Es folgt das Hauptnavigationsmenü

Inhalt

Wettbewerbsbericht 2008 zum Download:

Wettbewerbsbericht 2008: Schienengüterverkehr wächst weiter kräftig

Überspringen: Wettbewerbsbericht 2008: Schienengüterverkehr wächst weiter kräftig
Stetig steigen die Betriebsleistungen der Wettbewerbsbahnen – in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um mehr als 20 Prozent. Der Wettbewerbsbericht der DB AG stellt die Entwicklung des Wettbewerbs in den verschiedenen Marktsegmenten detailliert dar

Kennzeichnend für die Schienenverkehrsmärkte ist der ständig steigende Druck auf die teilnehmenden EVU, immer attraktivere Angebote zu schaffen und die Kosten weiter zu senken. Auslöser dieses Drucks ist der intensive und weiter zunehmende Wettbewerb, der in den einzelnen Märkten unterschiedliche Formen annimmt. Der siebte Wettbewerbsbericht der Deutschen Bahn AG beschreibt en detail, wie sich der Wettbewerb im vergangenen Jahr entwickelte.

Schienengüterverkehr im Aufwind

Wie die gesamte Transport- und Logistikbranche profitiert der Schienengüterverkehr weiter von steigenden Volumen. Die Transportleistung stieg mit dem Gesamtmarkt um mehr als sieben Prozent. In diesem dynamischen Umfeld ist der Markteintritt besonders attraktiv, so dass zahlreiche Bahnunternehmen im Wettbewerb um die Kunden stehen. Wettbewerber der DB steigerten im vergangenen Jahr ihre Verkehrsleistung um 28,7 Prozent und kommen inzwischen auf einen Marktanteil von 19,7 Prozent. Viele von ihnen haben sich inzwischen vom Nischenanbieter für den Transport bestimmter Güter zu Allround-Güterbahnen bedeutender Größe entwickelt. Auch Aufkäufe und Zusammenschlüsse kennzeichnen diesen Markt. So erwarb kürzlich der französische Veolia-Konzern, schon bisher einer der größten Wettbewerber der DB, mit Rail4Chem ein EVU, das sich auf langlaufende Ganzzüge spezialisiert hat.

Allianzen erhöhen Attraktivität der Schiene

Mit einer Steigerung um 0,4 Prozent konnte die Schiene ihren Anteil an einem stagnierenden Gesamtmarkt leicht auf etwa 9,5 Prozent steigern. Dabei sank die Verkehrsleistung im Fernverkehr von 34,5 Mrd. Personenkilometer (Pkm) auf 34,1 Mrd. Pkm in 2007, während sie im Regionalverkehr von 44,2 Mrd. Pkm auf 44,8 Mrd. Pkm zunahm. Die DB will künftig durch Kooperationen mit anderen europäischen Bahnen dem Flugzeug noch besser Paroli bieten. Der Erfolg der neuen Angebote von Paris nach Frankfurt und Stuttgart geben ihr Recht: Bereits wenige Wochen nach Aufnahme der Hochgeschwindigkeitsverbindungen wurde ein Drittel der täglichen Linienflüge zwischen Stuttgart und Paris eingestellt. Mit der Gründung von Railteam wurde erstmals ein mit den Allianzen der Airlines vergleichbares Bündnis von Eisenbahnen geschaffen. Durch die gemeinsame Vermarktung von Fahrscheinen, die Öffnung von Lounges oder die Ausweitung der Bonus- und Vielfahrerprogramme wird Bahnfahren für die Kunden attraktiver.

Im bestellten Regionalverkehr wurden im Jahr 2007 rund 29 Millionen Zugkilometer neu vergeben. Die DB war mit einem Anteil von knapp 70 Prozent das erfolgreichste Unternehmen. Allerdings bewirkten Kürzungen der Regionalisierungsmittel einen Rückgang der bestellten Zugleistungen um etwa vier Millionen Zugkilometer. Das Wachstum bei der Verkehrsleistung, das sowohl die DB (Steigerung von 40,3 auf 40,6 Mrd. Pkm) als auch die privaten Wettbewerber (Steigerung von 3,9 auf 4,2 Mrd. Pkm) trotz gesunkener Zugleistungen verzeichnen konnten, belegen nachdrücklich, dass die Bahnen für den Wettbewerb mit den anderen Verkehrsträgern, insbesondere der Straße, gut aufgestellt sind.

Investitionen in Infrastruktur nützen dem Wettbewerb

Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Europäische Angelegenheiten, Wettbewerb und Regulierung, Joachim Fried: "Die im Wettbewerbsbericht dargestellten Zeitreihen zeigen, dass Markteintritt auf der Schiene überall dort Erfolg hat, wo die Schiene im Wettbewerb der Verkehrsträger gut positioniert ist." Das seit der Bahnreform verfolgte Ziel der Verkehrspolitik, den Wettbewerb auf der Schiene zu stärken, kann also nur erreicht werden, wenn Benachteiligungen der Schiene, etwa durch steuerliche Fehlanreize oder bürokratische Kontrolle, abgebaut werden. Fried: „Angesichts immer knapper werdender Kapazitäten wird die Entwicklung des Wettbewerbs auf der Schiene auch davon abhängen, ob die finanziellen Mittel aufgebracht werden, die für einen bedarfsgerechten Infrastrukturausbau benötigt werden.“

Broschürencover des Wettbewerbberichts 2008

Wettbewerbsbericht 2008

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 2,94 MB

Letzte Aktualisierung: 29.05.2008

  Druckansicht .  Seite empfehlen

Ende des Artikels

Triebwagen von NOB Veolia am Bahnsteig

Weitere Berichte 

Ansprechpartner zum Thema

Überspringen: Ansprechpartner zum Thema

Bestellung Wettbewerbsbericht


Ende des Inhalts
Roter Banner

Ende des Inhalts