015 abgeschlossenen Bauarbeiten ist der Bahnknoten bereits mit der Neubaustrecke Halle (Saale)/Leipzig-Erfurt verbunden. Über die nächsten Monate gehen die Bauarbeiten weiter, an deren Ende eine komplette Modernisierung der Schieneninfrastruktur im Eisenbahnknoten Halle steht.

Eisenbahnknoten Halle (Saale)

Weitere Informationen unter Bauprojekte Deutsche Bahn

Aktuelle Informationen zu den Linien RE 30 (Magdeburg - Halle - Naumburg) , S3 (Halle-Trotha - Borna/Geithain) und S5 (Halle-Trotha - Altenburg/Zwickau)

Derzeit ist die Ostseite des Halleschen Hauptbahnhofes für den Zugverkehr gesperrt, so dass von vorher 13 Gleisen aktuell nur noch 7 Gleise zur Verfügung stehen. Dabei wird der gesamte Zugverkehr über die Westseite geleitet.

Aufgrund der baubedingten Infrastruktureinschränkungen im Bahnknoten Halle(Saale) Hbf verkehren die Zugfahrten der genannten Linien zum Teil mit größeren Verspätungen.

Zum Verspätungsabbau enden/beginnen mitunter die Züge der RE30 bereits in Halle(Saale) Hbf oder Merseburg.

Auch die Züge der S3 und S5 können bei Verspätungen zwischen Halle(Saale) Hbf und Halle-Trotha ausfallen. Betreffende Reisende nutzen ggf. Busse und Straßenbahnen.

Die Deutsche Bahn bittet Reisende und Anwohner um Entschuldigung für die entstehenden Unannehmlichkeiten. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn: 0180 6 99 66 33* sowie im mdr auf Texttafel 737 und im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.

* 20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf.

Mehr Informationen im aktuellen Themendienst zum Knoten Halle:

Bahnknoten Magdeburg

Der Eisenbahnknoten Magdeburg wird in den kommenden Jahren komplett umgebaut und erneuert. Dabei werden Gleise, Weichen, Oberleitungsanlagen, die Signal- und Sicherungstechnik sowie die Bahnsteige des Magdeburger Hauptbahnhofs erneuert und modernisiert. Die Umbaumaßnahmen dienen unter anderem dazu, die Leistungsfähigkeit des Eisenbahnknotens sowie die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten im Bahnhof Magdeburg zu erhöhen. Einen weiteren Schwerpunkt der Bautätigkeiten in den nächsten Jahren bildet das Bauvorhaben „Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee“. 

Weitere Informationen unter Bauprojekte Deutsche Bahn

Eisenbahnknoten Magdeburg

29. Februar bis 4. März: Nächtliche Sperrung des Westeingangs des Magdeburger Hauptbahnhofs • Umbau der Speiseleitung im Bereich Westausgang und Parkplatz

Die Deutsche Bahn AG (DB AG) baut den Eisenbahnknoten Magdeburg weiter um. Am 7. Februar begannen, innerhalb der zweiten Ausbaustufe, die Arbeiten an den Gleisanlagen am Hauptbahnhof Magdeburg. Gleichzeitig setzen die DB AG und die Landeshauptstadt Magdeburg die Arbeiten für den Umbau der Eisenbahnüberführung (EÜ) Ernst-Reuter-Allee und den künftigen City-Tunnel fort.

Ab Montag, 29. Februar, bis Freitag, 4. März, jeweils in der Zeit von 23 Uhr bis 4 Uhr, wird der Westeingang zum Magdeburger Hauptbahnhof (Eingang vom ZOB/Maybachstraße) gesperrt. Es wird ein Taxi-Shuttle-Service zwischen West- und Haupteingang des Hauptbahnhofs eingerichtet. Dieser verkehrt während der Sperrung alle 10 Minuten. Die Haltestelle für den Shuttle-Service befindet sich am ZOB Magdeburg.

Auf Grund der Bauarbeiten muss auch der Parkplatz vom 29. Februar, 18 Uhr, bis zum 4. März, 4 Uhr, zur Hälfte durchgehend gesperrt werden.

Im genannten Zeitraum wird die Speiseleitung entlang des Bahngeländes erneuert. Dabei werden alte Leitungen abmontiert und neue Leitungen gezogen. Die Erneuerung der Speisleitung ist Teil der Erneuerung der Oberleitungsanlage im Magdeburger Hbf. 

Die DB AG führt im Zeitraum 7. Februar 2016 bis 2. April 2017 folgende Arbeiten auf ihrem Gelände durch:

  • Baufeldfreimachung
  • Rückbau und Neubau der EÜ Ernst-Reuter-Allee für die Gleise 10 bis 13
  • Neubau der Gleise 10 bis 13 (einschließlich Gleistiefbau, Entwässerung und Kabeltiefbau) und Neubau Bahnsteig 9
  • Errichtung Interimsbahnsteige am Gleis 10 und 13 und Interimszugang zum Bahnsteig am Gleis 10 (über Bahnsteig 8)
  • Neubau von Oberleitungsarbeiten sowie Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik (LST) und der Telekommunikationsanlagen einschließlich Softwareanpassungen
  • Errichtung von Regenrückhalte- und Versickerbecken sowie von Dienst- und Randwegen
  • Kampfmittelsondierungen im Baufeld vor Beginn der Tiefbauarbeiten

Informationen zu den Baumaßnahmen finden Sie auf den Seiten der 

DB Bauprojekte

sowie

Stadt Magdeburg

Aktuelle Presseinformation zu den Baumaßnahmen:

Bund und Bahn investieren bis 2019 rund 370 Millionen Euro in die Modernisierung des Eisenbahnknotens Roßlau/Dessau mit der kompletten Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur inklusive der Verkehrsstationen. Aktuell wird im Abschnitt Coswig‒Lutherstadt Wittenberg-Piesteritz gearbeitet und im Bahnhof Lutherstadt Wittenberg wird die Infrastruktur auf der sogenannten Falkenberger Seite umgebaut.

Auf der Strecke Magdeburg‒Halberstadt begannen im letzten Jahr die Arbeiten für eine neue Eisenbahnbrücke im Bereich der Magdeburger/Schermcker Straße in Oschersleben. Sie ersetzt drei Bahnübergänge im Stadtgebiet Oschersleben und gestaltet damit den Straßen- und Individualverkehr auf der B 246 flüssiger. Weiter erfolgen in diesem Jahr Arbeiten an Gleisen, Weichen, Signal-, Leit- und Sicherungstechnik für die Inbetriebnahme elektronischer Stellwerkstechnik in den Abschnitten Hordorf‒Nienhagen‒Halberstadt sowie Oschersleben‒Hadmersleben. Die Modernisierung der Strecke soll 2018 abgeschlossen sein. (Informationen unter: bauprojekte.deutschebahn.com)

Auf dem Abschnitt wird ein durchgängiger zweigleisiger Ausbau der Infrastruktur einschließlich Oberleitung und Anpassung / Erweiterung der Sicherungstechnik vorgenommen. Die zweigleisige Einbindung der Strecke in die Bahnhöfe Stendal und Uelzen und damit eine verbesserte Anbindung des mitteldeutschen Raumes an die Nordseehäfen im Güterverkehr und die Erhöhung der Flexibilität und Qualität im SPNV sind hier die Ziele.

Weitere Informationen unter bauprojekte.deutschebahn.com.

Das neue Gleis wird in das Gleisbett aus Schotter gelegt

2015 startete in Lutherstadt Wittenberg der Bau des zweiten „Grünen Bahnhofes“ Deutschlands. Nach dem Rückbau des bisherigen Empfangsgebäudes wird ein neues, klimaneutrales Bahnhofsgebäude errichtet und zusätzlich die Bahnsteige 5/6 umgebaut. Gegenwärtig konzentrieren sich die Arbeiten auf den Neubau des Gebäudes, die Tunnelverlängerung zu den Bahnteigen 5/6 und auf die Herrichtung der Fläche des ehemaligen Empfangsgebäudes. Die Fertigstellung ist Ende 2016 geplant.

Der bundesweit zweite

> zum Themendienst "Grüne DB" mit weiteren Informationen über das Projekt.


Video: Agentur BahnStadt GbR / Stephan Wilhelm


Thüringen

Die Deutsche Bahn (DB) setzt auch in 2016 und in den nächsten Jahren die Investitionsoffensive in Thüringen unvermindert fort. Für den Zeitraum von 2015 bis 2019 plant die Deutsche Bahn 1,2 Milliarden Euro* in die Eisenbahninfrastruktur in Thüringen zu investieren. Davon entfallen über 1,1 Milliarden Euro auf das Schienennetz, 34 Millionen Euro auf die Bahnhöfe und 18 Millionen Euro auf Anlagen zur Energieversorgung. Neben den Aus- und Neubauprojekten, die aus dem Bedarfsplan Schiene finanziert sind, sehen die derzeitigen Planungen im genannten Zeitraum unter anderem die Erneuerung von 31 Brücken mit 10.500 m² Brückenfläche, 227 Kilometer Gleis und 195 Weichen vor.

Einige Schwerpunkte: 

Im Dezember 2015 ging ein weiterer Streckenabschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle–Berlin (VDE 8) zwischen Halle (Saale)/Leipzig und Erfurt in Betrieb. Derzeit wird in Oberfranken der Abschnitt zwischen Bamberg und Lichtenfels erneuert um die Anbindung der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt an den Bahnknoten Nürnberg zu realisieren. Die komplette Inbetriebnahme des Projektes VDE 8 erfolgt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 (Informationen: vde8.de).

Einhub eines zweiten Hilfsbrückenelements Unteroberndorf im Bauabschnitt Bamberg-Lichtenfels

Im Zuge der VDE 8 wird auch der Streckenabschnitt Erfurt‒Eisenach für Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ausgebaut. Es werden Schienen getauscht, der Oberbau auf einer Länge von 28 Kilometer sowie 30 Weichen erneuert, Signalanlagen und Oberleitungen angepasst. Die Ausbaustrecke wird zusätzlich mit dem europäischen Zugsicherungs- und Steuerungssystem ETCS ausgestattet. Die Inbetriebnahme soll im Jahr 2017 erfolgen.

Informationen unter bauprojekte.deutschebahn.com

Weiter wird zwischen Eisenach und Gerstungen der Oberbau auf zirka 25 km erneuert, um punktuelle Geschwindigkeitserhöhungen auf bis zu 160 km/h zu erreichen. Die Maßnahme dient der Sicherstellung des Erfurter Taktknotens ab dem Fahrplanwechsel 2017.

Informationen unter bauprojekte.deutschebahn.com


Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) baut die DB seit Anfang 2014 den Streckenabschnitt Weimar–Stadtroda zweigleisig aus und modernisiert die Stationen Jena-Göschwitz, Jena-West und Oberweimar. Während einer Vollsperrung des Abschnitts Weimar‒Jena-Göschwitz werden im Zeitraum von April bis Anfang September dieses Jahres das zweite Gleis errichtet, die Station Jena West umgebaut und die Eisenbahnbrücken über die Kahlaische und Westbahnhofstraße in Jena fertig gestellt. Das Gesamtvorhaben soll im Dezember 2016 abgeschlossen sein. 

Informationen unter bauprojekte.deutschebahn.com

Bauabschnitt bei Weimar


Auf der Saalbahn, im Streckenabschnitt Jena-Göschwitz‒Saalfeld‒Probstzella, werden Gleise, Weichen, Brücken und Stützmauern erneuert, um die Infrastruktur auch in den Folgejahren qualitätsgerecht vorzuhalten.

Im Rahmen des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale wird die Strecke zwischen Paditz und Lehndorf modernisiert. Der Baubeginn des zweiten Abschnittes ist für Juni 2016 vorgesehen. Es werden die Gleis-, Oberleitungs- und Telekommunikationsanlagen, die Leit-, Sicherungs- und Elektrotechnik sowie in Paditz der Bahnübergang erneuert. Weiterhin werden an beiden Bahnhöfen neue Bahnsteige gebaut und verschiedene Brückenarbeiten durchgeführt. Die Fertigstellung aller Leistungen ist bis 2020 geplant.

Informationen unter bauprojekte.deutschebahn.com

Im Regionalnetz erfolgen in 2016 Investitionen in die Infrastruktur. Umfangreichstes Projekt ist der sogenannte Bypass im Bereich Gera-Debschwitz und Weida. Hier wird eine neue Streckenverbindung vom Streckenabschnitt Gera‒Weida in Richtung der Strecke Wünschendorf‒Greiz gebaut. Neben Tief- und Oberbauarbeiten werden Signal- und Sicherungstechnik sowie Lärmschutzwände errichtet (Kosten: rund 12,2 Millionen Euro). Weitere Maßnahmen sind unter anderen die Erneuerung von Brücken auf den Strecken Wernshausen‒Walldorf (Werrabrücke) und Meiningen-Grimmenthal‒Ritschenhausen-Meiningen (drei Eisenbahnbrücken).

Sachsen

Die Deutsche Bahn (DB) setzt auch im Jahr 2016 und in den nächsten Jahren die Investitionsoffensive in Sachsen unvermindert fort. Für die umfassende Verjüngungskur von Gleisen, Weichen, Brücken, Oberleitungsanlagen, Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik sowie für Stationen sind zwischen 2015 und 2019 rund 2,1 Milliarden Euro* vorgesehen. Davon entfallen knapp zwei Milliarden Euro auf das Schienennetz, rund 100 Millionen Euro auf die Bahnhöfe und zirka 50 Millionen Euro auf Anlagen zur Energieversorgung. Für das Jahr 2016 sind in Sachsen Investitionen von rund 420 Millionen Euro* geplant.

Einige Schwerpunkte:

Der Bahnknoten Leipzig wird im Zuge des „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8“ (VDE 8) umfangreich modernisiert. Schwerpunkt der Bauinvestitionen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Abschnitt Leipzig-Mockau—Leipzig Hauptbahnhof (Informationen: vde8.de).

Knoten Leipzig

Projektziele:

  • Erhöhung der Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten auf bis zu 160 km/h
  • Verkürzung der Reisezeiten
  • Gute Umsteigebeziehungen im Fernverkehr
  • Stabile Betriebsdurchführung
  • Moderne Bahnsteige
  • Verbesserter Zugang zum Öffentlichen Personennahverkehr der Stadt Leipzig
  • Verringerung der Lärmemissionen
  • Entflechtung ICE-Verkehr und S-Bahn
  • Moderne Leit- und Sicherungstechnik
  • Flexibilität für Betriebsdurchführung
  • Neubau der Zugbildungs- und Behandlungsanlage Leipzig-Nord für den Fernverkehr

Im Rahmen des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale wird der Abschnitt Markkleeberg-Gaschwitz—Lehndorf modernisiert. Das Vorhaben beinhaltet die Erneuerung von Brücken, Gleisen, Weichen und Oberleitungsanlagen. Außerdem werden die Verkehrsstationen Markkleeberg-Gaschwitz, Böhlen, Borna, Neukieritzsch und Großdeuben modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Die Bauarbeiten sollen Ende 2019 zum Abschluss kommen.

Chemnitzer Bahnbogen

Im Chemnitzer Bahnbogen wird die Infrastruktur mit Gleiserneuerung, Tiefbau und Oberleitungsbau erneuert. 

Bis voraussichtlich 2023 soll der gesamte Chemnitzer Bahnbogen modernisiert werden

Projektziele:

  • Optimale Umsteigebeziehungen zu öffentlichem Personennahverkehr
  • Komplette Modernisierung der Verkehrsstationen Chemnitz Süd und Mitte
  • Verbesserung der Betriebsqualität und höhere Streckenleistungsfähigkeit

Bis 2018 werden wesentliche Abschnitte der Strecke Dresden—Berlin ausgebaut und die Geschwindigkeit der Strecke auf 200 km/h erhöht. Auf 125 Kilometern werden die Gleise und die Oberleitung erneuert, moderne Leit- und Sicherungstechnik installiert und sechs neue Elektronische Stellwerke in Betrieb genommen. Bis 2017 soll der Streckenabschnitt Großenhain Berliner Bahnhof—Kottewitz mit neuen Gleisen und neuer Oberleitung ausgerüstet werden (Informationen: bauprojekte.deutschebahn.com).

Projektziele:

  • Erhöhung der Streckengeschwindigkeit und Verkürzung der Reisezeiten
  • Verbesserung der Betriebsqualität

Auf der internationalen und stark befahrenen Bahnstrecke zwischen Dresden—Schöna—Grenze D/CZ (oberes Elbtal) finden in den nächsten Jahren umfangreiche Erneuerungsarbeiten an Gleis- und Oberleitungsanlagen sowie an der Signal- und Sicherungstechnik statt.

zwischen Pirna und Schöna/Grenze

  • 44 km Gleiserneuerung
  • Erneuerung von 11 km Oberleitungsanlagen
  • Erneuerung von 16 Weichen, 3 Brücken und 6 Durchlässen

Umbau Bahnhof Bad Schandau Ost

  • Erneuerung Gleise, Weichen
  • Errichtung neues Elektronisches Stellwerk

Mit dem im September 2012 gestarteten Umbau des Bahnhofs Knappenrode begann in Ostsachsen zugleich der Ausbau der Bahnstrecke Knappenrode—Horka—Grenze D/PL. Der Ausbau garantiert eine leistungsfähige Verbindung  für den europäischen Schienengüterverkehr auf der Ost–West–Achse. Noch in diesem Jahr erwarten wir den Planfeststellungsbeschluss für den Streckenabschnitt von Niesky bis Horka, womit die Voraussetzungen geschaffen wären, voraussichtlich im Frühjahr 2017 mit dem Bau dieses für den europäischen Güterverkehr sehr wichtigen Projektes beginnen zu können. (Informationen: bauprojekte.deutschebahn.com).

Projektziele:

  • Teil des paneuropäischen Schienenverkehrskorridors C-E 30 
  • Erhöhung der Kapazität im Schienengüterverkehr
  • Verbesserungen im Schienenpersonennahverkehr

Im Regionalnetz Ostsachsen wird der Bahnhof Zittau bis 2018 umfassend modernisiert. Durch Anpassungen der Gleisanlagen im Bahnhof Zittau und die Anbindung des Bahnhofs an ein Elektronisches Stellwerk werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen Fahrplan-Taktknoten Zittau geschaffen, mit dem der Schienenpersonennahverkehr im Dreiländereck (D/PL/CZ) deutlich attraktiver wird.

Projektziele:

  • Ausrüstung mit moderner Leit- und Sicherungstechnik zwischen Bischofswerda und Zittau
  • Flexiblere Betriebsführung
  • Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit der Infrastruktur
  • Barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen

Bahnhof Zittau


Bildmaterial zum Thema Bauen bei der Bahn finden Sie auch in der DB Mediathek.

*Die Zahlen beinhalten sowohl Investitionen für das Bestandsnetz als auch für Neu- und Ausbaumaßnahmen.