Deutsche Bahn
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25.08.2017 München

Ab Montag Busse statt Züge zwischen Lindau und Lochau-Hörbranz

Bahn schiebt Brücke am Bahnübergang Langenweg ein • Im Fernverkehr Busse zwischen München und Bregenz

Wegen des Einschubs einer Brücke am ehemaligen Bahnübergang Langenweg in Lindau ist die Strecke Lindau – Bregenz ab Montag, 28. August um 0.30 Uhr, für zehn Tage im Abschnitt Lindau Hbf - Lochau-Hörbranz für den Zugverkehr gesperrt. Bis Donnerstagmorgen,
7. September, fahren im gesperrten Abschnitt Busse im Schienenersatzverkehr (SEV) statt Regionalzüge oder S-Bahnen.

Im Fernverkehr entfallen bis einschließlich 28. August die Eurocity-Züge zwischen München und Zürich auf dem gesamten Laufweg. Ersatzweise können die Reisenden die alle zwei Stunden verkehrenden IC-Busse nehmen, die in nur 3:45 Stunden München und Zürich ohne Zwischenhalt miteinander verbinden. Ab Dienstag, 29. August, fahren die EC-Züge wieder zwischen Bregenz und Zürich. Zwischen München und Bregenz bietet die Bahn vom
29. August bis 7. September zusätzlich zu den IC-Bussen SEV-Busse an, die auf die Ankunfts- und Abfahrtzeiten der EC-Züge in Bregenz abgestimmt sind. Dasselbe gilt für SEV-Busse zwischen Bregenz und Ulm.

Nähere Informationen zu den Fahrplanänderungen gibt es in der Fahrplanauskunft im Internet, im DB Navigator und an den Fahrkartenautomaten.

Baustelle Lindau

Bahn schiebt eine 3500 Tonnen schwere Brücke am Langenweg ein

Am Langenweg in Lindau wird der ehemalige Bahnübergang durch eine Straßenunterführung ersetzt. Beiderseits der Gleise wurden seit Baubeginn im Oktober 2016 schon Baugruben für die Tieferlegung der Straße ausgehoben. In einer dieser Baugruben wurde neben den Gleisen eine neue Eisenbahnbrücke mit seitlichen Widerlagern, einer Mittelstütze und dem Brückenüberbau hergestellt. Mit einer Länge von rund 38 Metern wird sie zukünftig die drei Fahrbahnen des Langenwegs plus zwei seitliche Rad- und Fußwege überspannen. Die Breite der Brücke beträgt rund 17,50 Meter und nimmt die drei Gleise auf. Die gesamte Stahlbetonbrücke wiegt rund 3500 Tonnen. Sie wird während der 10-tägigen Sperrung rund 27 Meter in ihre endgültige Position geschoben.

Zuvor müssen die Oberleitung, Schienen, Schwellen und Schotterbett zurück gebaut und rund 12000 Kubikmeter des Bahndamms ausgebaggert werden. Nach dem Brückeneinschub wird die Bahnstrecke in umgekehrter Reihenfolge wieder aufgebaut. 

In den zehn Tagen wird rund um die Uhr gearbeitet. Das ausgebaute Material wird mit LKWs abtransportiert. Die Bahn bittet Anwohner und Straßenverkehrs-teilnehmer um Verständnis für Lärm, Staub und zusätzlichen LKW-Verkehr.

Nachdem die Eisenbahnbrücke am 8. September in Betrieb genommen worden ist, finden noch Restarbeiten im Brückenumfeld statt. Anschließend setzt der Straßenbau die Arbeiten fort. Die Inbetriebnahme der neuen Unterführung ist für Mai 2018 geplant.