Deutsche Bahn
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25.07.2017 München

In den Sommerferien Busse statt Züge zwischen Memmingen und Leutkirch

Bahn erneuert Gleise auf über 9,2 Kilometern Länge • Busse starten in Memmingen früher als die Züge • Einschränkungen auch im Fernverkehr München - Zürich

Neue Gleise künden Größeres an: Die Instandhaltung von Schienen zwischen Memmingen und Leutkirch schafft heuer in den Sommerferien die Voraussetzung, damit ab kommendem Jahr der Ausbau der Bahnstrecke München – Lindau – Zürich starten kann. Der Abschnitt im württembergischen Allgäu wird für eine höhere Geschwindigkeit der Züge ertüchtigt, die gesamte Strecke elektrifiziert.

Die Bahn nutzt die Sommerferien mit deutlich weniger Berufs- und Schülerverkehr, um zwischen Tannheim (Württ) und Aichstetten die Gleise zu erneuern. Dafür muss die Bahnstrecke Memmingen – Leutkirch komplett von Sonntag, 30. Juli ab 22 Uhr, bis einschließlich Sonntag, 10. September, gesperrt werden. Reisende kommen mit Bussen im Schienenersatzverkehr (SEV) weiter.

Die Bahn bittet die Fahrgäste, die längeren Fahrzeiten der Busse zu berücksichtigen. Damit in Leutkirch die Züge Richtung Lindau erreicht werden, starten die Busse in Memmingen rund 35 Minuten früher als die üblichen Züge. In der Gegenrichtung kommen die Busse rund 30 Minuten später in Memmingen an, so dass dort die entsprechend spätere Zugverbindung Richtung Buchloe/Augsburg erreicht wird. Die Busse des SEV können nicht immer Haltestellen direkt am Bahnhof anfahren.

Einschränkungen auch bei den Eurocity-Zügen München – Zürich

Die Eurocity-Züge zwischen München und Zürich werden bis zum 4. August und ab dem 7. September zwischen Buchloe und Lindau ohne Halt umgeleitet. Vom 5. – 28. August müssen die Fernzüge zwischen München und Zürich komplett entfallen, weil zeitgleich an der Rheinbrücke Bregenz - St. Margrethen gebaut wird. Ersatzweise verkehren dann über den Tag verteilt fünf Expressbusse München–Zürich mit Zwischenhalt nur in Bregenz. Zwischen dem 29. August und dem 6. September verkehren die Züge nur im Abschnitt Zürich–Bregenz. Dort besteht Anschluss an den Expressbus von und nach München ohne Zwischenhalt.

Alternativ stehen Fahrgästen in die Schweiz jederzeit die IC Busse mit fünf non-stop Verbindungen München–Zürich zur Verfügung. Im IC Bus und in den Expressbussen gelten alle internationalen Fernverkehrsfahrkarten der DB, z.B. Sparpreise ab 19,90 Euro. Auch die BahnCard wird anerkannt.

Sämtliche Fahrplanänderungen sind bereits in der Fahrplanauskunft im Internet und an den Fahrkartenautomaten berücksichtigt. Die Fahrgäste können sich auch im Internet unter www.bauinfos.deutschebahn.com oder über den DB Streckenagent (www.bahn.de/streckenagent) informieren. Telefonisch ist der Kundendialog Nahverkehr in Bayern unter der Rufnummer 089 2035 5000 zu erreichen.

Bahn erneuert für über 10 Mio. Euro Schienen, Schwellen und Schotter

Die Gleiserneuerung findet in zwei Bauabschnitten statt: einerseits zwischen dem Bahnhof Tannheim (Württ) und der Ortschaft Mooshausen, andererseits zwischen den Bahnübergängen Schloßbergstraße in Aitrach und Stockbaurer Weg in Aichstetten. Insgesamt werden rund 18.500 Meter Schienen, 15.300 Stück Schwellen und 22.100 Tonnen Schotter ausgetauscht. Die Bahn investiert dafür insgesamt rund 10,3 Millionen Euro.

Wegen der Gleiserneuerung müssen zeitweilig auch Bahnübergänge für den Straßenverkehr gesperrt werden. Umleitungen werden ausgeschildert und örtlich bekannt gegeben. Die Bahn bittet die Straßenverkehrsteilnehmer um Verständnis.

Auch östlich von Memmingen erfolgen derzeit Vorarbeitern für den Streckenausbau. Dort wird der Abschnitt Memmingen – Mindelheim an das Elektronische Stellwerk Memmingen angeschlossen. Zudem werden die Bahnhöfe Sontheim und Stetten barrierefrei ausgebaut. In Ungershausen und Sontheim werden Bahnübergänge durch Unterführungen ersetzt. Im Schutze der Gleissperrung werden in Leutkirch die Bahnsteigarbeiten am Bahnhof fortgesetzt.