Deutsche Bahn
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26.10.2017 Aschaffenburg

Fahrplanänderungen auf der Strecke Aschaffenburg - Würzburg

Letzter Abschnitt der Schwarzkopftunnelumfahrung wird zweigleisig • Züge werden umgeleitet oder durch Busse ersetzt

Von Dienstagabend, 1. November ab 21 Uhr, bis einschließlich Sonntag, 5. November, kommt es im Zugverkehr zwischen Aschaffenburg und Würzburg zu Fahrplanänderungen. In diesem Zeitraum werden Züge umgeleitet bzw. durch Busse ersetzt.

Seit Ende Juni ist die neue Schwarzkopftunnelumfahrung in Betrieb. Das letzte noch verbliebene rund 1,3 Kilometer lange eingleisige Teilstück im Bereich des Bahnhofs Laufach wird in den Herbstferien zweigleisig in Betrieb genommen. Hierfür baut die Deutsche Bahn u.a. Bauweichen aus und passt die Oberleitungsanlagen sowie die Leit- und Sicherungstechnik an.

Regionalzüge werden durch Busse ersetzt

Alle Regionalzüge des Main-Spessart-Express werden zwischen Partenstein und Aschaffenburg durch Busse ersetzt. Pro Zug kommen bis zu vier Busse zum Einsatz. Somit verkehren täglich rund 85 Busse.

Fernverkehrszüge werden umgeleitet und fahren teilweise früher ab

Die Fernverkehrszüge werden zwischen Frankfurt und Würzburg umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 50 Minuten. Damit die Züge ab Frankfurt in Richtung Norden im gewohnten Fahrplan fahren können, starten sie in München schon rund 50 Minuten früher als üblich. In der Gegenrichtung erreichen sie die Landeshauptstadt rund 45 Minuten später. Einzelne Fernverkehrszüge fallen zwischen Nürnberg und München aus.

Nähere Informationen gibt es in der Fahrplanauskunft im Internet, am Fahrkartenautomat oder über die App „DB Navigator“. Die Ersatzfahrpläne können auch unter www.bahn.de/bauarbeiten eingesehen werden. Telefonische Auskunft gibt es unter der Nummer 01806 99 66 33 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf).

Kernmaßnahme der Ausbaustrecke Hanau–Nantenbach

Die zweigleisige Umfahrung des rund 160 Jahre alten Schwarzkopftunnels ist die Kernmaßnahme des Gesamtprojekts. Die neue Strecke ist rund acht Kilometer lang und weicht maximal 500 Meter von der alten Strecke ab. Sie verläuft überwiegend in Tunnellage in ost-westlicher Richtung auf den Gemeindegebieten von Heigenbrücken und Laufach. Insgesamt wurden vier Tunnelbauwerke gebaut: der Tunnel Hain (745 Meter), der Tunnel Metzberg (629 Meter), der Tunnel Hirschberg (525/375 Meter) und der Tunnel Falkenberg 2.623 Meter). Die neue Streckenführung ermöglicht eine flache Trassierung und damit eine zugelassene Streckengeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde.

Das Gesamtprojekt

Die Ausbaustrecke Hanau–Nantenbach ist Teil der rund 112 Kilometer langen Main-Spessart-Bahn zwischen Hanau und Würzburg. Mit über 200 Zügen täglich ist diese eine der stark frequentierten Strecken im Netz der Deutschen Bahn. Sie verbindet die Wirtschaftszentren des Rhein-Main-Gebietes mit Würzburg und der Region Franken. In dieses Projekt werden rund 450 Millionen Euro investiert. Die Gesamtfertigstellung wird Ende 2017 sein.